Facebook Ads Camp 2017 (Köln) – Recap

Am Freitag, den 5. Mai besuchten wir das erste Facebook Ads Camp Deutschlands. Die Veranstaltung fand in Köln in zentraler Lage, im Hilton Hotel, 5 Gehminuten zum Hauptbahnhof entfernt statt. Insgesamt war das Event sehr gut organisiert und man war den ganzen Tag über mit ausreichend Essen, Getränken und Smoothies versorgt. Schon das Aufschlagen des Programms lies auf einen spannenden Tag hoffen:

Die Veranstaltung wurde komplett auf Video aufgezeichnet. Den Link dazu reichen wir auf jeden Fall nach, sobald das Video verfügbar ist. Hier nun die einzelnen Vorträge kurz zusammengefasst:

1. Keynote von Thomas Hutter

Zum Einstieg wurden wir von Thomas Hutter, dem Betreiber des Social Media Blogs „thomashutter.com“ mit einer interessanten Keynote begrüßt. Er führte uns durch die Entstehungsgeschichte von Facebook und den verschiedenen Werbeformaten, die kamen und teilweise wieder verschwanden, bis wir im Jahr 2017 angekommen waren.

 

2. Performance Marketing auf Facebook & Instagram von Florian Litterst

Der Inhaber von adsventure.de brachte uns 5 Tipps für ein erfolgreiches Facebook Marketing mit:

Tipp 1: Facebook Partnerkategorien nutzen. Damit können demografische Informationen, die Facebook Marketingpartner offline gesammelt haben, für das Targeting genutzt werden. Florian empfiehlt vor allem den Partner „Acxiom“. Bei ihm muss man einmalig die Werbe-ID des Facebook Kontos freischalten lassen, um die Daten nutzen zu können. Wichtig: Facebook reduziert die Gebote der Auktion automatisch um ca. 15% um Acxiom einen Kickback von 15% auszuzahlen.

Tipp 2: Schalte Lookalike Audiences von Kundendaten auf Autopilot und verwende nur hochwertige Kundendaten. Mit hochwertigen Kundendaten meint er, dass man anstelle von „Allen Seitenbesuchern“ lieber eine Lookalike Audience z.B. nur aus den Käufern erstellen soll, da diese Zielgruppe deutlich relevanter ist.  Geht man noch tiefer und erstellt Lookalike Audiences aus CRM Daten, sind diese sehr statisch und werden nicht autom. von Facebook aktualisiert. Um sich diesen manuellen Aufwand zu sparen, empfiehlt er das Tool „LeadsBridge“.

Tipp 3: Kampagnen richtig skalieren. Er rät davon ab, die Kampagne immer nur zu skalieren indem man wie wild die Budgets erhöht oder lauter neue Zielgruppen ergänzt. Er arbeitet mit der 25-3-Regel, die besagt, das Budget max. um 25% zu erhöhen und dann 3 Tage zu warten, um dem Facebook Algorithmus Zeit zu lassen, sich auf das neue Niveau einzupendeln.

Tipp 4: Tune deine dynamic Ads. Mit dynamic Ads werden Usern, die sich bereits bestimmte Produkte einer Website angesehen haben, oder diese in den Warenkorb gelegt haben, auf Facebook mit benutzerdefinierten Bildanzeigen wieder angesprochen. Florian ist sehr begeistern von diesem Werbeformat und empfiehlt es auf jeden Fall zu nutzen, wenn es das Thema der Website zulässt. Seine Tipps kurz zusammengefasst: Unterschiedliche Retargeting Zeiträume testen, Aufsplittung der Zielgruppen nach Placements, Bidding je nach Zielgruppengröße, WiFi-Only bei Mobilgeräten testen, unterschiedliche Ad Templates testen.

Tipp 5: Custom Audiences für allgemeines Retargeting besser aufsplitten. Natürlich sollte man seine Retargeting Anzeigen nicht nur auf „Alle Besucher“ ausrichten, sondern sich im Trichter tiefer arbeiten und auch „Kaufabbrecher“ oder „User die mind. 5 Min. auf der Seite waren“ gezielt ansprechen.

3. Mein Zaubertopf – Case Study von Jakob Strehlow

Jakob, der bei Falke Media arbeitet, hat uns mit einem interessanten Case demonstriert, dass es möglich ist, ein Printmagazin via Facebook zum Verkaufsschlager zu machen. Konkret ging es um das Thermomix Rezepteheft „Mein Zaubertopf“, welches durch gezielte Maßnahmen auf Facebook bereits vor dem Verkaufsstart zahlreich abonniert wurde. So wurden die User z.B. durch Posten des Inhaltsverzeichnisses neugierig gemacht und durch ein kostenloses Bierbrau E-Book zahlreiche Leads gesammelt.

4. Facebook Data Mining von Alexander Peiniger

Der CEO von quintly, einem Media Analyse Tool, hat uns einige Ergebnisse seiner Studien präsentiert. So hat er z.B. ausgewertet, wie viele der Posts auf Facebook gesponsert und wie viele organisch sind. Insgesamt wurden ca. 13% aller Posts mit Geld beworben. Sehr interessant war auch die mitgebrachte Infografik über die Nutzung der verschiedenen Sozialen Netzwerke ab 2011:

5. Panel Diskussion zum Thema Organic vs Paid mit Benedikt Böckenförde & David Schneider

In diesem sehr unterhaltsamen Panel trafen zwei sehr unterschiedliche Herangehensweisen zum Ansprechen gleicher Zielgruppen aufeinander. So bekommt Benedikt Böckenförde, Macher von Visual Statements hauptsächlich organischen Traffic auf die Posts seiner verschiedenen Sprüche-Seiten. (Die erfolgreichsten Sprüche werden anschließend auf Postkarten, Tassen usw. gedruckt.) David Schneider, Teespring Platinum Seller hingegen, erkauft sich in kurzer Zeit viele Likes und Conversions auf seine mit Sprüchen bedruckten Shirts.

Quelle: Visualstatements.net

6. Faebook Local Business von Lars Ofterdinger

Anhand eines Cases zeigte uns Lars seine Herangehensweise, Einzelhändler mit sehr vielen Standorten lokal zu bewerben. So setzt er z.B. lieber viele kleine Pins um einen Umkreis auszuwählen, statt einen mit vielen Kilometern Reichweite, da er davon überzeugt ist, dass Leute im Dorf oder bestimmten Regionen anders angesprochen werden sollten als z.B. Menschen in einer Großstadt. Um sich die Arbeit bei der Anzeigenerstellung zu erleichtern, arbeitet er außerdem mit Variablen für Textfelder, mit denen er autom. verschiedene Städtenamen einfügt.

7. Katz und Maus mit Facebook von Tim Schumacher

Tim Schumacher, der sich selbst zu der Anti-Facebook Fraktion zählt, gab uns einen spannenden Einblick in die Funktionsweise und Entstehung des des Adblockers „AdBlockPlus“. Zudem konnte er über Kämpfe zwischen Facebook und dem Adblocker, die bis heute anhalten, ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Außerdem überraschte er vor allem mit der Aussage, dass wir mehr als die Hälfte unseres Datenvolumens für die Werbung auf einer Seite verschwenden, als für den eigentlichen Inhalt.

8. Panel Diskussion zum Thema Facebook Pixel

In diesem Panel trafen der IT-Rechtsanwalt Niklas Plutte, Social Media Manager bei Sixt, Christoph Assmann und CEO Thomas Thaler von Thaler Enterprises aufeinander. In dieser interessanten Runde wurde viel diskutiert und auch über etwas weniger legale Möglichkeiten, an Daten ranzukommen berichtet. Das Fazit des Anwalts war, dass es keine Lösung gibt, mit der man zu 100% auf der rechtlich sicheren Seite ist, man jedoch versuchen sollte, so korrekt wie möglich vorzugehen, also eine saubere Datenschutzerklärung zu erstellen sowie immer die Einwilligung zur Verwendung der E-Mail Adresse einzuholen.

 

9. Full Funnel Marketing auf Facebook von Ewelina Yildiz

Schön war, dass es auch einen Vortrag direkt aus dem Hause Facebook gab. Ewelina ging zum Einstieg auf die Customer Journey innerhalb Facebooks ein. Dass dieses Thema immer wichtiger wird, sieht man auch in der neu aufbereiteten Kampagnenziel-Auswahl im Werbeanzeigenmanager. Die Ziele sind nun nach den verschiedenen Schritten im Customer Journey Funnel unterteilt:

 

Außerdem stellte sie noch einen interessanten Case vor, wie das Modeversandhaus Bonprix, mit Hilfe von A/B-Tests einen deutlichen Conversionlift erreichen konnte. Konkret wurden drei verschiedene Strategien gegeneinander getestet:

A: Kontrollgruppe ohne bezahlte Ads

B: Bezahlte Ads, ohne Brand

C: Branding Ads und anschließend Performance Ads.

Im Fall von Bonprix stelle sich die Variante C als die erfolgreichste heraus.

10. B2B Lead Ads without sucking von Ali Saffari

Der Director Sales & Marketing bei Trusted Shops zeigte, wie sie es schafften, innerhalb von 3 Monaten einen beeindruckenden Anstieg der Leads über den Facebook Kanal zu erreichen. Dabei gab er uns 5 hilfreiche Tipps mit auf den Weg:

Tipp 1: Testen, testen, testen…. Kleine Änderungen im Text, das Einfügen von Emojis oder die Verwendung eines anderen Fotos können die Conversionrate oft enorm steigern. Wichtig ist nur, eines nach dem anderen zu testen und nicht 10 Dinge gleichzeitig, da die Vergleichbarkeit dann verloren geht.

Tipp 2: Cleveres Remarketing nutzen. Also tiefer gehen also nur auf „Alle Besucher“ auszurichten, sondern auch z.B. die Warenkorbabbrecher gezielt erreichen.

Tipp 3: Nurturing: In kleinen Schritten an immer mehr Nutzerdaten herantasten. Kleine Formulare in denen wenig ausgefüllt werden muss, werden in der Regel viel häufiger abgeschickt.

Tipp 4: Schnell sein und Hand in Hand mit dem Vertriebsteam arbeiten.

Tipp 5: Custom Audiences immer weiter ausbauen

 

11. How to build a growth engine with Facebook Ads von Massimo Chieruzzi

Für den englischen Vortrag des „Adespresso“ Gründers hat es sich gelohnt, auch dem letzten Vortrag noch konzentriert zu lauschen. Da Adespresso auch einen gleichnamigen Blog betreibt, gab es spannende Tipps von Massimo, was einen erfolgreichen Artikel ausmacht:

  • Appetizer: Lieber einen richtig guten Blogartikel im Monat schreiben, der 10 Std. gedauert hat und hochwertig ist als täglich über Unwichtiges zu berichten.
  • Appealing titles: Über einen guten Titel, der zum Klicken anregt, darf man ruhig eine Stunde nachdenken.
  • Create a recognizable: Wiedererkennungswert steigert die Klickrate. AdEspresso verwendet z.B. ein Comic-Maskottchen, das auf jedem Blogbeitrag wieder zu finden ist.

Quelle: AdEspresso Facebook Page

 

Fazit: Nach der abschließenden Q&A Panelrunde ging es müde aber glücklich und vollgepackt mit neuem Input zurück nach Augsburg. Für uns als Teilnehmer des ersten Facebook Ads Camp in Köln war die Veranstaltung ein voller Erfolg und wir haben große Lust, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein.




Facebook Ads Camp 2017

Deutschlands erste Facebook Advertising Konferenz startet in Köln

– Interview mit Jan Stranghöner und Ben Küstner –

 

Werbung auf Facebook und Instagram boomt! Die sozialen Netzwerke sind Treiber der Digitalisierung und stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen – sei es Startup oder Konzern. Online Marketing wird von den neuen Werbeformen dominiert. Schnelllebig und datenbasiert können Zielgruppen exakt bestimmt werden. Wer aber behält noch Überblick darüber, was alles möglich ist?

Das Facebook Ads Camp hilft diese Wissenslücken zu schließen. Deutschlands erste Konferenz für Werbung auf Facebook und Instagram gibt am 05. Mai 2017 einen Status-Quo-Überblick.

Die Social Marketing Nerds, das sind Jan Stranghöner und Ben Küstner, planen die Konferenz. Mit zwölf Speakern werden Themen zu optimaler Werbeaussteuerung einen Tag lang in Keynotes und Panels behandelt.

Wer schnell ist, kann sich noch bis zum 31. März ein Early Bird Ticket sichern und damit 30% vom regulären Preis sparen.

Im Interviews erklären Jan Stranghöner und Ben Küstner die Erwartungen an das Camp, die Wichtigkeit am FB-Ads-Ball zu bleiben und warum Unternehmen Instagram im Fokus behalten müssen.

 

Werbung auf Facebook boomt, aber woran liegt es, dass viele Unternehmen noch Scheu davor haben, auf dem Kanal Geld auszugeben?

Bis heute sind Facebook Anzeigen in der breiten Masse als Werbekanal, der sich nicht rechnet, verrucht. Diese Meinung ändert sich gerade. Mehr und mehr Firmen schaffen es gewinnbringende, Facebook Anzeigen zu schalten und einen positiven Return of Invest mit ihren Kampagnen zu generieren. Gründe dafür sind Updates der jüngeren Jahre, wie beispielsweise native Anzeigen direkt im Newsfeed, die von vielen Nutzern gar nicht als solche wahrgenommen werden.

Darüber hinaus hat inzwischen wirklich “jeder und seine Mutter” einen Facebook Account. Über ein Viertel aller Deutschen nutzen Facebook täglich. Davon über ca. 80% primär auf dem Handy. Der Newsstream ersetzt für viele Menschen Zeitung oder TV. Hier kann man als Werbetreibender so effizient wie noch nie in kurzer Zeit Zielgruppen erreichen. Die Herausforderung ist jedoch, die erreichten Menschen mit der Anzeige aus ihrem freizeitlichen Umfeld innerhalb von Facebook zu einem Kauf oder einer konkreten Handlung zu bewegen. Es hat sich hierfür noch kein Schema F durchgesetzt. Jede Firma muss ihren eigenen Weg finden und im Zweifel auch bis heute viel Geld für den Lernprozess ausgeben.

 

Was habt ihr auf der Konferenz geplant?

Wir sind selber schon auf einigen Konferenzen und Barcamps unterwegs gewesen – sowohl als Speaker als auch als Besucher. Wir haben uns für unsere erste eigene Konferenz die Aufgabe gesetzt, dass wir die absoluten Institutionen der Szene an einen Ort holen, aber auch Leute da haben, die bis jetzt komplett unter dem Radar waren. Gerade diese Auswahl an unterschiedlichen Speakern wird das FB Ads Camp zu einer besonderen Veranstaltung machen.

 

 

Rattern Speaker vorgefertigte Präsentationen runter oder dürfen wir uns einen dynamischen Tag erwarten?

Es werden Case Studies vorgestellt und Teilnehmer haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Zusätzlich haben wir Moderatoren, die selber Teil der Branche sind und auch die Speaker mit praxisnahen Fragen konfrontieren werden.

Die Highlights werden Panels sein, in denen unterschiedliche Standpunkte vertreten werden. Es wird beispielsweise ein Panel mit dem Schwerpunkt E-Commerce Strategie geben. Dazu haben wir mit Benedikt Böckenförde und David Schneider zwei Unternehmer, die mit dem gleichen Produkt, der gleichen Zielgruppe und dem gleichen Kanal zwei komplett unterschiedliche Strategien fahren, um den Abverkauf ihrer Produkte zu fördern.

 

Gibt es Themen, die im Vordergrund stehen?

Je nach Geschäftsmodell und Marketing-Zielen müssen Werbetreibende bei Facebook völlig andere Ansätze verfolgen. Deshalb haben wir ein breites Spektrum an erfahrenen Speakern aus verschiedensten Bereichen organisiert. Von B2C bis B2B, von E-Commerce bis Filialist, von Inhouse bis Affiliate, von technischen bis zu rechtlichen Aspekten ist alles dabei. Alle Speaker beleuchten das Thema Facebook Advertising aus ihrem jeweiligen Berufsalltag.

 

Auf welche Trends müssen wir uns 2017 einstellen?

Es ist schwierig, hier eine Vorhersage zu geben. Denn kaum eine Werbe-Plattform befindet sich aktuell so stark im Wandel wie Facebook. Auch in diesem Jahr werden es bahnbrechende Updates geben, die vieles in den Schatten stellen. Sicher ist: Mehr Advertiser werden mehr Geld in den Kanal pumpen. Der Markt ist noch lange nicht gesättigt. Der Wettkampf um die Views der Facebook User wird in 2017 stärker und kann damit für viele Werbetreibende nur teurer werden. Anfang April findet Facebooks jährliche Konferenz statt. Zwei Tage lang präsentiert das Unternehmen auf der F8 Conference, was aktuell entwickelt wird. Die gesamte Veranstaltung wird gestreamt. Ein Pflichttermin für alle, die sich mit den Entwicklungen von Facebook nachhaltig beschäftigen wollen.

 

Gibt es Werbeformate auf Facebook, die empfehlenswerter sind als andere?

Facebook bietet für so gut wie jedes Marketingziel eine individuelle Lösung. Auf der Seite www.facebook.com/business/ads-guide bietet Facebook eine gute Übersicht der einzelnen Werbeformate und Ziele. In der Regel ist es zu empfehlen, mit dem von Facebook für das jeweilige Ziel vorgeschlagenen Werbeformat zu starten. Am Ende kann es jedoch häufig sein, dass ein anderes Format besser funktioniert, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Dies findet man jedoch nur durch Testing mit den eigenen Produkten heraus. Ein paar spannende Test Cases stehen bei uns am 05.05. zum ersten Mal auf der Bühne.

 

Wie schätzt ihr das Potential von Anzeigen auf Instagram ein, die man mittlerweile auf Facebook schalten kann?

Instagram Ads werden immer effizienter und sind bereits jetzt ein starker Bestandteil unseres Agentur Alltags. Florian Litterst ist Autor des Instagram Advertising Guides bei den Online Marketing Rockstars und steht am 05.05. auch auf der Bühne. Das vollumfängliche Potential von Instagram Ads können aktuell nur die wenigsten Firmen ausschöpfen, da es oft an kreativität und Mut mangelt, die Werbung und Werbebotschaft so aufzubereiten, dass sie in einem Kanal wie Instagram nicht direkt als Fremdkörper wahrgenommen wird.




Ausländische Likes bei gesponserten Facebook Posts vermeiden!

Welcher Facebook-Seiten-Besitzer kennt das Problem nicht? Schnell einen Post mit etwas Geld beworben und schon hat man hunderte Likes ausländischer Profile, vermehrt aus dem arabischen Raum. So mancher ist schon daran verzweifelt und traut sich keine Posts mehr zu bewerben.

Wir haben hilfreiche Tipps für dich, wie du solche „Fake-Likes“ stark reduzieren bis komplett vermeiden kannst.

Ergänzung Mai, 2017:

Zusätzlich zu den unten genannten Tipps, haben wir nun eine weitere Lösung, die wir bisher als die erfolgreichste Variante sehen, ausländische Likes zu verhindern. Natürlich muss diese in Kombiantion mit unseren älteren Tipps angewendet werden:

Eine weitere, sehr hilfreiche Möglichkeit ist das Ausschließen von „Expats“. Dadurch werden alle Personen ausgeschlossen, deren Heimatland sich von dem selbst ausgewählten Standort unterscheidet. So verhindert man, dass ausländische Personen, die sich z.B. nur vorübergehend in Deutschland befinden, die Posts sehen und somit liken können.
Die Einstellung lässt sich ebenfalls unter „Zielgruppe bearbeiten“ und dann bei „Personen ausschliessen“ auswählen.

Ergänzung Mai, 2017, Ende.

 

Beiträge nicht über den „Beitrag bewerben“ Button vermarkten

Ein Klick auf den Button mag zwar der einfachste Weg sein einen Beitrag zu bewerben, sicher aber nicht der beste. Nach dem Klick auf den Button öffnet sich eine kleine Maske in der die Zielgruppe definiert werden muss. Im Gegensatz zu den Targetingmöglichkeiten im Werbeanzeigenmanager hat man hier jedoch nur sehr begrenzte Ausrichtungsoptionen:

 

Der große Nachteil hier liegt bei den Standorteinstellungen. Hier spricht man immer alle Personen in diesem Standort an, egal ob diese dort nur Urlaub machen, dort wohnen oder in der Vergangenheit mal dort zu Besuch waren. Auch Spracheinstellungen sucht man hier vergeblich. Der Post kann also nicht explizit nur auf deutschsprachige User ausgerichtet werden.

> Genau deshalb rutschen immer wieder ausländische Klicks durch

 

Beiträge immer direkt über den Werbeanzeigenmanager bewerben

Der große Vorteil des Facebook Werbeanzeigenmanagers ist, dass du hier viel genauere Ausrichtungsmöglichkeiten für deine Posts hast. Vor allem die Sprach- und Ländereinstellungen lassen sich hier deutlich genauer definieren. Wenn du einen Post über den „Beitrag bewerben“ Button sponserst, wird dafür automatisch im Werbeanzeigenmanager eine neue Kampagne erstellt, in der du den Post analysieren und optimieren kannst. Was spricht also dagegen, dass du den Post gleich direkt über den Werbeanzeigenmanager bewirbst und von besseren Einstellungsmöglichkeiten profitierst?

Zu deinem Facebook Werbekonto gelangst du oben rechts über den Pfeil und „Werbeanzeigen erstellen/verwalten“.

Hier erstellst du eine neue Kampagne und wählst als Ziel „Beitragsinteraktionen“. Genau dieses Ziel wählt Facebook auch automatisch aus, wenn du über den „Beitrag bewerben“ Button gehst.

Hier hast du beim Festlegen deiner Zielgruppe nun endlich die Möglichkeit, eine genaue Standorteinschränkung vorzunehmen. Um ausländische Klicks zu verhindern musst du „Personen, die an diesem Ort leben“ und „Deutschland“ auswählen.

Zusätzlich wählst du als Sprache „Deutsch“ aus. Mit diesen Einstellungen bist du nun um einiges besser vor Fake-Likes geschützt, als über den „Beitrag bewerben“ Button.

Nachtrag Mai, 2017

Eine weitere, sehr hilfreiche Möglichkeit ist das Ausschließen von „Expats“. Dadurch werden alle Personen ausgeschlossen, deren Heimatland sich von dem selbst ausgewählten Standort unterscheidet. Likes von Personen, die am Standort Urlaub machen oder dort nur zu Besuch waren, können somit vermieden werden.
Die Einstellung lässt sich ebenfalls unter „Zielgruppe bearbeiten“ und dann bei „Personen ausschliessen“ auswählen.

Hast auch du schon schlechte Erfahrungen mit dem Facebook Targeting gemacht oder konnten wir dir mit diesem Artikel weiterhelfen? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar.




Facebook Ads einfach erklärt

Über 21 Millionen Deutsche nutzen das beliebte Netzwerk Facebook täglich. In diesem Medium steckt deshalb jede Menge Werbepotential. Die verschiedenen Werbemöglichkeiten die einem auf dieser Plattform zur Verfügung stehen sind vielen noch unvertraut. Deshalb möchten wir nun einen Einblick in die Werbeformate geben und zeigen, dass Facebook Ads ein toller Kanal für jedes Unternehmen und alle Zielgruppen sein kann.


Die Vorbereitung
Sobald du Administrator einer Facebook Seite geworden bist, kann es losgehen. Klicke einfach auf das Pfeilsymbol oben rechts in deinem Account. Dort gibt es die Option „Werbeanzeigen erstellen“.

Nun befindest du dich im Werbeanzeigenmanager. Für erste kleine Kampagnenversuche ist dieser auch völlig ausreichend. Für größere Projekte, in die z.B. mehrere Personen involviert sind oder in denen mehrere Seiten beworben werden, empfiehlt sich ein Umstieg auf den Facebook Business Manager. Hier hat man dieselben Werbemöglichkeiten, jedoch bessere Verwaltungsmöglichkeiten sobald mehrere Personen und Seiten involviert sind.


Zielauswahl

Im Werbeanzeigenmanager muss zunächst ein Ziel definiert werden. Hier kann man aus bis zu 12 Zielen das passende auswählen:

Ziele

 

Die einzelnen Ziele kurz erklärt:

 Bewirb deine Beiträge
Mit dieser Option bringst du mehr Menschen, auch außerhalb deiner Fans dazu, mit deinem Beitrag zu interagieren. So sorgst du z.B. für mehr Likes, Kommentare oder dafür, dass der Beitrag oft geteilt wird.

Hebe deine Seite hervor
Damit bringst du Facebook User dazu, deine Seite mit „Gefällt mir“ zu

Leite Menschen auf deine Website
Möchtest du Facebook Ads dafür nutzen die Bekanntheit deiner Website sowie den Traffic dort zu steigern, ist dieses Ziel das

Steigere Conversions auf deiner Website
Mit diesem Ziel gehst du noch einen Schritt weiter als nur Klicks zu sammeln. Bringe die Interessenten dazu, wertvolle Handlungen wie Käufe oder Registrierungen auf deiner Seite

Erhalte mehr Installationen deiner App
Mache die Menschen mit diesem Ziel auf deine App aufmerksam und führe sie zum

Erhöhe die Interaktion in deiner App
Hast du einen Nutzer bereits so weit gebracht deine App zu installieren, soll dieser natürlich auch damit interagieren. Dieses Ziel hilft dir

Erreiche Menschen in der Nähe deines Unternehmens
Mit diesem Ziel können Ladenbesitzer ihre regionale Bekanntheit steigern und somit ihr Unternehmen für Facebook Mitglieder in der näheren Umgebung hervorheben. Das kann zusätzliche Lauf- und Stammkundschaft bringen.

Sorge für mehr Teilnehmer bei deiner Veranstaltung
Du planst eine große Veranstaltung und hoffst auf zahlreiche Teilnehmer? Dann hebe deine Veranstaltung innerhalb passender Zielgruppen hervor und gewinne neue

Bringe Menschen dazu ein Angebot in Anspruch zu nehmen
Mit diesem Ziel hebst du Rabatte und Aktionen hervor, die zeitnah im lokalen Geschäft oder im Onlineshop eingelöst werden können. Ein gewisser Druck durch zeitliche Begrenzung des Angebots sorgt für gute Conversionrates.

Erhalte Videoaufrufe
Hebe spannende Videos mit Blicken hinter die Kulissen, Erfolgsgeschichten oder unterhaltsamen Inhalten hervor, um die Markenbekanntheit zu steigern/festigen oder auch um mehr „Gefällt mir“-Angaben und Aufrufe zu erzielen.

Leads für dein Unternehmen sammeln
Sammle wichtige Informationen über deine Interessenten wie Mailadresse, Alter oder Wohnort.

Markenbekanntheit steigern
Mit diesem noch sehr neuen Ziel erreichst du Facebook User, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für deine Marke interessieren und somit empfänglicher für deine Werbung sind.


Bestimme deine Zielgruppe

Hast du ein Ziel ausgewählt, in unserem Beispiel nehmen wir „Leite Menschen auf deine Website“, musst du anschließend deine Zielgruppe(n) definieren. Hierzu öffnet sich ein neues Fenster mit zahlreichen Eingabemöglichkeiten:

Zielgruppe definieren

Achte dabei besonders darauf den richtigen Ort und die passende Sprache auszuwählen, da man sich sonst aus Versehen ausländische Klicks kauft, die nicht zielführend sind. Generell ist das Targeting auf Facebook sehr genau, da die meisten User freiwillig sehr viele Daten wie Alter, Geschlecht, Wohnort, Job etc. von sich preisgeben. Außerdem kann Facebook anhand von „Gefällt mir“-Angaben auch sehr gut deren Interessen nachvollziehen.

Generell gilt es bei der Zielgruppenauswahl das richtige Maß an Einschränkungen zu finden. Wählt man zu viele Kriterien aus bleibt am Ende nur noch eine sehr kleine Zielgruppe übrig. Schränkt man die Zielgruppen hingehen nur sehr gering ein, muss man mit höheren Streuverlusten rechnen. Eine gute Hilfestellung bietet die Grafik auf der rechten Seite, welche die Größe der aktuell ausgewählten Zielgruppe darstellt.

Facebook Zielgruppengröße

 


Auswahl der Anzeigenplatzierung

Wenn es darum geht, auf welchen Plätzen deine Werbeanzeigen erscheinen sollen, empfiehlt Facebook natürlich die automatische Ausrichtung, um möglichst viel Geld zu bekommen. Wir raten allerdings dazu, sich die verschiedenen Platzierungsmöglichkeiten anzusehen und ggf. weniger sinnvolle Platzierungen auszuschließen.

Facebook PlatzierungenBeispiel 1: Du möchtest die Verkäufe innerhalb deines Onlineshops steigern, welcher noch nicht mobil optimiert ist und Frauen ab 50+ ansprechen soll.

Empfehlung: Schließe die Platzierung „Neuigkeiten auf Mobilgeräten“ aus, da der nicht mobil optimierte Shop bei Nutzern die über ein Smartphone kommen sehr wahrscheinlich zu einer negativen Nutzererfahrung und hohen Absprungraten führt. Zudem ist hier das Netzwerk „Instagram“ eher uninteressant, da sich dort hauptsächlich jüngere User aufhalten.

Beispiel 2: Du betreibst einen mobil optimierten Onlineshop für den es seit neuestem auch eine App gibt, deren Downloads du steigern

Empfehlung: Der Fokus sollte hier auf den Mobilgeräten liegen, deshalb sollte man für dieses Vorhaben die Desktop Platzierungen ausschließen. Zusätzlich kann überlegt werden, ob man nur User mit einer WLAN Verbindung anspricht, da hier die Wahrscheinlichkeit auf einen Download höher ist. Auch Instagram kann für dieses Zielvorhaben aufgrund der mobilen Reichweite eine gute Platzierung sein.


Budget & Zeitplan

Hier musst du dein Werbebudget angeben sowie Start- & Enddatum der Kampagne festlegen. Beim Budget gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Tagesbudget
Hier gibst du den maximalen Betrag an, den dich die Kampagne pro Tag kosten darf.

2. Laufzeitbudget
Voraussetzung für dieses Budget ist, dass du ein Start- & Enddatum festlegst. Anschließend gibst du einen maximalen Betrag vor, der innerhalb dieses Zeitraumes ausgegeben werden darf.

Wenn du noch keine Erfahrung im CPC Bereich (Kosten pro Klick) hast, kannst du deine Gebote anstatt manuell, auch automatisch von Facebook steuern lassen. Das Netzwerk verspricht dabei, die Gebote so festzulegen, dass du die meisten Klicks zum besten Preis erhältst.

Eine letzte wichtige Einstellung ist die „Auslieferungsart“. Hast du nur ein eingeschränktes Tagesbudget zur Verfügung, ist es empfehlenswert die Standard Auslieferung zu wählen. Das bedeutet, dass Facebook das Budget den ganzen Tag gleichmäßig verteilt schaltet. Bei der beschleunigten Auslieferung kann es passieren, dass deine Anzeigen schon mittags nicht mehr erscheinen, da dein vorgegebenes Tagesbudget aufgebraucht ist.

Zum Schluss gibst du deiner neuen Werbeanzeigengruppe einen aussagekräftigen Namen und gehst weiter zum nächsten Schritt.


Werbeanzeigen erstellen

Im letzten Schritt erstellst du nun deine individuelle Werbeanzeige. Dabei musst du dich zunächst für ein Format entscheiden. Entweder möchtest du ein einzelnes Bild oder Video groß hervorheben, oder bis zu fünf Bilder gleichzeitig in einem Karussell darstellen.

Anschließend lädst du dann das entsprechende Video oder Bild hoch. Dabei solltest du dich an die vorgegebenen Einschränkungen halten.

Video Vorgaben:
–    Wähle ein .MOV oder MP4 Format
–    Die Auflösung muss mind. 720 Pixel groß sein
–    Das Video darf eine Länge von max. 60 Minuten und eine Größe von 2,3 GB nicht überschreiten

Bild Vorgaben:
–    Für eine optimale Bilddarstellung empfiehlt Facebook eine Größe von 1200×628 Pixel
–    Verzichte im Bild wenn möglich komplett auf Text oder füge zumindest nicht mehr als 20% Text ein. Eine Überschreitung dieser 20% hat früher eine Ablehnung der Anzeige zur Folge gehabt

Nachdem du ein passendes Medium gewählt hast, musst du eine Verlinkung sowie Titel und Text für die Anzeige erstellen. Sei kreativ und wecke das Interesse der User. Facebook ist eine Plattform, auf der man sehr viel mit Gefühlen und der richtigen Ansprache erreichen kann.


Was in deinem Call-to-Action Button stehen soll, kannst du aus neun verschiedenen Vorlagen selbst auswählen:


Anschließend hast du auch in diesem Schritt noch einmal die Möglichkeit zu entscheiden, auf welchen Positionen deine Anzeige erscheinen soll. Facebook bietet hier eine praktische Vorschau, so kann man sehen wie die Werbung auf den verschiedenen Platzierungen wirkt:

Anzeigenvorschau Desktop
Desktop

Mobilgerät
Mobilgerät

Anzeigenvorschau Instagram
Instagram

Anzeigenvorschau Desktop rechts
Dekstop rechte Spalte

Bist du mit der Erstellung der Anzeige fertig, kannst du mit dem grünen Button die Bestellung aufgeben. Danach dauert es einige Minuten bis die die Anzeige freigegeben ist und ausgespielt wird.

Tipp: Planst du sehr viele neue Werbekampagnen zu schalten und musst z.B. Anzeigen kopieren, kannst du dir den Power Editor zur Hilfe nehmen. Dabei handelt es sich um ein praktisches Tool das sich oben links über die Werbeanzeigenmanager-Einstellungen aufrufen lässt und dir ein einfacheres Copy & Paste verschiedener Elemente ermöglicht.


Facebook Conversion Tracking

Auch wenn Facebook in erster Linie ein Branding Kanal ist, ergibt es durchaus Sinn verschiedene Handlungen auf der Website mit Hilfe desFacebook Pixels zu messen.  Dazu erstellst du zunächst im Werbeanzeigenmanager unter dem Reiter „Pixel“ einen neuen Code. Lässt du dir den Pixel anschließend anzeigen, fällt auf, dass dieser aus zwei Hauptelementen besteht, dem Basis- und dem Ereigniscode.

Wie der Name schon andeutet, sollte der Basiscode einmal komplett auf jeder Seite der Website  zwischen den <head>-Tags eingebaut werden. Dieser Basis-Teil ist vor allem für den späteren Einsatz von Retargeting wichtig.

Um bestimmte Ereignisse wie Käufe oder Registrierungen messen zu können, muss zusätzlich der Ereigniscode auf der entsprechenden Seite platziert werden. Beim Messen eines Kaufs muss dieser z.B. auf die Bestellbestätigungsseite.

Facebook stellt hier eine Übersicht mit den wichtigsten Ereignissen in Codeform zur Verfügung:

Facebook Ereigniscode

In der Facebook Hilfe findest du eine Schritt für Schritt Anleitung zum Einbau des Pixels.
Sobald der Pixel richtig implementiert ist, kann man sich die festgelegten Ereignisse als eigene Spalten einblenden lassen.

 

 

Facebook Retargeting
Eine weitere Möglichkeit, deine Werbeanzeigen auf passende Zielgruppen auszurichten, ist das Retargeting. Hier können User die deine Website bereits besucht haben, in Facebook erneut mit einer Werbeanzeige angesprochen und auf diese Weise zurück auf die Seite geholt werden. Für diese Werbeform ist der Einbau des Basis Facebook Pixels erforderlich, da man mit dessen Hilfe die Besucherhandlungen auf der Website nachvollziehen kann.

Ist der Basis Pixel eingerichtet, kannst du im Werbeanzeigenmanager in den Einstellungen den Reiter „Zielgruppen“ auswählen und deine eigenen Besucher-Listen erstellen. Hier kannst du entweder alle Besucher deiner Website auswählen oder tiefer gehen und z.B. nur Nutzer taggen, die bereits deinen Warenkorb besucht haben. Hier gibt es sehr viele Möglichkeiten, überlege dir also vorher eine Strategie und erstelle dementsprechend passende Nutzerlisten.

Facebook Zielgruppen erstellen

Neben deinen Websitebesuchern kannst du auch Lookalike Audience Listen erstellen. Hier kannst du Personen ansprechen, die deinen Websitebesuchern ähneln. Dabei kannst du auch bestimmen ob die Personen sehr oder nur etwas ähnlich sein sollen und so deine Zielgruppe weiter eingrenzen.

Hast du deine Retargeting Listen fertig definiert, erstellst du ganz normal, wie oben beschrieben, eine neue Kampagne, mit dem Unterschied, dass du diese nach „Custom Audiences“ ausrichtest und dort zwischen deinen eigens erstellten Besucher-Listen wählen kannst.

 

Benötigst du Hilfe beim Erstellen von Facebook Ads oder möchtest unseren rundum Support in Anspruch nehmen? Dann freuen wir uns über eine unverbindliche Kontaktaufnahme. Alle Infos zu unseren Leistungen gibt es hier.

 

>> Zu den weiteren Tutorials:

#1: AdWords Kampagnen Setup & Kontostruktur

#2: AdWords Suchbegriffe auswerten

#3: PPC Textanzeigen-Erstellung

#4: Google AdWords Anzeigenerweiterungen

#5: Tracking Basics für Google AdWords

#7: Dynamische Anzeigenformate in Google AdWords

#8: Das Google Display Netzwerk

#9: Remarketing mit Google




YouTube – die vielleicht vielfältigste Werbeplattform im Netz

– Gastbeitrag von Gesa Räcke, IronShark-

Die zweitgrößte Suchmaschine der Welt, ein riesiges soziales Netzwerk und scheinbar unendlich großes Videoarchiv – das alles ist YouTube. Für Online-Marketeers bietet es damit scheinbar unendliche Möglichkeiten vom Social Networking über Influencer Marketing bis hin zu SEO. Die vielleicht einfachste und wirkungsvollste Möglichkeit, YouTube für sein Unternehmensmarketing zu nutzen, stellen jedoch die verschiedenen Werbeformate dar. Aber wie werbe ich richtig auf YouTube?

Die Basics – Welche Werbeformate gibt es und wie funktionieren Ads auf YouTube?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Formate für Werbung auf YouTube. Abhängig vom Anzeigenformat bieten Werbetreibende hier ähnlich wie bei Google Ads einen bestimmten maximalen Betrag für ihre Cost-per-View (CPV) bzw. Cost-per-Click (CPC). Wird die Anzeige tatsächlich geschaltet (und klickt die Zielperson sie an bzw. sieht sich eine Video-Anzeige mindestens 30 Sekunden an), dann gibt YouTube einen Teil der generierten Einnahmen an den Videokünstler weiter, in dessen Video oder Kanal die Werbung eingebunden wurde.

youtube infografik
Quelle: Youtube https://goo.gl/fUvwr7

Der YouTube Videokünstler, der sein Video zur Monetarisierung freigegeben hat, hat dabei die Kontrolle darüber, welche Anzeigenformate wann, von welchen Werbetreibenden geschaltet werden.

 

Werbeformate – Mit welchen Anzeigen kann ich auf YouTube werben?

Als Werbetreibender habe ich in YouTube die Wahl zwischen verschiedenen Ad-Formaten, die sich in Optik und Abrechnungsmodell unterscheiden. Grundsätzlich muss man zwischen TrueView Videoanzeigen und klassischen Text- oder Bildanzeigen trennen. Innerhalb der TrueView Videoanzeigen unterscheidet man wiederum zwischen InStream-Anzeigen, InSearch-Anzeigen und InSlate-Anzeigen.

InStream-Anzeigen: Bei InStream Anzeigen werden Videoanzeigen vor, während oder nach einem anderen YouTube Video geschalten.
InSearch-Anzeigen:  Die Videoanzeige erscheint über oder rechts neben den Suchergebnissen auf YouTube bei passenden Keywords.
InSlate-Anzeigen: Zuschauer können eines von drei Werbevideos auswählen oder stattdessen Werbeunterbrechungen während des Videos in Kauf nehmen.

Die auffälligste Video Werbeform ist das InStream Video. Hierfür gibt es wiederum zwei Möglichkeiten: Überspringbare und nicht-überspringbare Video-Ads. Erstere kann der Zuschauer nach fünf Sekunden skippen; bezahlen muss man dieses Format nach dem CPV Prinzip nur, wenn die Anzeige bis zu Ende oder mindestens 30 Sekunden lang läuft.

Beispiel überspringbare YouTube Anzeige kombiniert mit Display-Anzeige Quelle: Scrennshot https://goo.gl/O9WTM0

Nicht-überspringbare Videoanzeigen können bis zu 30 Sekunden dauern und müssen komplett angesehen werden, bevor das gewünschte YouTube Video (weiter-)angesehen werden kann.

Außer den Videoanzeigen können bei Youtube auch noch verschiedene „klassische“ Anzeigentypen geschalten werden, zum Beispiel textliche Displayanzeigen und Overlay-Anzeigen. Bei ersteren werden rechts oben über der Liste der Videovorschläge oder unterhalb des Players Anzeigen eingeblendet. Die Overlay-Anzeigen sind Text- oder Bildanzeigen und erscheinen im unteren Fünftel des gestreamten Videos.

Beispiel Text-Displayanzeige und Overlay-Anzeige Quelle: Screenshot https://goo.gl/wEzEQm

Diese beiden Anzeigentypen sind allerdings nicht auf Mobilgeräten, sondern nur auf Desktop-Computern verfügbar. Als Abrechnungsmodell wird hier ein klassisches PPC-Modell verwendet, ebenso wie bei gesponserten Infokarten. Diese Infocards eignen sich besonders gut, wenn das eigene Produkt engen Bezug zum Inhalt des angezeigten Videos hat (zum Beispiel vom Videokünstler verwendet wird). Der Zuschauer bekommt einige Sekunden lang die Infokarte zum passenden Produkt (zum Beispiel mit Link zum eigenen Shop) eingeblendet und kann sich außerdem alle Infokarten des gesehenen Videos anzeigen lassen. Diese Werbeform ist aber etwas aufwändiger zu planen als die anderen vorgestellten und daher eher fürs „Feintuning“ geeignet.

Wie schalte ich Werbung auf YouTube?

Sowohl die klassischen Text- und Bildanzeigen als auch die Videoanzeigen auf YouTube können über ein Google AdWords Konto geplant werden. Erstere können über das Google Display-Netzwerk (https://www.google.de/ads/displaynetwork/) geschaltet werden. Aber YouTube ist in erster Linie eins: Eine Videoplattform. Die Nutzer wollen (emotional) unterhalten werden. Deshalb bieten von allen Optionen die TrueView Videoanzeigen unserer Meinung nach das größte Potential – sofern guter audiovisueller Content zur Verfügung steht. Wie daraus eine Video-Werbekampagne wird, erfahrt Ihr hier Schritt für Schritt:

In 5 Schritten zur erfolgreichen YouTube Video-Kampagne

Voraussetzung für eine erfolgreiche Video-Kampagne auf YouTube ist gutes audiovisuelles Werbematerial in Form von (kurzen) Spots. Aber wie geht es weiter, wenn ich das habe?

 

1. YouTube und/oder AdWords?

Voraussetzung für Werben auf YouTube ist ein Google AdWords Konto. Damit ist es relativ einfach, verschiedene Videokampagnen im Blick zu behalten und zu evaluieren. Zuerst muss dazu der eigene YouTube Kanal mit dem AdWords Konto verknüpft werden. Dazu einfach im AdWords Konto unter dem Punkt „Verknüpfte Konten“ den YouTube Kanal hinzufügen. Jetzt kann eine Video-Kampagne angelegt werden. Bei der Erstellung solltet ihr darauf achten, dass „Videokampagne“ als Kampagnentyp ausgewählt wird.

 

2. Einstellungen der Kampagne

Ist die Kampagne angelegt, könnt Ihr euer tägliches Budget festlegen. Fangt hier gerne klein an, wenn es eure erste Videokampagne ist, und probiert erst mal die verschiedenen Optionen aus. Wie schon erwähnt erfolgt die Abrechnung bei Videoanzeigen nach dem CPV-Prinzip, also nur dann, wenn die Anzeige auch tatsächlich gesehen und nicht zu früh abgebrochen wird. Wird eine überspringbare Videoanzeige zum Beispiel erst nach 29 Sekunden geschlossen, bezahlt Ihr für diese nichts und habt trotzdem eine enorme Werbewirkung.

youtube video standard
Erstellung einer Vidokampagne bei Google AdWords – Quelle: Screenshot IronShark

Ist das Budget festgelegt, geht es an die Feineinstellungen. Ihr könnt zum Beispiel abhängig von den YouTube-Gewohnheiten Eurer Zielgruppe einen Zeitplan aufstellen, wann die Videoanzeigen geschaltet werden sollen, festlegen ob die Kampagne für Aufrufe oder Conversions optimiert sein soll und Zielgebiete festlegen.

 

3. Anzeigengruppe und Anzeige erstellen und spezifizieren

Im nächsten Schritt müssen Anzeigengruppen erstellt werden. Ihr könnt eine Anzeige immer nur auf Videos ausrichten, die Ihr zuvor auf Eurem YouTube Kanal hochgeladen habt. Für den ausgewählten Spot muss nun auch entschieden werden, welche Art von Videoanzeige geschaltet werden soll – also eine InStream oder InDisplay (z. B. InSearch) Anzeige.

Auswahl eines Videoanzeigen-Typs für eine Videokampagne bei Google AdWords – Quelle: Screenshot IronShark

Außerdem wird jetzt festgelegt, wie viel Geld Ihr maximal für einen „View“ ausgeben möchtet. Auch wenn der CPV sehr ähnlich zum CPC ist gibt es doch ein paar Unterschiede – hier erfahrt Ihr mehr dazu (https://support.google.com/adwords/answer/2472735).

 

An diesem Punkt erfolgt übrigens auch die Zielgruppenspezifizierung Eurer Anzeige. Über die Funktion „Ausrichtung“ können demographische Daten und Interessen ausgewählt werden. Außerdem könnt Ihr entscheiden, ob die Anzeige eher auf mobilen Geräten oder stationären PCs erscheinen soll – je nach Werbezweck. Aber Vorsicht: Nicht alle Anzeigentypen lassen sich auf allen Geräten schalten!

Ausrichtung einer Videoanzeige nach Zielgruppencharakteristika – Quelle: Screenshot IronShark

Wichtig: Eine Anzeigengruppe kann entweder In-Stream Anzeigen oder In-Display Anzeigen enthalten, also entweder Videos, die anderen vor- zwischen- oder nachgeschaltet sind oder die bezahlte Hervorhebung der eigenen Videos bei der YouTube Suche und den Vorschlägen ähnlicher Videos. Wenn Ihr beides nutzen wollt, müsst Ihr dafür verschiedene Anzeigengruppen anlegen.

 

4. Keyword-Recherche und Anpassung

Ganz ähnlich wie bei „normalem“ SEA könnt Ihr für die Recherche der richtigen Keywords den Keyword Planer von Google nutzen. Zwar bezieht sich dieser auf Google Ergebnisse, einige Suchbegriffe können aber auch in YouTube sinnvoll sein. Über den Kampagnen-Manager könnt Ihr wie bei AdWords auch, für jede Anzeigengruppe Keywords hinzufügen oder ausschließen. Besonders bei In-Display-Werbeformaten darf dieser Schritt nicht vernachlässigt werden.

 

5. Evaluation und Optimierung der Kampagne

Der große Vorteil von Google AdWords: Über das Video-Targeting (https://support.google.com/youtube/answer/2454017?hl=en) könnt Ihr einfach überprüfen, wer eure Videoanzeige wann wo gesehen hat. Entsprechend dieser Informationen können einzelne Anzeigen oder die ganze Kampagne angepasst werden, die Zielgruppe verändert oder der CVP und Budgets angeglichen werden. Besonders am Anfang solltet Ihr Euch intensiv damit auseinandersetzen, welche Keywords erfolgreich sind, ob die ausgewählten Zielgruppen-Interessen auch wirklich zu Eurem Produkt passen und welche Videos eurer Anzeigengruppe besonders erfolgreich sind.

Tipp: Überprüft auch, an welcher Stelle Euer Spot am häufigsten geschlossen oder übersprungen wird – eventuell könnt Ihr durch Content-Anpassungen die Werbewirkung noch verbessern.

YouTube Marketing über die Grenzen bezahlter Ads hinaus

Jetzt steht Eurer Videokampagne nichts mehr im Weg. Neben aller Begeisterung für YouTube Ads sollte man aber auch andere Möglichkeiten des YouTube Marketings nicht aus den Augen verlieren.

Baut Euch eine Fanbasis für Euren YouTube Kanal auf

Mit gutem, SEO-optimiertem Content, sinnvoll eingebundenen Call-to-Action, Cross-Plattform-Promotion und Kooperationen könnt Ihr Eure Subscriber-Anzahl – also Eure Fanbasis – schnell erweitern. Das kann nicht nur Euren Qualitätsfaktor erhöhen, sondern auch Eure Reichweite und den Umsatz, und das ganz ohne Werbebudget.

Influencer Marketing

Wer nicht nur einfach eine Werbebotschaft vermitteln will, sondern YouTube zur gezielten Positionierung und Imagebildung eines Produkts nutzen will, kann den Einfluss von Meinungsführern – sogenannten „Influencern“ – im Netz nutzen. Bei tubevertise kann man sich die Stimmen berühmter YouTube Stars kaufen. Aber Vorsicht: Werbliche Inhalte müssen auch bei Produktplatzierung und Mentioning werblich gekennzeichnet sein.

 

Fazit: Für Werbung auf YouTube gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten, die sich alle über ein Google AdWords Konto steuern lassen. Über die verschiedenen Formen des Videomarketings lassen sich spezifische Zielgruppen mit emotionalen Videoinhalten erreichen. Für den optimalen Erfolg einer YouTube Kampagne gilt: Der Mix macht´s! Die Kombination von verschiedenen Werbeformaten, Subscriber-Building und Influencer Marketing verspricht den größten Werbeerfolg.

 

Vielen Dank an IronShark für diesen informativen Gastbeitrag.




Recap: SEACamp in Jena – 21.04.2016

 

Wieder einmal ein rundum gelungenes Event in gewohnt entspannter Atmosphäre.

Mit großer Vorfreude auf das diesjährige SEACamp sind wir bereits am 20.04. in Richtung Thüringen gestartet. Im schicken Steigenberger Hotel, das gleichzeitig auch als Veranstaltungsort dient, lässt es sich aushalten. So beschlossen wir, auch das nette Vorabend-Event in der Moonlight Bar, gesponsert von Marin, zu besuchen und konnten bei Bier und Wein nette Kontakte knüpfen und auffrischen. Eine tolle Neuerung, die uns bei der Vorabend-Registrierung auffiel, waren die neuen T-Shirts in schickem Design. Besonderes Highlight waren die speziellen „Klick, clique – GURU“ Shirts, die für alle Speaker vorgesehen waren.

Frisch gestärkt am reichhaltigen Frühstücksbuffet, ging es am nächsten Morgen los in den großen Saal zur bekannten Sessionplanung. Hier durften sowohl Wiederholungstäter als auch Speaker-Neulinge ihre Themen vorstellen und neugierig auf ihre Präsentationen machen. Da es 2016 so viele Sessions wie noch nie gab, wurde kurzer Hand ein vierter Raum geordert, sodass oft vier Slots parallel stattfanden.

SEACamp Sessions

 

So hatten wir die Qual der Wahl und entschieden uns für folgende Vorträge:

 

 1. Datenfeed 1 – 2 – 3

„Wenn Google sich eine Freundin designen könnte“ – Mit dieser humoristischen These begann David seinen Vortrag über die Optimierung von Datenfeeds.

Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, wie man seinen Datenfeed und die Aktualisierungszyklen am besten einstellt, um diesen für Google so attraktiv wie möglich zu gestalten. Zentrale Themen hierbei waren „Produkttiteloptimierung“, „Einfluss des Beschreibungstextes“, „Händler- / Produktbewertungen“ und die „Bildwelt“ mit Ausblick auf den Einfluss auf die CTR und die Positionierung.

 

2. Von AdWords bis Xing – für jeden das richtige Anzeigenformat

In dieser lebendigen Session von Julia Rittig und Steffen Jecke wurde auf zahlreiche Werbenetzwerke wie Facebook, Xing, YouTube, Instagram, LinkedIn aber auch AdWords eingegangen. Anhand echter Kundenvorgaben durften die Zuhörer das von der Agentur Projecter gewählte Werbenetzwerk erraten und wurden über das genaue Vorgehen und die eingesetzten Maßnahmen beim Kunden informiert. Dieser Vortrag war ein interessanter Blick über Google AdWords hinaus und hat bestätigt, dass SEA längst nicht mehr nur klassisches Suchmaschinen Marketing ist.

 

3. Remarketing und Analytics – Das Power Duo

In diesem Slot ging Katharina Jung detailliert auf die Möglichkeiten der Remarketing-Listen Erstellung ein und gab dabei Anreize für neue Listen, die über Analytics erstellt werden können. Interessante Überlegungen waren z.B. Userlisten nach Alter, Geschlecht oder Verweildauer auf der Seite zu generieren. Außerdem wurde empfohlen, neben den Käufern auch die Seitenbesucher mit einer Verweildauer unter 5 Sek. auszuschließen.

 

4. Facebook Ads: Mit welchen Strategien lassen sich neue Kunden erreichen?

Mit einem spannenden Video zum Einstieg gewann Chris Dippold die Aufmerksamkeit des Publikums. Facebook Ads Erfahrenen kamen viele Inhalte des Vortrags bereits bekannt vor, jedoch konnten wir trotzdem den ein oder anderen neuen Tipp mit nach Hause nehmen. So werden wir z.B. künftig mehr Emoticons in den Anzeigen testen und uns unter AdEspresso Inspirationen für Werbeanzeigen holen.

 

5. Google Shopping advanced

Wie der Titel schon vermuten lässt, stieg Reinhard Einwagner tief in die Optimierung von Google Shopping Kampagnen ein. Dabei demonstrierte er anhand von Produktbeispielen, wie man die Kampagnen sinnvoll aufteilen und die Produkte bis auf ID Ebene aufteilen sollte. Außerdem machte er noch einen kurzen Exkurs zu automatischem Bidmanagement.

 

6. Tod dem Campaign Manager

Farschid Eshaghmohammadi, selbsternannter „PPC-Detective“ teilte seine Erfahrungen mit uns, wie er ein AdWords Konto mit dem Ziel strukturierte, alles automatisiert laufen zu lassen. Dabei gab er den Anstoß für eine rege Diskussionsrunde. Auch wenn die Meinungen sich in dieser Session spalteten, war es durchaus interessant zu erfahren, wie viele Prozesse automatisiert werden könnten.

 

7. Yandex Advertising Basics

Ein großes Lob an unseren Kollegen Alex Ficker, der das Publikum in eine neue Suchmaschinen Welt entführt hat. Er gab dabei spannende Einblicke in die Entwicklung des russischen Markts und legte dar, wie dieser mithilfe der dort größten Suchmaschine „Yandex“ beworben werden kann. Anschauliche Beispiele zeigten die Parallelen und Unterschiede zu Google AdWords auf.

Danke für die Trophäe und die Nascherei
Danke für die Trophäe und die Nascherei

Fazit:

Wie auch in den Jahren zuvor gilt unser Dank dem tollen Organisationsteam des SEACamps, das spürbar mit ganzem Herzen bei der Sache ist. Auch das Hotel versorgte uns in den Pausen mit kulinarischen Köstlichkeiten und wir konnten den Networking Abend in entspannter Atmosphäre mit Freigetränken ausklingen lassen.

Buffet SEACamp

 

Einen weiteren Recap gibt’s hier: http://www.ironshark.de/recap-seacamp-2016/




PPC Masters 2016 in Berlin – Recap

Recap der PPC Masters 2016 in Berlin: Am 11. Februar 2016 fand die PPC Masters in Berlin, nur etwa 500 Meter vom Alexanderplatz entfernt, in der Spreegalerie statt. Mit ca. 350 Teilnehmern ist diese Veranstaltung eine der wichtigsten Konferenzen für alle, die im deutschsprachigen Raum mit Klicks handeln. Über News, Trends und Tricks berichten die Kollegen Nanina Windschiegl und Alexander Ficker.

 

Zentrale Aufgabe eines Recap ist es, die Inhalte der einzelnen Vorträge wertungsfrei aufzuarbeiten, trotzdem möchten wir an dieser Stelle dem Team der PPC Masters ein Kompliment für diese Veranstaltung aussprechen. Insbesondere die sehr interessanten internationalen Speaker und die Wahl der Location haben uns überzeugt. Die PPC Masters ist jedes Jahr ein fest gesetzter Termin bei den Kollegen aus den Bereichen SEA / PPC.

 

Das Programm war wie im Jahr zuvor in zwei Tracks unterteilt (Deutsch & Englisch), die parallel abliefen. Eine Übersicht des Programms finden Sie hier: http://ppcmasters.de/wp-content/uploads/2016/02/PPCM16-Programm.pdf

 

Zu den einzelnen Recaps:

 

 

20 AdWords Tricks in 40 Minuten (Carlo Siebert)

 

In diesem Vortrag teilte der Referent einen Auszug seines Erfahrungsschatzes mit den Zuhörern. Dabei ging er querbeet auf alle Bereiche, die mit Google AdWords abgedeckt werden können (Search, Shopping, GDN, etc.), ein.

 

  1. Qualitätsfaktor protokollieren: Mit Skripten lassen sich Qualitätsfaktoren aufzeichnen und deren Werte auf Tagesebene vergleichen.
  2. Geotargeting: Eine genaue Ausrichtung der Zielregion ist notwendig. Hierbei muss bspw. darauf geachtet werden, dass Suchanfragen in der Landessprache der Zielregion evtl. in anderen Ländern ausgeschlossen werden (Bsp. Englisch in UK und USA). Carlo Siebert rät von der Ausrichtung „Nutzer die sich für meine Zielregion interessieren“ ab.
  3. CPI = Conversions / Impression: Wenn KPIs wie CTR und Conversionrate nicht ausreichen um eine sinnvolle Optimierungsgrundlage zu erzielen, lohnt es sich oftmals auch die Konversionen pro Impression anzusehen.
  4. Displaynetzwerk: In diesem Trick geht es darum, die Daten wie Demographie, Placements oder Themen bestehender Remarketing-Kampagnen auszuwerten und diese als Ausrichtung für neue Display Kampagnen zu verwenden.
  5. Tools: Zur granulareren Analyse können Tools wie tenscores oder Wordstream eingesetzt werden.
  6. Interessante Orte (kommerzielle Zentren): In den USA lässt sich als Targeting-Option auch das Haushaltseinkommen sowie Flughäfen, Universitäten etc. auswählen. Diese Funktion soll wohl auch nach Europa kommen.
  7. Google Shopping Keywords: Er rät dazu, Datenfeeds für Shopping selbst mit wichtigen Keywords anzureichern, um eine bessere Auffindbarkeit zu erzielen.
  8. Gmail Sneaky: E-Mails von direkten Wettbewerbern können bei Displaywerbung im Gmail Konto getargeted werden. Als Placement muss einfach „mail.google.com“ angegeben werden.
  9. Ausrichtungsoptimierung: Im GDN kann als Test die konservative Ausrichtung eingestellt und anschließend über das Segment „Ausrichtungsmodus“ ausgewertet werden.
  10. Mini Bidmanagement: Ohne ein Bidmanagement wie bspw. intelliAd einzusetzen, kann auch über die Automatisierung im Google AdWords Konto über Regeln bspw. auf eine bestimmte, gut performende Position in der SERP geboten werden.
  11. Sinnlose (?) Anzeigen: Um mehr Aufmerksamkeit zu schaffen, können auch Anzeigen mit besonderen Inhalten erstellt werden. Das gezeigte Beispiel enthielt im Beschreibungstext nur die Jahreszahlen der Testsiege und ein „Ja“. Ziel dabei ist es gegenüber dem Wettbewerb besonders aufzufallen.
  12. „Mobile only“ Kampagnen: An sich lassen sich keine separaten mobilen Kampagnen erstellen, jedoch lässt sich das mit einem geringen Gebot und einer Gebotsanpassung für Mobilgeräte (bspw. +400 %) fast komplett steuern.
  13. Mobile nach Betriebssystem: Als Ausrichtungsoption lässt sich bspw. das Betriebssystem „iOS“ wählen, somit werden nur iPhone/iPad Nutzer mit Werbung bespielt -> diese sind oftmals kaufkräftiger.
  14. Noch besseres Remarketing (nach Browser und Bildschirmauflösung): Alle Faktoren, die gesammelt werden, können in der Analyse berücksichtigt werden. Auch der Browser und die Bildschirmgröße können hier aussagekräftig sein.
  15. RDSA – Dynamic Search Remarketing: Die Kombination von Remarketing-Listen mit Dynamic Search Ads kann noch weitere Potentiale bieten.
  16. YouTube Remarketing: Youtube Remarketing wird von den meisten Werbetreibenden noch nicht verwendet. Ein Test kann hier durchaus Mehrwert erzeugen.
  17. Partnernetzwerk: Viele scheuen sich davor, die Partnernetzwerke als Ausrichtung mit auszuwählen, da sie eine QF-Verschlechterung befürchten. Fakt ist jedoch, dass die Performance der Partnernetzwerke nicht in die QF-Berechnung mit einfließt.
  18. Adwords Nische: Carlo Siebert sieht Bing Ads als weitere sinnvolle Ergänzung zu AdWords Anzeigen, die unbedingt eingesetzt werden sollten.
  19. Echtzeit Updates: Durch die Kommunikation des aktuellen Lagerbestands oder anderer Live-Daten können Anzeigen für den Nutzer noch attraktiver gestaltet werden. Das kann durch einen Datenfeed in den Geschäftsdaten hinterlegt und dann über Variablen in den Anzeigen eingefügt werden.
  20. Anzeigen „Hack“: Hier wird empfohlen auf Wettbewerber Keywords in Verbindung mit „Kündigung“ oder „Erfahrung“ zu bieten, um die User abzuwerben.

Unique user behaviours across markets that need to be considered when doing international PPC (Mark Burns)

 

In diesem Vortrag zeigte Mark Burns auf, dass es im internationalen PPC-Marketing notwendig ist, sein „Mindset“ zu dezentralisieren.

 

Länderspezifische CPCs

 

 

Um diese Kernaussage zu unterstreichen, präsentierte der Referent mehrere Daten. Hier einige Beispiele:

 

  1. Ein Drittel der Nutzer in Großbritannien nutzt mehr als 5 Geräte um online einzukaufen.
  2. PPC in Deutschland wird allein dieses Jahr um 25 % wachsen.
  3. Im Schnitt wird in GB ein Klick weniger bis zum Kauf getätigt als in Deutschland.
  4. In DE beginnen viele Assist Actions im Display Netzwerk.
  5. Die Customer Journey sieht unterschiedliche Positionen des PPC Marketing im Kaufprozess der variierenden Nationalitäten vor (bspw. Erstkontakt oder letzter Kontakt).
  6. Die Suchphrasen unterscheiden sich je nach Land in ihrer Länge: In Spanien wird bspw. sehr generisch gesucht, in Deutschland und Portugal sind die Suchanfragen deutlich länger und detaillierter.
  7. In Afrika und Asien ist der Anteil an mobilem Traffic deutlich höher als in Europa.
  8. Die präferierte Zahlart unterscheidet sich ebenfalls je nach Land.
  9. Die weltweit am häufigsten verwendeten Sprachen in Search sind Englisch, Chinesisch, Spanisch, Arabisch und Portugiesisch.

 

Eine umfassende Recherche ist also im internationalen PPC Marketing Grundvoraussetzung für Erfolg.

 

 

Launch and advanced optimization of Google Shopping campaigns (Florian Marlin)

 

Der gebürtige Franzose, der inzwischen in GB arbeitet, zeigte in seiner Präsentation, wie man eine Google Shopping Kampagne aufsetzen und optimieren kann. Zentrale Inhalte dabei waren:

 

  1. Erstellung eines Google Merchant Centers
  2. Erstellung einer Google Shopping Kampagne
  3. Einsatz von Shopping-Extan
  4. Strukturierung einer Google Shopping Kampagne, beispielsweise mit Custom Labels
  5. Einsatz von CPC Geboten und Unterteilung von Produktgruppen nach Priorität
  6. Messung von Suchanfragen auf einzelne Keywords mit Hilfe von Google Analytics

 

 

Nach einem reichhaltigen Mittagsbuffet mit Currywurst, Salaten, Suppen und Thaicurry ging es frisch gestärkt in die Nachmittagsrunde.

 

 

Using alternative data sets to drive SEA success: Where advertisers can look to generate advanced insights (Ian Miller)

 

Zitat: „In God we trust, all other is Big Data!“

 

Mit dieser Aussage zum Start war klar, wo die Reise hingehen sollte. Ian Miller zeigte anhand von Beispielen, wie generierte Daten genutzt werden bzw. von alternativen Kanälen oder Webseiten aggregiert werden können. Hier ein paar Beispiele & Denkanstöße:

 

  1. Um herauszufinden, ob ein bestimmtes Nicht-Verbrauchs-Produkt wie eine Photokamera beliebt am Markt ist, kann ein kleiner Trick angewandt werden: Man geht zu Amazon, sucht dieses Produkt und hinterlegt als zu bestellende Menge 999 (maximale Menge). Das System wird dann zeigen, wie viele Artikel tatsächlich auf Lager sind und welche Menge erst im Nachhinein versendet werden kann. Anhand dieser generierten Zahl lässt sich dann das Marktpotential abschätzen, da davon auszugehen ist, dass besonders beliebte Produkte bei Amazon auch in großen Mengen auf Lager sind.
  2. Im Fall eines Hotels ist es sinnvoll, die soziodemographischen Daten der Besucher abzufragen, da hier Ableitungen für die Länder, in denen geworben wird und die Altersgruppe, die fokussiert werden soll, getroffen werden können.
  3. Bei der Bildung von Customer Audiences spielen soziodemographische Daten ebenso eine wichtige Rolle.
  4. Auch die Auswertung der Sprache, die im Browser eines Nutzers hinterlegt ist und der Vergleich, welche Sprache tatsächlich verwendet wurde, können weitere Potentiale aufzeigen. Beispiel: In Deutschland wird auch sehr häufig auf polnisch gesucht.
  5. Das Schlagwort „ROPO“ (Research Online Purchase Offline) durfte in diesem Vortrag ebenfalls nicht fehlen. Verkaufszahlen in Ladengeschäften und der Einfluss von Online-Werbemaßnahmen sollte getestet und berücksichtigt werden.

 

 

Drive App Downloads & App Engagement in Google Search (Matthias Fuchs, Zalando)

 

In diesem Vortrag wurden Best Practice Tipps sowie echte Zahlen zum Thema App Bewerbung vorgestellt.

Zunächst wurde auf die Herausforderung eingegangen:

  • App Install Ads werden 1/5 weniger geklickt als Mobile Text Ads
  • Apps werden größtenteils direkt im Playstore bzw. App Store gesucht

 

Danach wurden verschiedene Möglichkeiten aufgelistet, wie Apps beworben werden können.

 

  1. App extensions: Diese Erweiterung wird ähnlich wie ein Sitelink unter der Textanzeige dargestellt. Dies funktioniert sowohl bei Android als auch bei iOS.
  2. App install campaigns: Dabei handelt es sich um reine App-Anzeigen, die z.B. bei Keywords wie „Zalando App“ oder „Zalando“ sinnvoll sein können. Gut zu wissen ist auch, dass diese Anzeigen automatisch im Google Play Store erscheinen.
  3. Universal App campaigns: Hier haben wir es mit automatischen App Anzeigen innerhalb Google, App Store und Youtube zu tun. In bisherigen Tests hat es sich herausgestellt, dass die Anzeigen nahezu nur im Display Netzwerk erscheinen.
  4. App engagement campaigns: Diese Kampagnen-Art funktioniert nur für Android Geräte. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder setzt man eine Ad ein, die direkt in die App leitet oder man setzt unter der normalen Textanzeige einen Deeplink, der ebenfalls in die App leitet.

 

Als persönliches Fazit hat der Redner 3 Punkte festgelegt:

  • Man muss sichtbar sein auf Mobile
  • Man sollte sich fragen: was ist mir eine App Installation wert?
  • Es ist sinnvoll App Extensions in allen Kampagnen zu nutzen

 

 

Effective visits like a sir (Lukasz Zelezny)

Die korrekte Interpretation von Daten ist eines der zentralen Themen im Online Marketing. Lukasz Zelenzy legte anhand mehrerer Beispiele dar, dass nur die Traffic-Menge allein nicht ausschlaggebend ist. Selbst die Verringerung der Besucher kann sogar zielführend sein, wenn die Qualität der Nutzer steigt.

Insbesondere der SEO Traffic wurde unter Berücksichtigung der Bounce-Rate bewertet. Hierzu wurde die Formel Effective Visits = All Visits – (All Visits * Bounce Rate) aufgezeigt und erläutert.

 

 

Kampagnen besser bewerten und steuern mit Google Analytics und Tag Manager (Kerstin Müllejans)

 

Zum Einstieg wurde darauf eingegangen, dass es wichtig ist, vorab Ziele zu definieren und diese z.B. anhand der URL, eines Events, der Verweildauer, Seiten pro Sitzung oder mit intelligenten Zielvorhaben zu messen.

 

Konkrete Beispiele, die uns demonstriert wurden, waren das Anlegen eines Conversion Trichters im Checkout sowie das Messen der Scrolltiefe auf einer Seite.

 

Zum Schluss wurden noch 10 kurze Tipps mit auf den Weg gegeben:

 

  1. Sekundäre Dimension nutzen
  2. Segmente
  3. Eigene Segmente anlegen (E-Commerce Tracking)
  4. Analytics Remarketing-Listen nutzen (z.B. Städte)
  5. Multi-Channel Analysen
  6. …auch auf Kontoebene (Stichwort: vorbereitende Keywords berücksichtigen)
  7. Conversion-Pfade
  8. Benutzerdefinierte Berichte
  9. Ziel-URL pro Keyword auswerten
  10. Analytics Benachrichtigungen regelmäßig kontrollieren

 

 

Erfolgreicher Markenaufbau im Netz – Etablierung einer neuen Marke in der Suchmaschine Google (Andreas Duscher)

 

Andreas Duscher, Leiter Online Marketing von Cewe-Print, zeigte in seiner Präsentation chronologisch auf, wie der Markenaufbau bei cewe-print.de abgelaufen ist. Zentrale Aussagen dabei hier in einer kleinen Übersicht:

 

  1. Zum Unternehmen gehören drei Untermarken:
    1. Cewe Print
    2. Saxoprint
    3. Viaprinto
  2. Markeninteresse, Sichtbarkeit und Brand-Performance sollen sich im Optimalfall parallel entwickeln.
  3. Es muss sichergestellt sein, dass alle Werbekanäle immer die gleichen Informationen vorliegen haben, um alle Erkenntnisse auf die anderen Kanäle zu adaptieren. Beispiel: Die Verwendung der Marke im Anzeigentitel (Google AdWords) hat die Klickrate gesteigert, anschließend wurden auch die Seitentitel für die organischen Suchergebnisse übertragen.
  4. Konsistente Kommunikation der USPs über alle Kanäle. Diese müssen inhaltsgleich sein, die Formulierung kann jedoch variieren.
  5. Andere Suchmaschinen sollten berücksichtigt werden wie z.B. Bing.
  6. „Story Telling statt Hard Selling“

 

 

Better Bidding through “partial pooling” (Richard Fergie)

 

Richard Fergie optimiert seine Keywords mit dem Ansatz, nicht zu viel zu segmentieren, sondern lieber gleiche, bzw. zusammenpassende Suchanfragen zusammenzufassen und bei der Optimierung als ein Gesamtbild zu betrachten.

 

Dazu nimmt er sich eine eigens entwickelte Formel zur Hilfe, mit der man die erweiterte Conversion Rate berechnet:

 

X* (observed conv. rate) + (1-x) * (aggregate conv. Rate)

X geht von 1 – 0, wobei 1 viele Daten und 0 wenige Daten bedeutet.

 

Formeln

 

Wer sich genauer mit diesem Thema befassen möchte, hat unter folgender Seite die Möglichkeit das zu tun: http://www.eanalytica.com/

 

 

Instagram advertising – The power of being an early adopter (Ben Harper)

 

Über die Facebook Werbekampagnen kann auch auf Instagram Werbeanzeigen geschaltet werden. Ben Harper sieht hier für die meisten Werbetreibenden große Chancen aufgrund dreier Vorteile:

  1. Aktuell kaum Wettbewerb
  2. Geringe CPCs
  3. Hohe potentielle ROIs

 

Nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ ist Instagram ein hochwertiger Werbekanal.  Mit 32 Millionen Nutzern in den USA und bereits 5 Mio in GB wächst die erreichbare Zielgruppe stetig an, die sowohl mit Photo-, Video und Carousel-Ads bespielt werden kann.

 

 

Understanding and attributing the full value of mobile (Martin Loss)

Ziel der Präsentation des Google-Mitarbeiters war es aufzuzeigen, dass mobile Werbeanzeigen aktuell noch sehr vernachlässigt werden, obwohl hier großer Nutzen gestiftet wird. Dies veranschaulichte er beispielhaft, indem er eine Tüte quer durch das Publikum zu sich reichen ließ, jedoch die darin enthaltenen Süßigkeiten der letzten Person schenkte. Dies sollte aufzeigen, dass in der Customer Journey nicht nur der letzte Kontakt gemessen werden sollte, sondern durch Cross-Device-Tracking nach Möglichkeit alle Kontaktpunkte berücksichtigt werden sollten.

 

Daten, die zur Untermauerung präsentiert wurden:

  1. Wenn man den mobilen Traffic analysiert, wird man feststellen, dass oftmals der Checkout begonnen, jedoch vor dem letzten Schritt abgebrochen wird. Loss erklärte das damit, dass viele Nutzer an diesem Punkt alle wichtigen Informationen vorliegen haben und dann später zuhause mit einem Desktop-PC oder einem Tablet den Kauf tätigen.
  2. Wenn man im Google AdWords Konto die Cross-Device Conversions aktiviert, schafft es Google mit einer ca. 90%igen Sicherheit, alle Conversions zu messen. Wenn also beispielswese 10 Conversions angezeigt werden, kann mit Sicherheit gesagt werden, dass zwischen 9 und 11 Abschlüsse tatsächlich erfolgt sind.

 

 

Really intelligent Remarketing (Steen Rasmussen, Mads Bøgh)

 

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten der Däne Mads Bøgh und sein Kollege Steen Rasmussen mit einer Präsentation über verschiedene Remarketing Strategien. So stiegen sie mit der provokanten Betitelung zu vieler Remarketing Werbeeinblendungen als „Zalando Effekt“ ein.

 

Es folgte der Vergleich von Remarketing Strategien mit einem Fußballspiel, wobei die verschiedenen Spielerpositionen die verschiedenen Kanäle wie Display, Facebook, YouTube oder Remarketing symbolisieren sollten. Ziel war es darzustellen, dass die vielen verschiedenen Kanäle zu Teamplayern gemacht werden müssen.

 

 

 

Die PPC-Masters 2016 war für uns xpose360-Besucher eine sehr gelungene Veranstaltung und unser Team freut sich schon darauf, auch im kommenden Jahr wieder dabei sein zu dürfen.

 

 

Weitere Recaps:

  1. http://www.ironshark.de/recap-ppc-masters-2016/
  2. http://www.projecter.de/blog/sem/recap-ppc-masters-2016.html
  3. http://klickkomplizen.de/blog/online-marketing/recap-ppc-masters-2016/

 

 




Werbeformate – Soziale Netzwerke feat. Suchmaschinen

Längst vorbei sind die Zeiten, als Unternehmen sich auf ihren Google AdWords Ads ausruhen konnten. In den vergangenen Jahren hat sich eine immer größere Vielfalt an neuen Shopping Portalen und sozialen Netzwerken aufgetan. Soziale Netzwerke sind längst ein wichtiger Bestandteil der Online Werbung geworden. Hier erreicht man vor allem jüngere Zielgruppen, die sich dort mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen und darüber optimal aufgefangen werden können.

Aufgrund steigender CPC’s und wachsender Konkurrenz habe ich mich mit alternativen Werbekanälen befasst. Es wurden die bekanntesten Websites von Suchmaschinen bis hin zu sozialen Netzwerken ausgewählt, um Euch einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Werbeformen auf den jeweiligen Kanälen möglich sind, wie diese funktionieren und mit welchen Kosten ihr dafür rechnen müsst:

 

  1. Google.de – Suchmaschine
  2. Bing.de – Suchmaschine
  3. Google.de/Shopping – Suchmaschine / Preisvergleich
  4. Amazon.de – Shop
  5. Facebook.de – Soziales Netzwerk
  6. Twitter.de – Soziales Netzwerk
  7. Youtube.de – Suchmaschine / Soziales Netzwerk
  8. Xing.de – Soziales Netzwerk
  9. LinkedIn -Soziales Netzwerk
  10. Google+ – Soziales Netzwerk
  11. Instagram – Soziales Netzwerk
  12. Pinterest – Soziales Netzwerk / Bildsuche
  13. WhatsApp – Soziales Netzwerk
  14. Tinder – Soziales Netzwerk / Dating

 

 

 

 

google-adwords

Kategorie: Suchmaschine
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Textanzeigen
Targeting: Keywords
Reichweite: Suchmaschinen Marktanteil in Deutschland von 94,84 %
Beispiel-Anzeige:

 

Adwords Screenshot

 

 

 

Auf dieser sehr bekannten Suchmaschine starten erfahrungsgemäß die meisten Unternehmen mit Werbeanzeigen. Hier sind natürlich weitaus mehr Anzeigenformate möglich als die klassischen Textanzeigen. Um die verschiedenen Kanäle jedoch vergleichbar zu machen, beschränken wir uns in diesem Beitrag auf Textanzeigen.

Jetzt starten:           Adwords Info & Anleitung

 

 

 

 

 

Bing-Ads2

Kategorie: Suchmaschine
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Textanzeigen
Targeting: Keywords
Besonderheit: Anzeigen erscheinen automatisch bei Bing, Yahoo, MSN
Reichweite: Bing Marktanteil in DE ca. 2,5% & Yahoo Marktanteil in DE ca. 2%
Beispiel-Anzeigen:

Yahoo Screenshot
Ansicht bei Yahoo

Bing Ad Screenshot
Ansicht bei Bing

 

 

 

 

 

 

 

 

Wem der Google AdWords Traffic nicht genügt, hat die Möglichkeit durch Bing Ads weitere Besucher auf die Website zu locken. Seit dem Zusammenschluss von Yahoo und Microsoft im Jahr 2009 erscheinen die auf Bing gebuchten Anzeigen zusätzlich auf Yahoo und MSN.

 

Jetzt starten:           Bing Ads Info & Anleitung

 

 

 

 

 

Unbenannt

Kategorie: Suchmaschine / Preisvergleich
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen
Targeting: Produktdatenfeed
Beispiel-Anzeige:

Shopping Screenshot

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders Shops mit einer großen Produktpalette sollten Shopping Anzeigen in Betracht ziehen. Einen einmalig größeren Aufwand in Kauf genommen, um das Produktdatenfeed anzupassen und Shopping Kampagnen zu erstellen, können die meisten Shopbetreiber von steigenden Verkaufszahlen und mehr Sichtbarkeit auf der SERP profitieren.

Jetzt starten:          Google Shopping Info & Anleitung

 

 

 

 

 

amazon produktanzeigen

 

Kategorie: Versandhandel
Bezahlart: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen auf Produktdetailseiten, in den Suchtreffern oder auch im Einkaufswagenfeld
Targeting: Produktdatenfeed
Reichweite: ca. 260 Millionen Kunden-Accounts weltweit / 27,7 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

 

amazon suchtreffer screenshot
In den Suchtreffern

 

 

 

 

 

amazon wk screenshot
Im Warenkorb

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dieser Werbeform haben auch Shops, die ihre Produkte nicht direkt über Amazon verkaufen möchten, die Möglichkeit, auf diese aufmerksam zu machen. Kunden, die innerhalb von Amazon auf Dein Produkt klicken, werden dann auf den Shop weitergeleitet und können dort die Bestellung abschließen.

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amazon gesponserte produkte

Kategorie: Versandhandel
Bezahlart: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen auf der Amazon-Suchergebnisseite
Targeting: Produktdatenfeed
Reichweite: ca. 260 Millionen Kunden-Accounts weltweit / 27,7 Mio. in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

amazon gesponserte ads

 

 

 

 

 

 

Um diese Anzeigenart nutzen zu können, muss man Amazon-Verkäufer sein. Hier hast Du dann die Möglichkeit, Deine Produkte von anderen abzuheben und gut sichtbar zu machen. Die Anzeigen reihen sich mit in die Suchergebnisse ein und sind lediglich durch ein kleines „gesponsert“ erkennbar.

 

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facebook logo

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC, CPM
Anzeigenart: Bild mit Text, das in den Neuigkeiten erscheint
Targeting: Demographisch, Standort, Interessen, Verbindungen, Verhalten, Lookalike Audiences
Reichweite: ca. 28 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeigen:

facebook ad screenshot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Als eines der beliebtesten sozialen Netzwerke bietet Facebook großes Potenzial, Deine Wunschzielgruppe zu erreichen. Die zahlreichen Targeting-Möglichkeiten helfen Dir dabei, relevante Nutzer zu finden und anzusprechen. Geschickt in die Neuigkeiten eingereiht, wirken die Anzeigen nicht so aufdringlich wie manch andere Werbeformate.

 

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Twitter-logo

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC – Kosten entstehen nur für Follower & Interaktionen (Retweet, Favorit, antworten, Klick auf Beitrag)
Anzeigenart: Sponsored Tweets, sponsored Acccounts, sponsored Trends, Quick Promote
Targeting: Nutzername, Schlüsselwörter, Interessen, Standort, Gerät, Geschlecht, Sprache, Tv-Unterhaltung
Reichweite: ca. 2,3 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

twitter ad screenshot

 

 

 

 

 

 

 

Die einen nutzen Facebook, die anderen lieber Twitter und manche einfach beides. So sollte bei der Wahl passender Werbekanäle auch Twitter in Betracht gezogen werden. Ähnlich wie bei Facebook gibt es auch hier unglaublich viele Targeting Kriterien, nach denen Deine Werbung ausgespielt werden kann. Attraktiv gestaltet sich auch die Bezahlform, wonach nur dann Kosten anfallen, wenn der Nutzer mit Deiner Anzeige interagiert.

 

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Quick Promote:     Twitter Quick Promote Info & Anleitung

 

 

 

YouTube Logo 2000px PNG

 

Kategorie: Soziales Netzwerk / Suchmaschine
Bezahlart: CPC / CPV / CPM
Anzeigenart: TrueView In-Stream, TrueView in Display, Display, In-Video Overlay, Videoanzeigen, Mastheads
Targeting: Kanäle, Interessen, Themen, Alter, Geschlecht, Keywords, Elternstatus, Placements, Remarketing-Listen
Reichweite: ca. 1 Mrd. unique Users weltweit jeden Monat
Beispiel-Anzeige:

 

True-View In-Stream

youtube screenshot

 

Masthead

youtube-masthead

 

 

 

 

 

 

 

Auf Youtube werben mag im ersten Augenblick sehr unübersichtlich und kompliziert wirken. Wer sich genauer damit befasst, stellt fest, dass die dort angebotenen Werbeformen vor allem kreativ sind und großes Reichweiten-Potenzial bieten. Hier findest Du jede Anzeigenart nochmal anschaulich von Google erklärt.

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2000px-Xing_logo.svg

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: TKP (7,50 € pro Targeting Kriterium)
Anzeigenart: Anzeigen im Xing-Layout, Display Anzeigen, exklusive Kooperationen (Stand Alone, Mailing, Landingpage, etc….)
Targeting: Regionen, Alter, Branchen, Geschlecht, Joblevel…
Reichweite: ca. 7,7 Mio. Nutzer in D-A-CH
Beispiel-Anzeige:

xing screenshot

 

 

 

 

 

 

 

Laut Xing erreicht man in diesem Netzwerk ein besonders hochwertiges Umfeld, da dieses von mind. 2,2 Mio. berufstätigen Nutzern besucht wird. Aufgrund dieser speziellen Sparte stehen Ihnen hier auch Targeting-Optionen wie z.B. Joblevel, Branche oder Unternehmensgröße zur Verfügung. Da Xing viele verschiedene Anzeigenarten zu unterschiedlichen Preismodellen anbietet, kannst Du dir hier die Info-Broschüre downloaden.

Jetzt starten: Xing Ads Info & Anleitung

 

 

 

 

 

linkedin

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC (mind. 2$), CPM
Anzeigenart: Textanzeige mit Bild
Targeting: Stellenbezeichnungen, Branche, Region, Unternehmensgröße, Karrierestufe, Alter, Geschlecht…
Reichweite: Ca. 6 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

linkedin screenshot

 

 

 

LinkedIn zeichnet sich als das weltweit größte berufliche Netzwerk aus. Deshalb beschränken sich die Ausrichtungsmöglichkeiten weitestgehend auf berufliche Kriterien wie beispielsweise Tätigkeitsbereich, Karrierestufe, Branche oder Stellenbezeichnung.

 

Jetzt starten: LinkedIn Info & Anleitung

 

 

 

 

 

googleplus

 

 

Kategorie:                Soziales Netzwerk

Anzeigenart(en):

  • +Post Ads: Bereits bestehende Google+ Posts werden als Display Anzeige im Google Display Netzwerk (GDN) beworben (CPC).
  • Hangouts on air: Ebenfalls im GDN können Hangouts promotet werden. Außerdem können User damit interagieren und sich das Hangout z.B. live oder später als Aufnahme ansehen.
  • Automatic post promotion: Bei dieser Werbeform wird automatisch der neueste Post der Google+ Page beworben. Gezahlt wird hierfür nur, wenn User mit der Anzeige auch interagieren.

Reichweite:             ca. 3,1 Mio. aktive Nutzer in DeutschlandBesonderheit:

Es sind mind. 1.000  Follower auf dem Profil erforderlich um +Post Ads zu schalten.

Jetzt starten: Google+ Post Ads Info & Anleitung

 

 

instagramIcon_400x400

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Reichweite: Ca. 4,2 Mio. aktive Nutzer in DE
Cases: Erste Case Studies bekannter Unternehmen zeigen, dass großes Potenzial hinter den Instagram Anzeigen steckt:

 

Instagram

 

Besonderheit:

Vorerst nur für exklusive Partner verfügbar. Bei der Einführung von Instagram Werbung in Deutschland sind z.B. Zalando, Samsung, Porsche, DNGRS, Ben & Jerry’s, Rewe, EDITED, Mercedes-Benz und Volkswagen von Anfang an dabei. So findet man auf Instagram bislang nur Tipps, wie Beiträge einzigartig gestalten werden können: https://business.instagram.com/advertising/

 

 

 

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Kategorie: Soziales Netzwerk / Bildsuche
Bezahlart: CPC / CPE (engagement)
Anzeigenart: Fotos mit Brand-Logo, die auf Top Positionen in den Suchergebnissen erscheinen
Reichweite: ca. 3 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Besonderheit: Promoted Pins befinden sich noch in der Beta. Bisher lassen sich diese nur mit einem Business Account in den USA testen.

Als deutsches Unternehmen kann man sich allerdings schon auf eine Warteliste setzen lassen:
Bild7
Beispiel-Anzeigen aus den USA:

Bild9Bild8

 

 

 

 

 

activate whatsapp calling

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk – Chat
Besonderheit: Whatsapp selbst bietet keine bezahlte Werbung an. Es gibt jedoch trotzdem Möglichkeiten, Interessenten / Kunden über die App anzusprechen.
Reichweite: ca. 35 Mio. aktive Nutzer in Deutschland

Marketing-Möglichkeiten:

 

  • Newsletter-Marketing
  • Support
  • Live-Ticker
  • Push-Service etc….

 

 

Bild3 Bild2
Über Anbieter wie „WhatsBroadcast“ oder „WhatsService“ können individuelle Newsletter-Pakete gebucht werden. Wie Du in den Beispielen sehen kannst, gibt es allerdings noch zahlreiche weitere kreative Wege, mit den Kunden über die App zu kommunizieren. So bietet z.B. ein Radiosender an, Blitzermeldungen über Whatsapp entgegen zu nehmen und Kitzbühel Tourismus beantwortet Support Anfragen über die App.

 

 

 

 

 

 

 

Tinder

 

Kategorie: Soziales Netzwerk – Dating
Reichweite: Ca. 2 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Besonderheit: Ähnlich wie bei Whatsapp kann auch über tinder noch keine bezahlte Werbung geschaltet werden. Viele Unternehmen waren jedoch bereits kreativ und haben es so geschafft, Tinder-User mit ihrer Marke zu erreichen.
Beispiel-Anzeige:

 

 

domingos

 

Ein tolles Beispiel dafür lieferte der Pizzaservice „Domino’s“ am Valentinstag. Gaben die User der Pizza ein Herz und ein Match kam zustande, konnten sie Rabatte bekommen und eine Pizzabestellung aufgeben.

 

Fazit: Suchmaschinen-Anzeigen sind nach wie vor der wichtigste PPC-Werbekanal. Die weiteren Kanäle sind jedoch eine super Erweiterung, um mehr Reichweite und Markenbekanntheit zu erlangen. Die eine perfekte Werbeplattform gibt es dafür nicht. Jedoch bieten sich mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, sein Produkt bestmöglich zu platzieren. So gilt es, je nach Produkt und Zielgruppe die passende Plattform zu wählen und sich mit einem kreativen Ansatz von der Konkurrenz abzuheben.

Unser Alex hat eine dazu passende Präsentation auf unserer Veranstaltung „Digital Tomorrow“ gehalten, welche ihr hier herunterladen könnt: paid advertsining made sexy