Facebook Ads Camp 2017 (Köln) – Recap

Am Freitag, den 5. Mai besuchten wir das erste Facebook Ads Camp Deutschlands. Die Veranstaltung fand in Köln in zentraler Lage, im Hilton Hotel, 5 Gehminuten zum Hauptbahnhof entfernt statt. Insgesamt war das Event sehr gut organisiert und man war den ganzen Tag über mit ausreichend Essen, Getränken und Smoothies versorgt. Schon das Aufschlagen des Programms lies auf einen spannenden Tag hoffen:

Die Veranstaltung wurde komplett auf Video aufgezeichnet. Den Link dazu reichen wir auf jeden Fall nach, sobald das Video verfügbar ist. Hier nun die einzelnen Vorträge kurz zusammengefasst:

1. Keynote von Thomas Hutter

Zum Einstieg wurden wir von Thomas Hutter, dem Betreiber des Social Media Blogs „thomashutter.com“ mit einer interessanten Keynote begrüßt. Er führte uns durch die Entstehungsgeschichte von Facebook und den verschiedenen Werbeformaten, die kamen und teilweise wieder verschwanden, bis wir im Jahr 2017 angekommen waren.

 

2. Performance Marketing auf Facebook & Instagram von Florian Litterst

Der Inhaber von adsventure.de brachte uns 5 Tipps für ein erfolgreiches Facebook Marketing mit:

Tipp 1: Facebook Partnerkategorien nutzen. Damit können demografische Informationen, die Facebook Marketingpartner offline gesammelt haben, für das Targeting genutzt werden. Florian empfiehlt vor allem den Partner „Acxiom“. Bei ihm muss man einmalig die Werbe-ID des Facebook Kontos freischalten lassen, um die Daten nutzen zu können. Wichtig: Facebook reduziert die Gebote der Auktion automatisch um ca. 15% um Acxiom einen Kickback von 15% auszuzahlen.

Tipp 2: Schalte Lookalike Audiences von Kundendaten auf Autopilot und verwende nur hochwertige Kundendaten. Mit hochwertigen Kundendaten meint er, dass man anstelle von „Allen Seitenbesuchern“ lieber eine Lookalike Audience z.B. nur aus den Käufern erstellen soll, da diese Zielgruppe deutlich relevanter ist.  Geht man noch tiefer und erstellt Lookalike Audiences aus CRM Daten, sind diese sehr statisch und werden nicht autom. von Facebook aktualisiert. Um sich diesen manuellen Aufwand zu sparen, empfiehlt er das Tool „LeadsBridge“.

Tipp 3: Kampagnen richtig skalieren. Er rät davon ab, die Kampagne immer nur zu skalieren indem man wie wild die Budgets erhöht oder lauter neue Zielgruppen ergänzt. Er arbeitet mit der 25-3-Regel, die besagt, das Budget max. um 25% zu erhöhen und dann 3 Tage zu warten, um dem Facebook Algorithmus Zeit zu lassen, sich auf das neue Niveau einzupendeln.

Tipp 4: Tune deine dynamic Ads. Mit dynamic Ads werden Usern, die sich bereits bestimmte Produkte einer Website angesehen haben, oder diese in den Warenkorb gelegt haben, auf Facebook mit benutzerdefinierten Bildanzeigen wieder angesprochen. Florian ist sehr begeistern von diesem Werbeformat und empfiehlt es auf jeden Fall zu nutzen, wenn es das Thema der Website zulässt. Seine Tipps kurz zusammengefasst: Unterschiedliche Retargeting Zeiträume testen, Aufsplittung der Zielgruppen nach Placements, Bidding je nach Zielgruppengröße, WiFi-Only bei Mobilgeräten testen, unterschiedliche Ad Templates testen.

Tipp 5: Custom Audiences für allgemeines Retargeting besser aufsplitten. Natürlich sollte man seine Retargeting Anzeigen nicht nur auf „Alle Besucher“ ausrichten, sondern sich im Trichter tiefer arbeiten und auch „Kaufabbrecher“ oder „User die mind. 5 Min. auf der Seite waren“ gezielt ansprechen.

3. Mein Zaubertopf – Case Study von Jakob Strehlow

Jakob, der bei Falke Media arbeitet, hat uns mit einem interessanten Case demonstriert, dass es möglich ist, ein Printmagazin via Facebook zum Verkaufsschlager zu machen. Konkret ging es um das Thermomix Rezepteheft „Mein Zaubertopf“, welches durch gezielte Maßnahmen auf Facebook bereits vor dem Verkaufsstart zahlreich abonniert wurde. So wurden die User z.B. durch Posten des Inhaltsverzeichnisses neugierig gemacht und durch ein kostenloses Bierbrau E-Book zahlreiche Leads gesammelt.

4. Facebook Data Mining von Alexander Peiniger

Der CEO von quintly, einem Media Analyse Tool, hat uns einige Ergebnisse seiner Studien präsentiert. So hat er z.B. ausgewertet, wie viele der Posts auf Facebook gesponsert und wie viele organisch sind. Insgesamt wurden ca. 13% aller Posts mit Geld beworben. Sehr interessant war auch die mitgebrachte Infografik über die Nutzung der verschiedenen Sozialen Netzwerke ab 2011:

5. Panel Diskussion zum Thema Organic vs Paid mit Benedikt Böckenförde & David Schneider

In diesem sehr unterhaltsamen Panel trafen zwei sehr unterschiedliche Herangehensweisen zum Ansprechen gleicher Zielgruppen aufeinander. So bekommt Benedikt Böckenförde, Macher von Visual Statements hauptsächlich organischen Traffic auf die Posts seiner verschiedenen Sprüche-Seiten. (Die erfolgreichsten Sprüche werden anschließend auf Postkarten, Tassen usw. gedruckt.) David Schneider, Teespring Platinum Seller hingegen, erkauft sich in kurzer Zeit viele Likes und Conversions auf seine mit Sprüchen bedruckten Shirts.

Quelle: Visualstatements.net

6. Faebook Local Business von Lars Ofterdinger

Anhand eines Cases zeigte uns Lars seine Herangehensweise, Einzelhändler mit sehr vielen Standorten lokal zu bewerben. So setzt er z.B. lieber viele kleine Pins um einen Umkreis auszuwählen, statt einen mit vielen Kilometern Reichweite, da er davon überzeugt ist, dass Leute im Dorf oder bestimmten Regionen anders angesprochen werden sollten als z.B. Menschen in einer Großstadt. Um sich die Arbeit bei der Anzeigenerstellung zu erleichtern, arbeitet er außerdem mit Variablen für Textfelder, mit denen er autom. verschiedene Städtenamen einfügt.

7. Katz und Maus mit Facebook von Tim Schumacher

Tim Schumacher, der sich selbst zu der Anti-Facebook Fraktion zählt, gab uns einen spannenden Einblick in die Funktionsweise und Entstehung des des Adblockers „AdBlockPlus“. Zudem konnte er über Kämpfe zwischen Facebook und dem Adblocker, die bis heute anhalten, ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Außerdem überraschte er vor allem mit der Aussage, dass wir mehr als die Hälfte unseres Datenvolumens für die Werbung auf einer Seite verschwenden, als für den eigentlichen Inhalt.

8. Panel Diskussion zum Thema Facebook Pixel

In diesem Panel trafen der IT-Rechtsanwalt Niklas Plutte, Social Media Manager bei Sixt, Christoph Assmann und CEO Thomas Thaler von Thaler Enterprises aufeinander. In dieser interessanten Runde wurde viel diskutiert und auch über etwas weniger legale Möglichkeiten, an Daten ranzukommen berichtet. Das Fazit des Anwalts war, dass es keine Lösung gibt, mit der man zu 100% auf der rechtlich sicheren Seite ist, man jedoch versuchen sollte, so korrekt wie möglich vorzugehen, also eine saubere Datenschutzerklärung zu erstellen sowie immer die Einwilligung zur Verwendung der E-Mail Adresse einzuholen.

 

9. Full Funnel Marketing auf Facebook von Ewelina Yildiz

Schön war, dass es auch einen Vortrag direkt aus dem Hause Facebook gab. Ewelina ging zum Einstieg auf die Customer Journey innerhalb Facebooks ein. Dass dieses Thema immer wichtiger wird, sieht man auch in der neu aufbereiteten Kampagnenziel-Auswahl im Werbeanzeigenmanager. Die Ziele sind nun nach den verschiedenen Schritten im Customer Journey Funnel unterteilt:

 

Außerdem stellte sie noch einen interessanten Case vor, wie das Modeversandhaus Bonprix, mit Hilfe von A/B-Tests einen deutlichen Conversionlift erreichen konnte. Konkret wurden drei verschiedene Strategien gegeneinander getestet:

A: Kontrollgruppe ohne bezahlte Ads

B: Bezahlte Ads, ohne Brand

C: Branding Ads und anschließend Performance Ads.

Im Fall von Bonprix stelle sich die Variante C als die erfolgreichste heraus.

10. B2B Lead Ads without sucking von Ali Saffari

Der Director Sales & Marketing bei Trusted Shops zeigte, wie sie es schafften, innerhalb von 3 Monaten einen beeindruckenden Anstieg der Leads über den Facebook Kanal zu erreichen. Dabei gab er uns 5 hilfreiche Tipps mit auf den Weg:

Tipp 1: Testen, testen, testen…. Kleine Änderungen im Text, das Einfügen von Emojis oder die Verwendung eines anderen Fotos können die Conversionrate oft enorm steigern. Wichtig ist nur, eines nach dem anderen zu testen und nicht 10 Dinge gleichzeitig, da die Vergleichbarkeit dann verloren geht.

Tipp 2: Cleveres Remarketing nutzen. Also tiefer gehen also nur auf „Alle Besucher“ auszurichten, sondern auch z.B. die Warenkorbabbrecher gezielt erreichen.

Tipp 3: Nurturing: In kleinen Schritten an immer mehr Nutzerdaten herantasten. Kleine Formulare in denen wenig ausgefüllt werden muss, werden in der Regel viel häufiger abgeschickt.

Tipp 4: Schnell sein und Hand in Hand mit dem Vertriebsteam arbeiten.

Tipp 5: Custom Audiences immer weiter ausbauen

 

11. How to build a growth engine with Facebook Ads von Massimo Chieruzzi

Für den englischen Vortrag des „Adespresso“ Gründers hat es sich gelohnt, auch dem letzten Vortrag noch konzentriert zu lauschen. Da Adespresso auch einen gleichnamigen Blog betreibt, gab es spannende Tipps von Massimo, was einen erfolgreichen Artikel ausmacht:

  • Appetizer: Lieber einen richtig guten Blogartikel im Monat schreiben, der 10 Std. gedauert hat und hochwertig ist als täglich über Unwichtiges zu berichten.
  • Appealing titles: Über einen guten Titel, der zum Klicken anregt, darf man ruhig eine Stunde nachdenken.
  • Create a recognizable: Wiedererkennungswert steigert die Klickrate. AdEspresso verwendet z.B. ein Comic-Maskottchen, das auf jedem Blogbeitrag wieder zu finden ist.

Quelle: AdEspresso Facebook Page

 

Fazit: Nach der abschließenden Q&A Panelrunde ging es müde aber glücklich und vollgepackt mit neuem Input zurück nach Augsburg. Für uns als Teilnehmer des ersten Facebook Ads Camp in Köln war die Veranstaltung ein voller Erfolg und wir haben große Lust, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein.




Recap – SEACamp Jena, 27.04.17

Am 27.04.2017 waren wir zum dritten Mal in Folge auf dem SEA Camp in Jena und konnten wie auch in den Jahren zuvor, in familiärer Atmosphäre neue Eindrücke & coole Ideen sammeln.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Sessions, die wir besucht haben:

 

„Mission: 100%ige Abdeckung aller Suchanfragen Ihrer potentiellen Kunden“ (Oliver Greifenstein)

Oliver hat in seiner Session gezeigt, wie er möglichst effizient die Auswertung der Suchanfragen sowohl von Search als auch von Google Shopping Anzeigen teilautomatisiert durchführt. Hierzu setzt er Scripts ein, die einzelne Suchanfragen bewerten und dann in ein Google-Spreadsheet übergeben. Nach einer manuellen Qualitätssicherung der Daten werden automatisiert Anzeigengruppen und Anzeigen erstellt. Dies hilft dabei, dass alle relevanten Suchanfragen auch als Keywords im Konto hinterlegt sind und somit eine möglichst große Abdeckung bei allen relevanten Suchanfragen erfolgt. Eine interessante Zahl, die wir außerdem mitnehmen konnten war, dass 15% aller Suchanfragen pro Tag neu sind, also vorher noch nie so eingegeben wurden. Das entspricht ca. 525 Mio. Suchanfragen pro Tag.

 

„Dein Analytics belügt dich“ (Michael Janssen)

Zum Einstieg in die Session hat uns Michael bewusst gemacht, dass wir mit Analytics zwar Daten ohne Ende sammeln, letztendlich aber nur einen Bruchteil davon reporten und noch weniger davon für Entscheidungen mit einbeziehen.

Anschließend hat er uns die 9 häufigsten Fehler aufgezeigt, die im Analytics passieren, obwohl man sie mit einfach Tricks verhindern kann.

Die größten Fehler sind:

  1. Zu glauben, Analytics funktioniert von alleine.
  2. Sich über Absprungraten <20% zu freuen. Solche guten Ergebnisse kommen meist durch einen doppelt eingebauten Code zustande
  3. Falsch gekürzte IP Adressen, die den geforderten Datenschutz nicht einhalten. Der häufigste Fehler dabei ist, dass die Code Erweiterung „ga(’set‘, ‚anonymizeIp‘, true)“ unter dem Code, statt oben im Code ausgeschlossen wird. Die IP’s werden somit zuerst komplett ausgelesen,was gegen die Richtlinien verstößt.
  4. Paypal erzeugt Conversions. Dieser Fehler wird leicht umgangen, in dem man Paypal oder ähnliche Quellen als Verweisquelle im Analytics ausschließt.
  5. Zu glauben, Analytics lügt, weil es mehr Sitzungen gemessen hat, als AdWords Klicks. Diese Abweichungen sind aber normalen und kommen dann zustande, wenn ein User z.B. 3x über Adwords kommt und beim 4. mal direkt auf die Seite. Auch das 4. mal wird dann noch Adwords zugeordnet. So hat man also 4 Adwords Sitzungen, die im Analytics auftauchen, aber nur einen Klick in AdWords. Klick ist nicht gleich Sitzung.
  6. Zu denken nur die AdWords Conversions sind richtig → Conversionabweichungen von AdWords zu Analytics sind aufgrund verschiedener Messarten normal. Im Analytics wird nur der Last Click auf AdWords als AdWords Conversion gezählt und im AdWords Konto selbst, werden alle Klicks, die zu einer Conversion geführt haben, als Conversion gezählt, auch wenn Sie sich in der Customer Journey am Anfang oder mittig befunden haben.
  7. Juhu, Bing Ads kosten nichts 😉  –  Das ist natürlich Quatsch, man muss die Kosten von Bing erst in Analytics importieren (mit csv Dateien)
  8. Die eigenen Besuche nicht auszuschließen. Gerade bei größeren Firmen oder Unternehmen die sich z.B. aus redaktionellen Gründen lange auf der eigenen Seite aufhalten, sollte man sich selbst ausschließen, da sonst die Verweildauer total verfälscht wird.
  9. Analytics zeigt nicht den ganzen Einkauf. Er empfiehlt, das neue Enhanced E-Commece zu nutzen und Micro Conversions zu messen. Aus dem Enhanced E-Commerce kann man dann mit einem Klick nützliche Remarketing Listen erstellen

 

„Dynamische Anzeigen mit IF-Funtkion und Datenfeeds“ (Martin Röttgerding)

Das neue Feature „IF-Funktionen“ ist seit ca. einem Monat in Google AdWords verfügbar.

Akutell sind damit nur 2 konkrete Dinge möglich:

 

  1. Das Erstellen einer rein mobilen Anzeigenversion
  2. Das Ausspielen einer anderen Textanzeige bei bestimmten Zielgruppen, z.B. um Warenkorbabbrecher mit einem Gutscheincode in der Anzeige zurück zu locken.

Nachteil dieser IF-Anzeigen ist, dass man trotzdem immer eine Backup Anzeige braucht.

Außerdem haben dyn. Aneigen keinen Vorrang gegenüber normalen Anzeigen, es greift die ganz normale Anzeigenrotation.

 

Im zweiten Teil wurden die Feedbasierten Anzeigenanpassungen erläutert, die allerdings schon eine ganze Weile in AdWords verfügbar sind. Gerne könnt ihr euch eine Anleitung dazu in unserem PPCBlog Artikel ansehen.

 

„Shopping Do’s and Don’ts“ (Christopher Rogl)

In diesem unterhaltsamen Vortrag wurden reale Support-Anfragen vorgestellt, die Christopher von seinen Kunden zum Thema Shopping erhalten hat.

So fiel ihm z.B. auf, dass Kunden häufig den Fehler machen, unterschiedlichen Produkten genau den gleichen Titel zu geben. Dies ist hinsichtlich der Auslieferung kontraproduktiv und sollte für jedes Produkt individuell angepasst werden.

Zudem empfiehlt er, mit den Feed Rules im Merchant Center zu arbeiten. Mit dessen Hilfe kann man auch nachträglich Custom Labels selbst vergeben.

SEA Managern von Shops, die mehrmals täglich Preisänderungen vornehmen, rät er mit dem html product tag shema.org zu arbeiten. Damit werden die Preise Der Seite gecrawlt und im Feed aktualisiert.

 

Adwords Bidding Strategien richtig einsetzen und optimieren (Steffen Jecke)

Steffen und seine Kollegin haben anhand vieler realer Kundenbeispiele verschiedene Biddingstrategien und deren Ergebnisse vorgestellt. Über alle Cases einzeln zu berichten, wäre zu umfangreich. Der Vortrag war aber auf jeden Fall sehr interessant und man konnte einige Anregungen für Biddingstrategien mitnehmen. Zudem waren wir überrascht, wie unterschiedlich die automatischen Gebotsstrategien von Google funktionieren, je nachdem ob man sie auf Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene einsetzt.

 

Squeeze that Suchanfragenbericht like a lemon = Beste SEA Limonade (Jennifer Bölitz)

Jennifer wollte in ihrer Session, wie der Titel bereits verrät, zeigen, wie man mit Suchanfragen umgehen kann und sollte. Es wurde auf viele Probleme eingegangen, auf die man beim Auswerten der Suchanfragen immer wieder stößt. Eine interessante Erkenntnis war auch, dass sich Suchanfragen von Mobilgeräten und Desktop oft stark unterscheiden und diese deshalb gelegentlich getrennt angesehen werden sollten.

 

 „Aufbäumen gegen Google Shopping: Wie man mit Feedkampagnen, Ad Customizern und Scripts den SEA Midtail automatisieren kann“ (Judith Rogl)

Judith hat Ihre Session genutzt um einen Einblick in das von ihrer Agentur entwickelte Script zu geben, welches die Arbeit mit Google Shopping Kampagnen teilautomatisiert / erweitert. Hierbei hat sie sehr anschaulich den entsprechenden Prozess abgebildet und stellt zusätzlich Teile des Scripts kostenlos zur Verfügung.

 

 „Intelligente Kampagnenauswertung und -optimierung mit Google Analytics und Google Tagmanager (Kerstin Müllejans & Alexandra Zenzura-Studier)

Kerstin & Alex haben in einer sehr sympathischen Session ihre Vorgehensweisen dargestellt, wie sie mithilfe von Google Analytics und dem Google Tagmanager weitere KPIs zur Bewertung des AdWords Erfolgs definieren.Es wurde gezeigt, wie bspw. die Scroll-Tiefe, die Aufenthaltsdauer oder auch das Abspielen eines Videos durch Analytics-Events gemessen und an AdWords übergeben werden können. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn Anzeigen geschaltet werden, die nicht direkt zu einem Kauf führen.

 

Fazit:

Wie immer war das SEA Camp aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Nicht nur inhaltlich wurde darauf geachtet, dass die Veranstaltung einen Mehrwert für die Besucher bietet, auch der tolle persönliche Kontakt zu anderen Besuchern und den Veranstaltern hat positive Effekte für das eigene Netzwerk. Vielen Dank auch an die Sponsoren, die uns den Vorabend schon immer mit Freigetränken und einem kleinen Buffet versüßen und auch an die Sponsoren der Cocktails am Eventabend selbst.

 

 




PPC Masters 2017 – Recap

Am 15.02. war es wieder so weit, wir machten uns mit dem Flugzeug auf nach Berlin, zur PPC Masters 2017. So konnten wir gut ausgeschlafen den kurzen Fußweg vom Hotel auf der Fischerinsel zur Veranstaltungen in der Spreegalerie meistern. Da immer zwei Tracks parallel liefen, jeweils auf Deutsch und Englisch, haben wir uns aufgeteilt, um so viele Vorträge wie möglich zu sehen.

 

Recap der von Nanina besuchten Vorträge

Advanced automated AdWords Reports (Jakub Kašparů)

Dieser Vortrag befasste sich hauptsächlich mit AdWords Scripts. Nach einer kurzen Einleitung wurden einige Scripts vorgestellt, die einem den Arbeitsalltag beim Optimieren von AdWords Kampagnen sowie Generieren verschiedener Reportings, erleichtern können. Die interessantesten Reports dabei waren:

  • Ein übersichtlicher Report für Search Queries
  • Ein Report der aktuelle Gebote anzeigt und neue Gebote vorschlägt
  • Below first Page Report

Wer sich die Scripts genauer ansehen und verwenden möchte, findet diese auf seiner Seite ppc-sripts.eu

 

 

Attribution als Steuerungsherausforderung für SEA – Datengesteuerte Prognostik zur Optimierung (Melanie Schlegel)

Die Abteilungsleiterin für SEA und PMS bei Otto, lieferte den für mich interessantesten Vortrag des Tages. Mit anschaulichen Folien gab sie uns einen tiefen Einblick die SEA Struktur des Modeversandhauses und lies uns am langen Weg der Suche eines zu Otto passenden Attributionsmodells teilhaben. Fazit der Suche war „Bidmanagement mit herkömmlichen Tools funktioniert bei Otto nicht!“ Folglich musste ein eigens ausgeklügeltes Attributionsmodell erschaffen werden. Die Lösung lautete: Vom Keyword zum Klick. Anhand unzähliger Merkmale vergangener Conversions, wird ein erwarteter Ertrag je Klick prognostiziert.

 

Advance AdWords remarketing for E-Commerce (Filippo Trocca)

In diesem Track wurden die Vor- und Nachteile von Remarketing über Analytics Listen behandelt sowie die Funktionsweise von dynamischem Remarketing erklärt. Für Remarketing Erfahrene wurde die Präsentation zum Ende hin interessanter, als Filippo Trocca auf den Einsatz eher ungewöhnlicher Remarketing Listen einging. So sammelt er sogar die User auf einer Bounce Liste, die sich über einer Minute auf der Seite aufhielten und empfiehlt zudem ergänzende Produkte 30 Tage nach dem Kauf des Hauptproduktes mittels Banneranzeigen anzubieten.

 

 

10 kreative Tipps zur AdWords Kampagnen Optimierung (Guido Pelzer)

In diesem Vortrag gab es viele Tipps für Keywords, Textanzeigen und andere Ebenen im AdWords Konto. Für echte SEA Profis waren diese eher als Gedächtnisstütze zu sehen und haben dazu angeregt, bestimmte Dinge im Konto mal wieder zu optimieren, die gerne vernachlässigt werden.

 

Panel: Dabei sein ist nicht mehr alles – So heben sich Ihre Produktanzeigen von der Masse ab

In diesem Panel konnte man einer interessanten Diskussion über Google Shopping und Facebook Produktanzeigen folgen. Auf der Bühne saßen Marcel Hollerbach von Productsup, Markus Kettner von Smartly sowie Michael Pietsch, Client Partner im Facebook eCommerce Vertical Team.

 

Perfection is the enemy of good – Attribution in der Praxis (Miriam Tappe)

Da dieser Vortrag direkt aus dem Hause Google kam, gab es interessante Insights und Ausblicke, wo die Reise innerhalb Adwords in den nächsten Monat hingehen wird. So werden ab Ende März alle Cross-Device-Conversions, die bislang in einer eigenen Spalte zu finden waren, mit den normalen Conversions addiert. Zudem empfahl Miriam Tappe, sich den Report „Geräteübergreifende Aktivitäten“ in AdWords einmal genauer anzusehen, da dieser Aufschlüsse über das Nutzerverhalten gibt.

 

Amazon Marketing: Die Pay-per-click Alternative im E-Commerce (Marc Rüsing)

In diesem Track konnte ich mich beruhigt zurücklehnen, aber nicht, weil er nicht interessant gewesen wäre, sondern weil ich täglich mit Amazon Werbeanzeigen zu tun habe. Für viele der Zuhörer schien das Thema aber noch sehr neu zu sein. So lauschte auch ich dem gut aufbereiteten Vortrag über das Amazon Vendorenprogramm und die verschiedenen Werbeformate, die sich über Amazon Marketing Service schalten lassen.

 

How to automate PPC to grow your business (Geetanjali Tyagi)

Die Mitgründerin von Optmyzr, einem AdWords-Tool, zeigte verschiedene Wege auf, wie man sich durch Automatisierungen in AdWords wertvolle Zeit sparen kann. Dabei ging sie auf drei verschiedene Automatisierungsmöglichkeiten ein: Automatische Regeln in AdWords, Scripts und die Anbindung an die API.

 

Recap der von Alex besuchten Vorträge

Optimising mobile moments: an end-to-end focus (Hannah Kimuyu)

 Hannah von greenlight in Großbritannien präsentierte die aktuellen Entwicklungen im mobilen Paid Marketing. Hierbei zeigte Sie anhand von Statistiken die Relevanz dieses Endgerätes:

– 20% der Suchen in der USA über ein Android Endgerät erfolgt bereits über Voice Search

– 30% der mobilen Suchen sind auf ein lokales Geschäft ausgerichtet

– 80% nutzen beim Onlinekauf mehrere Geräte

Diese Entwicklung erfordert den Einsatz von Spezial Anzeigentypen wie LIA (local inventory ads), call ads oder auch UAC (universal app campaigns). Diese Anzeigen können einen gewissen Vorteil im mobilen Bereich erzeugen, da hier der sichtbare Bereich, im Vergleich zu Desktop, deutlich kleiner ist und somit mehr Wettbewerb besteht.

Insgesamt kam Sie zum Schluss, dass es immer wichtiger wird die mobilen Endgeräte zu fokussieren  und entsprechend Cross-Device und Cross-Channel CPOs zu bilden.

 

Remarketing – Flirt mit dem User. Abfuhr, Affäre oder ewige Treue? (Nico Loges)

Nico zeigte, ohne auf bestimmte Tools einzugehen, welche Themen alle berücksichtigt werden sollen. Hierzu hat er den Prozess in fünf Phasen unterteilt:

  1. Sichtkontakt
  2. Ursprung
  3. Route
  4. Interaktion
  5. Zensur

Bei der Auswahl der Werbemittel verwendete er einen humoristischen Vergleich zur Paarungssituation des Vogels „Blaufußtölpel“. In diesem Fall ist der Blauton der Füße des Vogels das Auswahlkriterium einer Partnerin.

Zusätzlich hat er in den weiteren Schritten gezeigt, welche Kriterien alle berücksichtigt werden können um die Qualität von Zielgruppen anzureichern.

Mögliche Attribute:

– Produktgröße

– Farbauswahl

– Das Anklicken von weiteren Produktbildern

– Das Klicken auf die Mengenanzahl im Warenkorb

– Merkliste

– usw.

Zusätzlich wurde noch auf das Video „Micromoments“ von Google hingewiesen um sich besser in einen potentiellen Käufer hineinversetzen zu können (https://www.youtube.com/watch?v=cplXL-E1ioA)

 

Dynamic Remarketing hand made (Marco Volpe)

Unterstützt durch Filmausschnitte des Blockbusters „Gladiator“ zeigte Marco welche Möglichkeiten des Remarketings über die Kombination von Google AdWords und Google Analytics möglich sind. Hierbei wurde insbesondere auf die Custom Audiences eingegangen, welche über zusätzliche Merkmale wie demographische Daten, Aufenthaltsdauer oder auch E-Commerce Attribute angereichert werden können.

 

Rediscovering your campaigns on the GDN (Thomas McCarron)

Zum Start zeigte Thomas, welche Fehler meist noch bei Anzeigenplatzierungen im GDN zu finden sind:

  1. Es wird eine Kampagne für sowohl Display als auch Search Anzeigen genutzt werden
  2. Es wird bei Banneranzeigen nur ein Format eingesetzt
  3. „Problem Placements“ werden nicht ausgeschlossen
  4. Es wird viel Werbung in Apps geschalten, die keinen Mehrwert generieren

 

Zusätzlich hat er gezeigt, wie Gmail Ads funktionieren und wie diese eingesetzt werden können. Anhand einer Case Study zu einem Produkt, mit dem problemlos international Geld transferiert werden kann, was insbesondere für Studenten im Auslandssemester interessant ist. In diesem Fall wurden die Gmail Ads auf ausländische Zeitungen ausgerichtet. Dieses vorgehen hat die Conversionrate um 181% gesteigert.

Auch Thomas verwies noch einmal auf die Möglichkeiten des Remarketings mit Zielgruppendefinitionen über Analytics und das dynamische Remarketing.

 

Detailoptimierung im SEA trifft Makrosteuerung im eCommerce

Erik nutzte seine Erfahrungen als Consultant, also nicht als Toolanbieter oder Agentur dazu, den Blick von Außen wieder zu schärfen. Anhängig von der Unternehmensstruktur ist oftmals die digitale Transformation noch nicht vollzogen. Er zeigte an einigen Beispielen das für viele Unternehmen Prozesse gebildet werden müssten um die Anforderungen, die ein Online Marketer (PPC Marketer) voraussetzt. Beispielsweise haben viele Unternehmen zunächst eine mentale Hürde einen Datenfeed zu erstellen. Bei genauerem Hinsehen und umfassender Aufklärung zeigt, dass die meisten Daten bereits in Listenform bestehen und diese nur kombiniert werden müssten.

 

Fazit:

Wie auch im letzten Jahr, hat uns die PPC Masters 2017 sehr gut gefallen. Sie konnte mit spannenden Vorträgen, guter Organisation und leckerem Essen punkten. Besonderes Highlight dieses Jahr waren die Massagen, die man sich auf der Empore des unteren Raums geben lassen konnte. Lediglich bei der Planung des Mittagsbuffets würden wir uns für nächstes Jahr eine Verbesserung wünschen, da sich hier sehr lange Warteschlangen gebildet haben.




Recap: SEACamp in Jena – 21.04.2016

 

Wieder einmal ein rundum gelungenes Event in gewohnt entspannter Atmosphäre.

Mit großer Vorfreude auf das diesjährige SEACamp sind wir bereits am 20.04. in Richtung Thüringen gestartet. Im schicken Steigenberger Hotel, das gleichzeitig auch als Veranstaltungsort dient, lässt es sich aushalten. So beschlossen wir, auch das nette Vorabend-Event in der Moonlight Bar, gesponsert von Marin, zu besuchen und konnten bei Bier und Wein nette Kontakte knüpfen und auffrischen. Eine tolle Neuerung, die uns bei der Vorabend-Registrierung auffiel, waren die neuen T-Shirts in schickem Design. Besonderes Highlight waren die speziellen „Klick, clique – GURU“ Shirts, die für alle Speaker vorgesehen waren.

Frisch gestärkt am reichhaltigen Frühstücksbuffet, ging es am nächsten Morgen los in den großen Saal zur bekannten Sessionplanung. Hier durften sowohl Wiederholungstäter als auch Speaker-Neulinge ihre Themen vorstellen und neugierig auf ihre Präsentationen machen. Da es 2016 so viele Sessions wie noch nie gab, wurde kurzer Hand ein vierter Raum geordert, sodass oft vier Slots parallel stattfanden.

SEACamp Sessions

 

So hatten wir die Qual der Wahl und entschieden uns für folgende Vorträge:

 

 1. Datenfeed 1 – 2 – 3

„Wenn Google sich eine Freundin designen könnte“ – Mit dieser humoristischen These begann David seinen Vortrag über die Optimierung von Datenfeeds.

Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, wie man seinen Datenfeed und die Aktualisierungszyklen am besten einstellt, um diesen für Google so attraktiv wie möglich zu gestalten. Zentrale Themen hierbei waren „Produkttiteloptimierung“, „Einfluss des Beschreibungstextes“, „Händler- / Produktbewertungen“ und die „Bildwelt“ mit Ausblick auf den Einfluss auf die CTR und die Positionierung.

 

2. Von AdWords bis Xing – für jeden das richtige Anzeigenformat

In dieser lebendigen Session von Julia Rittig und Steffen Jecke wurde auf zahlreiche Werbenetzwerke wie Facebook, Xing, YouTube, Instagram, LinkedIn aber auch AdWords eingegangen. Anhand echter Kundenvorgaben durften die Zuhörer das von der Agentur Projecter gewählte Werbenetzwerk erraten und wurden über das genaue Vorgehen und die eingesetzten Maßnahmen beim Kunden informiert. Dieser Vortrag war ein interessanter Blick über Google AdWords hinaus und hat bestätigt, dass SEA längst nicht mehr nur klassisches Suchmaschinen Marketing ist.

 

3. Remarketing und Analytics – Das Power Duo

In diesem Slot ging Katharina Jung detailliert auf die Möglichkeiten der Remarketing-Listen Erstellung ein und gab dabei Anreize für neue Listen, die über Analytics erstellt werden können. Interessante Überlegungen waren z.B. Userlisten nach Alter, Geschlecht oder Verweildauer auf der Seite zu generieren. Außerdem wurde empfohlen, neben den Käufern auch die Seitenbesucher mit einer Verweildauer unter 5 Sek. auszuschließen.

 

4. Facebook Ads: Mit welchen Strategien lassen sich neue Kunden erreichen?

Mit einem spannenden Video zum Einstieg gewann Chris Dippold die Aufmerksamkeit des Publikums. Facebook Ads Erfahrenen kamen viele Inhalte des Vortrags bereits bekannt vor, jedoch konnten wir trotzdem den ein oder anderen neuen Tipp mit nach Hause nehmen. So werden wir z.B. künftig mehr Emoticons in den Anzeigen testen und uns unter AdEspresso Inspirationen für Werbeanzeigen holen.

 

5. Google Shopping advanced

Wie der Titel schon vermuten lässt, stieg Reinhard Einwagner tief in die Optimierung von Google Shopping Kampagnen ein. Dabei demonstrierte er anhand von Produktbeispielen, wie man die Kampagnen sinnvoll aufteilen und die Produkte bis auf ID Ebene aufteilen sollte. Außerdem machte er noch einen kurzen Exkurs zu automatischem Bidmanagement.

 

6. Tod dem Campaign Manager

Farschid Eshaghmohammadi, selbsternannter „PPC-Detective“ teilte seine Erfahrungen mit uns, wie er ein AdWords Konto mit dem Ziel strukturierte, alles automatisiert laufen zu lassen. Dabei gab er den Anstoß für eine rege Diskussionsrunde. Auch wenn die Meinungen sich in dieser Session spalteten, war es durchaus interessant zu erfahren, wie viele Prozesse automatisiert werden könnten.

 

7. Yandex Advertising Basics

Ein großes Lob an unseren Kollegen Alex Ficker, der das Publikum in eine neue Suchmaschinen Welt entführt hat. Er gab dabei spannende Einblicke in die Entwicklung des russischen Markts und legte dar, wie dieser mithilfe der dort größten Suchmaschine „Yandex“ beworben werden kann. Anschauliche Beispiele zeigten die Parallelen und Unterschiede zu Google AdWords auf.

Danke für die Trophäe und die Nascherei
Danke für die Trophäe und die Nascherei

Fazit:

Wie auch in den Jahren zuvor gilt unser Dank dem tollen Organisationsteam des SEACamps, das spürbar mit ganzem Herzen bei der Sache ist. Auch das Hotel versorgte uns in den Pausen mit kulinarischen Köstlichkeiten und wir konnten den Networking Abend in entspannter Atmosphäre mit Freigetränken ausklingen lassen.

Buffet SEACamp

 

Einen weiteren Recap gibt’s hier: http://www.ironshark.de/recap-seacamp-2016/




PPC Masters 2016 in Berlin – Recap

Recap der PPC Masters 2016 in Berlin: Am 11. Februar 2016 fand die PPC Masters in Berlin, nur etwa 500 Meter vom Alexanderplatz entfernt, in der Spreegalerie statt. Mit ca. 350 Teilnehmern ist diese Veranstaltung eine der wichtigsten Konferenzen für alle, die im deutschsprachigen Raum mit Klicks handeln. Über News, Trends und Tricks berichten die Kollegen Nanina Windschiegl und Alexander Ficker.

 

Zentrale Aufgabe eines Recap ist es, die Inhalte der einzelnen Vorträge wertungsfrei aufzuarbeiten, trotzdem möchten wir an dieser Stelle dem Team der PPC Masters ein Kompliment für diese Veranstaltung aussprechen. Insbesondere die sehr interessanten internationalen Speaker und die Wahl der Location haben uns überzeugt. Die PPC Masters ist jedes Jahr ein fest gesetzter Termin bei den Kollegen aus den Bereichen SEA / PPC.

 

Das Programm war wie im Jahr zuvor in zwei Tracks unterteilt (Deutsch & Englisch), die parallel abliefen. Eine Übersicht des Programms finden Sie hier: http://ppcmasters.de/wp-content/uploads/2016/02/PPCM16-Programm.pdf

 

Zu den einzelnen Recaps:

 

 

20 AdWords Tricks in 40 Minuten (Carlo Siebert)

 

In diesem Vortrag teilte der Referent einen Auszug seines Erfahrungsschatzes mit den Zuhörern. Dabei ging er querbeet auf alle Bereiche, die mit Google AdWords abgedeckt werden können (Search, Shopping, GDN, etc.), ein.

 

  1. Qualitätsfaktor protokollieren: Mit Skripten lassen sich Qualitätsfaktoren aufzeichnen und deren Werte auf Tagesebene vergleichen.
  2. Geotargeting: Eine genaue Ausrichtung der Zielregion ist notwendig. Hierbei muss bspw. darauf geachtet werden, dass Suchanfragen in der Landessprache der Zielregion evtl. in anderen Ländern ausgeschlossen werden (Bsp. Englisch in UK und USA). Carlo Siebert rät von der Ausrichtung „Nutzer die sich für meine Zielregion interessieren“ ab.
  3. CPI = Conversions / Impression: Wenn KPIs wie CTR und Conversionrate nicht ausreichen um eine sinnvolle Optimierungsgrundlage zu erzielen, lohnt es sich oftmals auch die Konversionen pro Impression anzusehen.
  4. Displaynetzwerk: In diesem Trick geht es darum, die Daten wie Demographie, Placements oder Themen bestehender Remarketing-Kampagnen auszuwerten und diese als Ausrichtung für neue Display Kampagnen zu verwenden.
  5. Tools: Zur granulareren Analyse können Tools wie tenscores oder Wordstream eingesetzt werden.
  6. Interessante Orte (kommerzielle Zentren): In den USA lässt sich als Targeting-Option auch das Haushaltseinkommen sowie Flughäfen, Universitäten etc. auswählen. Diese Funktion soll wohl auch nach Europa kommen.
  7. Google Shopping Keywords: Er rät dazu, Datenfeeds für Shopping selbst mit wichtigen Keywords anzureichern, um eine bessere Auffindbarkeit zu erzielen.
  8. Gmail Sneaky: E-Mails von direkten Wettbewerbern können bei Displaywerbung im Gmail Konto getargeted werden. Als Placement muss einfach „mail.google.com“ angegeben werden.
  9. Ausrichtungsoptimierung: Im GDN kann als Test die konservative Ausrichtung eingestellt und anschließend über das Segment „Ausrichtungsmodus“ ausgewertet werden.
  10. Mini Bidmanagement: Ohne ein Bidmanagement wie bspw. intelliAd einzusetzen, kann auch über die Automatisierung im Google AdWords Konto über Regeln bspw. auf eine bestimmte, gut performende Position in der SERP geboten werden.
  11. Sinnlose (?) Anzeigen: Um mehr Aufmerksamkeit zu schaffen, können auch Anzeigen mit besonderen Inhalten erstellt werden. Das gezeigte Beispiel enthielt im Beschreibungstext nur die Jahreszahlen der Testsiege und ein „Ja“. Ziel dabei ist es gegenüber dem Wettbewerb besonders aufzufallen.
  12. „Mobile only“ Kampagnen: An sich lassen sich keine separaten mobilen Kampagnen erstellen, jedoch lässt sich das mit einem geringen Gebot und einer Gebotsanpassung für Mobilgeräte (bspw. +400 %) fast komplett steuern.
  13. Mobile nach Betriebssystem: Als Ausrichtungsoption lässt sich bspw. das Betriebssystem „iOS“ wählen, somit werden nur iPhone/iPad Nutzer mit Werbung bespielt -> diese sind oftmals kaufkräftiger.
  14. Noch besseres Remarketing (nach Browser und Bildschirmauflösung): Alle Faktoren, die gesammelt werden, können in der Analyse berücksichtigt werden. Auch der Browser und die Bildschirmgröße können hier aussagekräftig sein.
  15. RDSA – Dynamic Search Remarketing: Die Kombination von Remarketing-Listen mit Dynamic Search Ads kann noch weitere Potentiale bieten.
  16. YouTube Remarketing: Youtube Remarketing wird von den meisten Werbetreibenden noch nicht verwendet. Ein Test kann hier durchaus Mehrwert erzeugen.
  17. Partnernetzwerk: Viele scheuen sich davor, die Partnernetzwerke als Ausrichtung mit auszuwählen, da sie eine QF-Verschlechterung befürchten. Fakt ist jedoch, dass die Performance der Partnernetzwerke nicht in die QF-Berechnung mit einfließt.
  18. Adwords Nische: Carlo Siebert sieht Bing Ads als weitere sinnvolle Ergänzung zu AdWords Anzeigen, die unbedingt eingesetzt werden sollten.
  19. Echtzeit Updates: Durch die Kommunikation des aktuellen Lagerbestands oder anderer Live-Daten können Anzeigen für den Nutzer noch attraktiver gestaltet werden. Das kann durch einen Datenfeed in den Geschäftsdaten hinterlegt und dann über Variablen in den Anzeigen eingefügt werden.
  20. Anzeigen „Hack“: Hier wird empfohlen auf Wettbewerber Keywords in Verbindung mit „Kündigung“ oder „Erfahrung“ zu bieten, um die User abzuwerben.

Unique user behaviours across markets that need to be considered when doing international PPC (Mark Burns)

 

In diesem Vortrag zeigte Mark Burns auf, dass es im internationalen PPC-Marketing notwendig ist, sein „Mindset“ zu dezentralisieren.

 

Länderspezifische CPCs

 

 

Um diese Kernaussage zu unterstreichen, präsentierte der Referent mehrere Daten. Hier einige Beispiele:

 

  1. Ein Drittel der Nutzer in Großbritannien nutzt mehr als 5 Geräte um online einzukaufen.
  2. PPC in Deutschland wird allein dieses Jahr um 25 % wachsen.
  3. Im Schnitt wird in GB ein Klick weniger bis zum Kauf getätigt als in Deutschland.
  4. In DE beginnen viele Assist Actions im Display Netzwerk.
  5. Die Customer Journey sieht unterschiedliche Positionen des PPC Marketing im Kaufprozess der variierenden Nationalitäten vor (bspw. Erstkontakt oder letzter Kontakt).
  6. Die Suchphrasen unterscheiden sich je nach Land in ihrer Länge: In Spanien wird bspw. sehr generisch gesucht, in Deutschland und Portugal sind die Suchanfragen deutlich länger und detaillierter.
  7. In Afrika und Asien ist der Anteil an mobilem Traffic deutlich höher als in Europa.
  8. Die präferierte Zahlart unterscheidet sich ebenfalls je nach Land.
  9. Die weltweit am häufigsten verwendeten Sprachen in Search sind Englisch, Chinesisch, Spanisch, Arabisch und Portugiesisch.

 

Eine umfassende Recherche ist also im internationalen PPC Marketing Grundvoraussetzung für Erfolg.

 

 

Launch and advanced optimization of Google Shopping campaigns (Florian Marlin)

 

Der gebürtige Franzose, der inzwischen in GB arbeitet, zeigte in seiner Präsentation, wie man eine Google Shopping Kampagne aufsetzen und optimieren kann. Zentrale Inhalte dabei waren:

 

  1. Erstellung eines Google Merchant Centers
  2. Erstellung einer Google Shopping Kampagne
  3. Einsatz von Shopping-Extan
  4. Strukturierung einer Google Shopping Kampagne, beispielsweise mit Custom Labels
  5. Einsatz von CPC Geboten und Unterteilung von Produktgruppen nach Priorität
  6. Messung von Suchanfragen auf einzelne Keywords mit Hilfe von Google Analytics

 

 

Nach einem reichhaltigen Mittagsbuffet mit Currywurst, Salaten, Suppen und Thaicurry ging es frisch gestärkt in die Nachmittagsrunde.

 

 

Using alternative data sets to drive SEA success: Where advertisers can look to generate advanced insights (Ian Miller)

 

Zitat: „In God we trust, all other is Big Data!“

 

Mit dieser Aussage zum Start war klar, wo die Reise hingehen sollte. Ian Miller zeigte anhand von Beispielen, wie generierte Daten genutzt werden bzw. von alternativen Kanälen oder Webseiten aggregiert werden können. Hier ein paar Beispiele & Denkanstöße:

 

  1. Um herauszufinden, ob ein bestimmtes Nicht-Verbrauchs-Produkt wie eine Photokamera beliebt am Markt ist, kann ein kleiner Trick angewandt werden: Man geht zu Amazon, sucht dieses Produkt und hinterlegt als zu bestellende Menge 999 (maximale Menge). Das System wird dann zeigen, wie viele Artikel tatsächlich auf Lager sind und welche Menge erst im Nachhinein versendet werden kann. Anhand dieser generierten Zahl lässt sich dann das Marktpotential abschätzen, da davon auszugehen ist, dass besonders beliebte Produkte bei Amazon auch in großen Mengen auf Lager sind.
  2. Im Fall eines Hotels ist es sinnvoll, die soziodemographischen Daten der Besucher abzufragen, da hier Ableitungen für die Länder, in denen geworben wird und die Altersgruppe, die fokussiert werden soll, getroffen werden können.
  3. Bei der Bildung von Customer Audiences spielen soziodemographische Daten ebenso eine wichtige Rolle.
  4. Auch die Auswertung der Sprache, die im Browser eines Nutzers hinterlegt ist und der Vergleich, welche Sprache tatsächlich verwendet wurde, können weitere Potentiale aufzeigen. Beispiel: In Deutschland wird auch sehr häufig auf polnisch gesucht.
  5. Das Schlagwort „ROPO“ (Research Online Purchase Offline) durfte in diesem Vortrag ebenfalls nicht fehlen. Verkaufszahlen in Ladengeschäften und der Einfluss von Online-Werbemaßnahmen sollte getestet und berücksichtigt werden.

 

 

Drive App Downloads & App Engagement in Google Search (Matthias Fuchs, Zalando)

 

In diesem Vortrag wurden Best Practice Tipps sowie echte Zahlen zum Thema App Bewerbung vorgestellt.

Zunächst wurde auf die Herausforderung eingegangen:

  • App Install Ads werden 1/5 weniger geklickt als Mobile Text Ads
  • Apps werden größtenteils direkt im Playstore bzw. App Store gesucht

 

Danach wurden verschiedene Möglichkeiten aufgelistet, wie Apps beworben werden können.

 

  1. App extensions: Diese Erweiterung wird ähnlich wie ein Sitelink unter der Textanzeige dargestellt. Dies funktioniert sowohl bei Android als auch bei iOS.
  2. App install campaigns: Dabei handelt es sich um reine App-Anzeigen, die z.B. bei Keywords wie „Zalando App“ oder „Zalando“ sinnvoll sein können. Gut zu wissen ist auch, dass diese Anzeigen automatisch im Google Play Store erscheinen.
  3. Universal App campaigns: Hier haben wir es mit automatischen App Anzeigen innerhalb Google, App Store und Youtube zu tun. In bisherigen Tests hat es sich herausgestellt, dass die Anzeigen nahezu nur im Display Netzwerk erscheinen.
  4. App engagement campaigns: Diese Kampagnen-Art funktioniert nur für Android Geräte. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder setzt man eine Ad ein, die direkt in die App leitet oder man setzt unter der normalen Textanzeige einen Deeplink, der ebenfalls in die App leitet.

 

Als persönliches Fazit hat der Redner 3 Punkte festgelegt:

  • Man muss sichtbar sein auf Mobile
  • Man sollte sich fragen: was ist mir eine App Installation wert?
  • Es ist sinnvoll App Extensions in allen Kampagnen zu nutzen

 

 

Effective visits like a sir (Lukasz Zelezny)

Die korrekte Interpretation von Daten ist eines der zentralen Themen im Online Marketing. Lukasz Zelenzy legte anhand mehrerer Beispiele dar, dass nur die Traffic-Menge allein nicht ausschlaggebend ist. Selbst die Verringerung der Besucher kann sogar zielführend sein, wenn die Qualität der Nutzer steigt.

Insbesondere der SEO Traffic wurde unter Berücksichtigung der Bounce-Rate bewertet. Hierzu wurde die Formel Effective Visits = All Visits – (All Visits * Bounce Rate) aufgezeigt und erläutert.

 

 

Kampagnen besser bewerten und steuern mit Google Analytics und Tag Manager (Kerstin Müllejans)

 

Zum Einstieg wurde darauf eingegangen, dass es wichtig ist, vorab Ziele zu definieren und diese z.B. anhand der URL, eines Events, der Verweildauer, Seiten pro Sitzung oder mit intelligenten Zielvorhaben zu messen.

 

Konkrete Beispiele, die uns demonstriert wurden, waren das Anlegen eines Conversion Trichters im Checkout sowie das Messen der Scrolltiefe auf einer Seite.

 

Zum Schluss wurden noch 10 kurze Tipps mit auf den Weg gegeben:

 

  1. Sekundäre Dimension nutzen
  2. Segmente
  3. Eigene Segmente anlegen (E-Commerce Tracking)
  4. Analytics Remarketing-Listen nutzen (z.B. Städte)
  5. Multi-Channel Analysen
  6. …auch auf Kontoebene (Stichwort: vorbereitende Keywords berücksichtigen)
  7. Conversion-Pfade
  8. Benutzerdefinierte Berichte
  9. Ziel-URL pro Keyword auswerten
  10. Analytics Benachrichtigungen regelmäßig kontrollieren

 

 

Erfolgreicher Markenaufbau im Netz – Etablierung einer neuen Marke in der Suchmaschine Google (Andreas Duscher)

 

Andreas Duscher, Leiter Online Marketing von Cewe-Print, zeigte in seiner Präsentation chronologisch auf, wie der Markenaufbau bei cewe-print.de abgelaufen ist. Zentrale Aussagen dabei hier in einer kleinen Übersicht:

 

  1. Zum Unternehmen gehören drei Untermarken:
    1. Cewe Print
    2. Saxoprint
    3. Viaprinto
  2. Markeninteresse, Sichtbarkeit und Brand-Performance sollen sich im Optimalfall parallel entwickeln.
  3. Es muss sichergestellt sein, dass alle Werbekanäle immer die gleichen Informationen vorliegen haben, um alle Erkenntnisse auf die anderen Kanäle zu adaptieren. Beispiel: Die Verwendung der Marke im Anzeigentitel (Google AdWords) hat die Klickrate gesteigert, anschließend wurden auch die Seitentitel für die organischen Suchergebnisse übertragen.
  4. Konsistente Kommunikation der USPs über alle Kanäle. Diese müssen inhaltsgleich sein, die Formulierung kann jedoch variieren.
  5. Andere Suchmaschinen sollten berücksichtigt werden wie z.B. Bing.
  6. „Story Telling statt Hard Selling“

 

 

Better Bidding through “partial pooling” (Richard Fergie)

 

Richard Fergie optimiert seine Keywords mit dem Ansatz, nicht zu viel zu segmentieren, sondern lieber gleiche, bzw. zusammenpassende Suchanfragen zusammenzufassen und bei der Optimierung als ein Gesamtbild zu betrachten.

 

Dazu nimmt er sich eine eigens entwickelte Formel zur Hilfe, mit der man die erweiterte Conversion Rate berechnet:

 

X* (observed conv. rate) + (1-x) * (aggregate conv. Rate)

X geht von 1 – 0, wobei 1 viele Daten und 0 wenige Daten bedeutet.

 

Formeln

 

Wer sich genauer mit diesem Thema befassen möchte, hat unter folgender Seite die Möglichkeit das zu tun: http://www.eanalytica.com/

 

 

Instagram advertising – The power of being an early adopter (Ben Harper)

 

Über die Facebook Werbekampagnen kann auch auf Instagram Werbeanzeigen geschaltet werden. Ben Harper sieht hier für die meisten Werbetreibenden große Chancen aufgrund dreier Vorteile:

  1. Aktuell kaum Wettbewerb
  2. Geringe CPCs
  3. Hohe potentielle ROIs

 

Nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ ist Instagram ein hochwertiger Werbekanal.  Mit 32 Millionen Nutzern in den USA und bereits 5 Mio in GB wächst die erreichbare Zielgruppe stetig an, die sowohl mit Photo-, Video und Carousel-Ads bespielt werden kann.

 

 

Understanding and attributing the full value of mobile (Martin Loss)

Ziel der Präsentation des Google-Mitarbeiters war es aufzuzeigen, dass mobile Werbeanzeigen aktuell noch sehr vernachlässigt werden, obwohl hier großer Nutzen gestiftet wird. Dies veranschaulichte er beispielhaft, indem er eine Tüte quer durch das Publikum zu sich reichen ließ, jedoch die darin enthaltenen Süßigkeiten der letzten Person schenkte. Dies sollte aufzeigen, dass in der Customer Journey nicht nur der letzte Kontakt gemessen werden sollte, sondern durch Cross-Device-Tracking nach Möglichkeit alle Kontaktpunkte berücksichtigt werden sollten.

 

Daten, die zur Untermauerung präsentiert wurden:

  1. Wenn man den mobilen Traffic analysiert, wird man feststellen, dass oftmals der Checkout begonnen, jedoch vor dem letzten Schritt abgebrochen wird. Loss erklärte das damit, dass viele Nutzer an diesem Punkt alle wichtigen Informationen vorliegen haben und dann später zuhause mit einem Desktop-PC oder einem Tablet den Kauf tätigen.
  2. Wenn man im Google AdWords Konto die Cross-Device Conversions aktiviert, schafft es Google mit einer ca. 90%igen Sicherheit, alle Conversions zu messen. Wenn also beispielswese 10 Conversions angezeigt werden, kann mit Sicherheit gesagt werden, dass zwischen 9 und 11 Abschlüsse tatsächlich erfolgt sind.

 

 

Really intelligent Remarketing (Steen Rasmussen, Mads Bøgh)

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten der Däne Mads Bøgh und sein Kollege Steen Rasmussen mit einer Präsentation über verschiedene Remarketing Strategien. So stiegen sie mit der provokanten Betitelung zu vieler Remarketing Werbeeinblendungen als „Zalando Effekt“ ein.

 

Es folgte der Vergleich von Remarketing Strategien mit einem Fußballspiel, wobei die verschiedenen Spielerpositionen die verschiedenen Kanäle wie Display, Facebook, YouTube oder Remarketing symbolisieren sollten. Ziel war es darzustellen, dass die vielen verschiedenen Kanäle zu Teamplayern gemacht werden müssen.

 

 

 

Die PPC-Masters 2016 war für uns xpose360-Besucher eine sehr gelungene Veranstaltung und unser Team freut sich schon darauf, auch im kommenden Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

 

 

Weitere Recaps:

  1. http://www.ironshark.de/recap-ppc-masters-2016/
  2. http://www.projecter.de/blog/sem/recap-ppc-masters-2016.html
  3. http://klickkomplizen.de/blog/online-marketing/recap-ppc-masters-2016/

 

 




SEACamp in Jena – 16.04.2015

 

„Ein Muss für alle SEAs“

 

Dank unserer gemütlichen Anreise am Vorabend inkl. geselligem Fußballschauen an der Hotelbar, mit Gratis-Snacks und Getränken sponsored by Marin, konnten wir am nächsten Morgen ausgeschlafen der Sessionplanung folgen. Die Veranstaltung fand, wie auch die Jahre zuvor, im schicken Steigenberger Esplanade statt, welches vor allem in den Pausen mit leckeren Buffets überzeugen konnte, bei denen kein Essenswunsch offen blieb.

Blick auf die Hotelbar
Blick auf die Hotelbar

 

Nach der Sessionplanung hatten wir die Qual der Wahl. Da immer vier Slots parallel stattfanden, konnten wir max. jeweils zwei davon besuchen.

Zahlreiche Session-Angebote
Zahlreiche Session-Angebote

Wir entschieden uns zunächst für „RLSA skalieren mit Kampagnen-Syncs“ und „Aktuelles zu SEA und Recht“. Peter Hense von Spirit Legal LLP aus Leipzig nahm in seiner Session zum Thema Recht gleich am Morgen Allen ein wenig den Spaß. Nicht, weil sein Vortrag nicht gut gewesen wäre, sondern weil er gezeigt hat, dass viele von SEA Experten angewandten Techniken, um die Klickraten von Anzeigen zu steigern, rechtlich nicht in Ordnung sind. So ist beispielsweise die Verwendung von großen prozentualen Rabattangaben in den meisten Fällen sehr bedenklich. Aus Sicht des Anwaltes ist es hier egal, ob Phrasen wie „bis zu…“ o.ä. verwendet werden. Er wies außerdem darauf hin, dass es teils (z.B. auf web.de) nicht mehr klar erkennbar ist, wann es sich um ein organisches Suchergebnis und wann um bezahlte Werbung handelt. Hier bleibt es weiter spannend, wie die Gerichte über die ersten Fälle entscheiden werden.

Anschließend ging es weiter mit „Mobile Marketing mit Adwords“. Eckart Backofen vermittelte die Dringlichkeit gut aufgesetzter Mobile Kampagnen, ging kurz auf Basics wie die Erstellung solcher Kampagnen ein und gab Tipps zu Gebotsanpassungen für Standorte, Geräte, Werbezeiten uvm. Außerdem ergaben sich interessante Diskussionen, wie z.B. zu der Herausforderung, dass eine „Mobile only“ Kampagne derzeit nicht auswählbar ist.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause folgte für uns die Session „Attribution in AdWords – Mythos und Realität“. Der Vortrag von Timo Wöhrl stand unter dem Motto „Mehr Daten, weniger Emotionen“. Es war interessant zu sehen, wie andere Agenturen mit der Bewertung von Last-Click Keywords und Assist Sales umgehen. Timo Wöhrls Handlungsempfehlung, sich auf Last-Click Keywords zu konzentrieren, sollte unserer Meinung nach jedoch nicht einfach für jeden Kunden übertragen werden, da es durchaus Branchen gibt, die komplexere Attributionsmodelle verlangen. Beispielsweise stellen sich lt. einigen Teilnehmern die Daten im Tourismus-Bereich deutlich anders dar.

 

Vortrag im größten der vier Säle
Vortrag im größten der vier Säle

 

Im darauffolgenden Vortrag „Einzelne Worte in Suchanfragen auswerten“ nahmen wir leider nicht die erhofften Tipps mit, sondern mussten einer komplizierten Herangehensweise folgen, in der alle Suchanfragen in einzelne Wörter aufgeteilt werden. Leider konnte uns auch die Session zum Thema „Excel ist dein Freund“ nicht so recht überzeugen. Die Erkenntnisse werden wir voraussichtlich nicht in unseren Alltag adaptieren können.

Eine kurze Kaffeepause später folgte „Wer ohne Zahlen optimiert verliert, wer nur nach Zahlen optimiert auch“. Diese Session von Mitveranstalter Thomas Grübel (Geschäftsführer InBiz) war sowohl interessant als auch unterhaltsam. Als zentrales Thema ging es um die Genauigkeit von Cookies im zeitlichen Verlauf & alternative Lösungen wie z.B. „Evercookie“, „Fingerprinttracking“ und „Formulartracking“. Diese Trackingmethoden sind laut Thomas Recherchen deutlich valider, jedoch sollten Datenschutzfanatiker eher Ihre Finger davon lassen ;-).
Diese Inhalte gepaart mit kleinen Anekdoten wie „Frau Merkel fühlt sich mittlerweile verfolgt von Werbung“ waren eine gelungene Mischung, die im Gesamten diese Session prägte.

Parallel fand der Slot „Wege aus dem Fehlschaltungs-Chaos“ statt. Es wurden zunächst verschiedene Fehlschaltungsvorkommen aufgezählt wie anzeigenübergreifende Fehlschaltungen oder Auslieferung der Suchanfragen auf falsche Matchtypes. Auch Shopping wurde kurz angerissen. Daraus ergab sich eine rege Diskussion, in der es viele unterschiedliche, interessante Meinungen und Erfahrungsberichte gab.

Zum Schluss nahmen wir am sehr gut besuchten Experten Panel teil, in dem uns bekannte Gesichter der Branche mit Ihren Sichtweisen zur Entwicklung des Suchmaschinenmarketings gut unterhalten konnten.

Ab 18.45h durfte dann zu guter Musik, leckerem Abendbuffet und kühlen Getränken gefeiert und Networking betrieben werden. (TT)

 

Fazit: Wir bedanken uns bei den Veranstaltern für den gelungenen Tag und freuen uns im kommenden Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Wir erhoffen uns dann, den ein oder anderen zusätzlichen „AHA“-Moment mitnehmen bzw. dazu beitragen zu können.

 

 

Liebe Grüße,

Alex & Nanina

 

Weitere Recaps:
Projector: Recap zum SEACamp 2015 in Jena
lunapark: SEAcamp 2015 – Recap
clicks: SEAcamp 2015 Recap

 




Yandex-Expert-Kurs

In einer dreitägigen Veranstaltung vom 17. – 19.03.2015 fand vergangenen Woche im Hotel Excelsior, gleich beim Münchner Hauptbahnhof, der Yandex Expert Kurs statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, tiefe Einblicke in die russische Suchmaschine zu erhalten.
Der Kurs wurde durch das Team der Webcertain Group aus Großbritannien, beauftragt durch Yandex, geleitet.

 

Themen Tag 1:

–    Einleitung & Begrüßung
–    Die Geschichte von Yandex & Überblick der Produkte
–    Die Märkte von Yandex im Überblick & weltweiten Vergleich
–    Google AdWords vs. Yandex.Direct
–    10 Schritte zur Erstellung einer Kampagne in Yandex
–    Einführung in „Yandex Languages“
–    Keyword-Recherche auf Yandex

Zusammenfassung Tag 1:
Von der Gründung von Yandex durch Arkadi Wolosch und Ilja Segalowitsch bis hin zu heutigen Mitarbeiter- & Nutzerzahlen wurden zunächst einige historische Daten aufgeführt um das Wissen über den aktuellen Stellenwert von Yandex weltweit zu schärfen. Anschließend wurde auf die Yandex-Märkte , wie z.B. Russland, Ukraine, Weißrussland oder auch die Türkei, näher eingegangen und ein Vergleich zwischen den beiden Werbemöglichkeiten Google AdWords und Yandex Direct gezogen. Besonders auffällig war hierbei zu sehen, dass die ganze Suchlogik für die russische Sprache etwas anders definiert werden muss als z.B. für die deutsche oder englische Sprache. Der Satzbau und die Wortformen erfordern im Vergleich zu einer Sprache, die auf dem Lateinischen basiert, deutlich umfassendere Betrachtung, da einzelne Buchstaben bereits den Sinn der suche deutlich beeinflussen können.
Am Nachmittag des Tages hat wurde gezeigt, wie man mit Hilfe der Tools „Wordstat“ und „Yandex.Direct“ einen Keywordresearch durchführt & eine Kampagne aufsetzt. Hierfür wurden bereits im Vorfeld für alle Teilnehmer Konten angelegt (Daumen hoch!)

 

Themen Tag 2:yandex_eng_logo-240

–    Den russischen Kunden richtig bewerben
–    Yandex Keywordoptionen
–    Regeln zur Anzeigenerstellung in Yandex
–    Hilfreiche Tools
–    Yandex Upload (Excel)
–    Regeln zu Keywordgeboten
–    Gebtosstrategien

Zusammenfassung Tag 2:
Am zweiten Tag hat die Veranstaltung einen deutlich stärkeren PPC Charakter bekommen. Es wurden Themen behandelt, wie Anzeigen auf bestimmte Nutzergruppen ausgesteuert werden können, Keywords in Verbindung mit entsprechenden Matchtypes hinterlegt werden können & Kampagnen / Anzeigengruppen / Anzeigen / Keywords unter Berücksichtigung der Regeln und Zuhilfenahme unterschiedlicher Tools erstellt werden können. Auch hier hat sich wieder der Unterschied der lateinischen zur russischen Sprache gezeigt. Das hat zur Folge, dass Kampagnen aus Google AdWords nicht einfach in Yandex.Direct importiert werden können, da viele Keywordoptionen zwar rein optisch denen von Google entsprechen, diese aber in keiner Form die gleiche Wirkung haben. Ein Beispiel: Der Operator +Keyword besagt bei Google AdWords, dass dieses Keyword in der Suche enthalten sein muss. Bei Yandex.Direct bewirkt dieses Zeichen, dass Präpositionen, Konjunktionen und Pronomen berücksichtigt werden. Auf alle anderen Worte hat das + keinen Einfluss. Das ist besonders im Reisebereiche von Bedeutung, da es eine gewaltigen Unterschied macht, ob jemand nach „Flüge von Moskau“ oder „Flüge nach Moskau“ sucht. Solche sogenannten „stop words“ werden durch den Suchalgorithmus von Yandex im Normalfall vernachlässigt.

 

Themen Tag 3:

–    Das Suchnetzwerk im Vergleich zum Content Network
–    Retargeting
–    Reporting-Optionen
–    Display Advertising
–    Yandex Metrica
–    Zusammenfassung für den Test
–    Yandex Expert Test
–    Yandex Commander
–    Best Practice Tips

Zusammenfassung Tag 3:
Ebenso, wie bei Google AdWords, gibt es auch bei Yandex mehrere Netzwerke die beworben werden können. Hierbei ist zu beachten, dass im Display Netzwerk nur ein CPM / TKP Gebot möglich ist und es für viele Werbemöglichkeiten ein Mindestbudget gibt. Sehr interessant war auch die Vorstellung von Yandex Metrica – das Pendant zu Google Analytics – ist zwar zum einen zwingend notwendig um Conversions zu tracken, andererseits bietet es aber auch Analysemöglichkeiten, die mit Google Analytics nicht möglich sind. In der Zusammenfassung für den Test wurden alle relevanten Themen der vergangenen Tage noch einmal besprochen und beispielhafte Fragen gestellt. Im Anschluss haben dann alle Teilnehmer den Online-Test am eigenen Laptop begonnen.

 

Dinge, die ich persönlich zuvor nicht gedacht hätte:
1.    Russland hat 11 Zeitzonen, das muss bei der zeitlichen Ausrichtung der Kampagnen berücksichtigt werden, da innerhalb des geamten Landes gleichzeitig Morgens und Abends sein kann.
2.    Um Teil des Content Netzwerkes zu werden muss eine Seite täglich mindestens 3000 einzigartige Besucher haben.
3.    Es ist möglich auch Bannerwerbung innerhalb der SERP zu schalten.

 

 

Fazit:
Das Team der Webcertain Group war überaus freundlich und hat alle Teilnehmer sehr gut auf die Zertifizierung vorbereitet. Die Inhalte der Veranstaltung waren sehr lehrreich und haben einen guten Einblick in den Märkten, in denen Yandex verwendet wird, gewährt. Das Hotel war eine gute Wahl und die Verpflegung ausgezeichnet.
Am Ende des Events hat sich wieder deutsche Gründlichkeit und Effizienz gezeigt. Im Normalfall bestehen ca. 60% aller Teilnehmer auf den ersten Versuch, vergangene Woche konnten alle Teilnehmer bestehen und können sich jetzt, ohne den Test wiederholen zu müssen, die kommenden 5 Jahre „Yandex Expert“ nennen.

Yandex-Expert-Test-Muenchen

Auch wenn man bisher noch nicht mit Yandex.Direct gearbeitet hat, ist dieser Kurs für jeden PPC-Interessierten zu empfehlen, da hier die Denkweise über potentielle neue Märkte geschärft wird.

Wichtig ist zu beachten, dass man der englischen Sprachte mächtig sein sollte, da die Vorträge, die Folien, die Nutzeroberfläche & der Test noch nicht auf Deutsch verfügbar sind.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei Dominik Johnson (Director Key Account Development bei Yandex) dafür bedanken, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, an dem Kurs und der Zertifizierung teilzunehmen.
Außerdem möchte ich mich auch beim Team der Webceratin Group, insbesondere bei Justyna Wilner, für die tolle Schulung herzlich bedanken.

Bei Fragen zu diesem Kurs könnt ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen, oder mir direkt eine E-Mail schreiben.