4 Top Tipps zur Keyword Recherche für Amazon PPC (Gesponserte Produkte)

Keywords sind nicht nur bei der Rankingoptimierung sondern auch bei Amazon PPC Werbekampagnen (Gesponserte Produkte) die Basis des Erfolgs. Wer seine Produkte nicht mit allen relevanten Keywords bewirbt, der erreicht auch nicht alle potentiellen Kunden und verpasst so Umsätze. Wer stattdessen mit einem großen Keyword Set wirbt, das aber auch viele wenig relevante Keywords enthält, dem können hohe unnötige Kosten entstehen, die die Leistung von Kampagnen verwässern oder sogar unprofitabel machen können.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für profitable Amazon Werbekampagnen ist deshalb eine gründliche Recherche aller relevanten Keywords. Dieser Beitrag zeigt Ihnen 4 wirkungsvolle Ansätze, um Keywords für Ihre Amazon PPC Werbekampagnen zu recherchieren.

Amazon die Keyword Recherche machen lassen: Automatische Kampagnen

Wer keine Zeit hat, selbst eine Keyword Recherche durchzuführen, kann diese Arbeit stattdessen einer automatischen Amazon PPC Kampagne überlassen. In automatischen Kampagnen entscheidet Amazon selbst auf Basis der Produktinformationen (z.B. Titel, Bullet Points, Schlüsselwörter und Kategorie) bei welchen Suchanfragen die Anzeigen ausgespielt werden. Vom Nutzer müssen hier keine Keywords sondern nur zu bewerbende Produkte, Tagesbudget und das CPC Gebot festgelegt werden. Für welche Suchanfragen Amazon die Anzeigen geschaltet hat, können Händler über den Suchbegriffbericht in Seller Central einsehen.

Der Nachteil einer automatischen Kampagne ist aber u.a., dass die Werbeanzeigen auch bei vielen irrelevanten Suchanfragen ausgespielt werden können, die unnötige Kosten verursachen. Eine erfolgreiche Strategie ist deshalb, für dieselben ASINs parallel mit einer manuellen Kampagne zu arbeiten. In einer manuellen Kampagne können im Gegensatz zur automatischen Kampagne die Keywords und Übereinstimmungstypen für die Anzeigenstreuung genau festgelegt werden. Außerdem können die CPC Gebote individuell für jedes Keyword optimiert werden, um die beste Profitabilität zu erzielen. Wenn parallel mit einer manuellen Kampagne gearbeitet wird, können so in regelmäßigen Abständen die performantesten Suchanfragen aus der automatischen Kampagne als Keywords in die manuelle Kampagne übertragen werden, um sie gezielt zu optimieren. Das CPC Gebot der automatischen Kampagne kann währenddessen relativ niedrig angesetzt werden damit weniger Kosten für irrelevante Klicks anfallen. Die automatische Kampagne übernimmt in diesem Setup also die Keyword Recherche während in der manuellen Kampagne durch eine Optimierung die besten Umsätze bzw. Profite mit den Keywords herausgeholt werden können.

Die effektivsten Ansätze für eine eigene Amazon PPC Keyword Recherche

Automatische Kampagnen nehmen Sellern einiges an Aufwand ab, sind aber nicht die schnellste Methode um zu einem guten Keyword Set zu kommen. Wer stattdessen lieber eine eigene PPC Keyword Recherche durchführen möchte um seine Kampagnen sofort mit einem gut funktionieren, umfassenden Set von Keywords zu starten (oder eine bestehende Kampagne zu verbessern), hat verschiedene Ansätze zur Verfügung. In diesem Beitrag werden die 3 besten Möglichkeiten vorgestellt:

Amazon Keyword Recherche Tool Sonar (kostenlos)

Am einfachsten ist die Keyword Recherche mit speziell dafür konzipierten Tools. Marketplace Analytics hat mit Sonar ein kostenloses Keyword Recherche Tool speziell für Amazon Händler entwickelt. Es spart Händlern bei der Recherche nicht nur viel Zeit sondern liefert auch sehr gute, genau auf Amazon zugeschnittene Ergebnisse. Sonar verfügt über eine Datenbank mit über 23 Millionen tatsächlichen Suchanfragen von deutschen Amazon Kunden, die Sie für Ihre Keyword Recherche durchsuchen können. Außerdem schätzt Sonar die Amazon Suchvolumen für diese Keywords, so dass Sie sehen können, welche Keywords das größte Umsatzpotential besitzen.

Sonar bietet 3 Suchoptionen für die Keyword Recherche:

  1. Keyword Suche: In diesem Suchmodus können Sie ein Ausgangskeyword eingeben und bekommen alle Amazon Suchanfragen angezeigt, die dieses Keyword enthalten. Wenn Sie z.B. „Gymnastikball“ in die Suche eingeben, erhalten Sie 711 Keywords, die den Bestandteil „Gymnastikball“ beinhalten. Sie bekommen also ähnliche Ergebnisse wie in der Amazon Autovervollständigung – nur mit 711 statt 10 sehr viel mehr Ergebnisse mit einem einzigen Suchvorgang.
  2. Erweiterte Suche: Mit der erweiterten Suche können nicht nur Keywords mit dem gleichen Wortstamm sondern auch sinnverwandte Keywords für ein Ausgangskeyword gefunden werden. Für das Ausgangskeyword „Gymnastikball“ findet man z.B. 1464 Ergebnisse inklusive Keywords wie „Sitzball“, „Pezziball“, „Ballstuhl“, „Yogaball“ oder „Therapieball“. Dadurch findet man häufig Begriffe, die Kunden verwenden, aber auf die man selbst nicht gekommen wäre.
  3. ASIN Rückwärtssuche: Mit der ASIN Rückwärtssuche brauchen Sie sogar nur noch die ASIN eines ähnlichen Produkts um die Keyword Recherche zu starten. Geben Sie eine ASIN ein, um die Keywords zu sehen, für die ein bestimmtes Produkt rankt. Auf diese Weise können Sie herausfinden, welche Keywords Ihre Wettbewerber

Die drei Suchoptionen von Sonar können für eine gründliche Keyword Recherche auch sehr gut miteinander kombiniert werden. So kann man z.B. mit einem Wettbewerber Produkt in der ASIN Rückwärtssuche starten, und danach eine einfache oder erweiterte Suche mit den gefundenen Keywords durchführen um weitere Keywords zu finden.

Die Suchergebnisse von Sonar können per CSV Datei exportiert werden um Sie in Excel auszuwerten. Der Export enthält dabei in einer Spalte alle Keyword Ergebnisse und in einer weiteren Spalte das dazugehörige Suchvolumen. Aus den Ergebnissen können alle relevanten PPC Keywords ausgewählt und einer Amazon PPC Kampagne bzw. Anzeigengruppe per Kopieren + Einfügen hinzugefügt werden.

Wer die Keyword Recherche komplett selbst in die Hand nehmen möchte, kann auch direkt eine Analyse seiner Wettbewerber machen bzw. die Amazon Autovervollständigung nutzen um Keywords zu finden:

Wettbewerbsanalyse

Um schnell Wettbewerber Keywords zu recherchieren kann auf Amazon eine Suche mit zentralen Keywords für das Produkt, das beworben werden soll, durchgeführt werden. Bei einer Analyse der Suchergebnisse und Produktseiten (Produkttitel, Bullet Points, Beschreibung) der Wettbewerber können alle Keywords gesammelt werden, die zum eigenen Produkt passen.

Möchte man z.B. wieder einen Gymnastikball bewerben, startet man einfach eine Amazon Suche mit diesem Keyword. Allein schon bei einer Auswertung der Produkttitel im Suchergebnis findet man weitere Keywords, die das Produkt beschreiben.

Amazon Autovervollständigung

Die Amazon Autoverstollständigung bietet die Möglichkeit, Amazons Suchdaten für die eigene Recherche zu nutzen. Um die Keyword Recherche zu starten gibt man auch hier einfach ein Ausgangskeyword in die Amazon Suche ein (ohne die Suche zu starten). Amazon schlägt daraufhin bis zu 10 passende Suchanfragen von Amazon Kunden vor, die dieses Keyword enthalten. Als Ausgangskeywords können z.B. die Keywords dienen, die man vorher bei Wettbewerbern gefunden hat. Ein Vorteil der Autovervollständigung ist, dass man Keywords erhält, die tatsächlich dem Suchverhalten der Amazon Kunden entsprechen. Um noch mehr Vorschläge für dasselbe Keyword zu erhalten, kann man außerdem die Buchstaben A bis Z an das Keyword anhängen (siehe folgender Screenshot).

 

Eine gründliche PPC Keyword Recherche lohnt sich und muss nicht viel Aufwand bedeuten

Eine gründliche PPC Keyword Recherche führt zu höheren Umsätzen und niedrigeren Kosten bedeutet aber auch Mehraufwand. Mit den in diesem Beitrag vorgestellten Keyword Recherche Methoden können Amazon Händler jedoch relativ einfach alle relevanten Keywords für ihre PPC Kampagnen ermitteln und dabei gleichzeitig Zeit und Aufwand einsparen.

 

Dieser Gastartikel wurde verfasst von Franz Jordan, Marketplace Analytics

Über Franz Jordan:

Franz Jordan ist Gründer und Geschäftsführer von Marketplace Analytics. Er ist federführend an der Entstehung der Marketingdisziplin „Amazon SEO“ beteiligt und liebt es, sich mit dem Thema Amazon zu beschäftigen und über erfolgreiche Amazon-Strategien nachzudenken.

 

 

Über Marketplace Analytics:

Marketplace Analytics ist die führende Analyse- und Optimierungs-plattform um den Erfolg auf Amazon zu steigern. Sie wird von Amazon Händlern ebenso wie von internationalen Marken genutzt um Rankings und Werbekampagnen zu optimieren, Produktrezensionen zu managen, Wettbewerber zu beobachten und mehr.




PPC Masters 2017 – Recap

Am 15.02. war es wieder so weit, wir machten uns mit dem Flugzeug auf nach Berlin, zur PPC Masters 2017. So konnten wir gut ausgeschlafen den kurzen Fußweg vom Hotel auf der Fischerinsel zur Veranstaltungen in der Spreegalerie meistern. Da immer zwei Tracks parallel liefen, jeweils auf Deutsch und Englisch, haben wir uns aufgeteilt, um so viele Vorträge wie möglich zu sehen.

 

Recap der von Nanina besuchten Vorträge

Advanced automated AdWords Reports (Jakub Kašparů)

Dieser Vortrag befasste sich hauptsächlich mit AdWords Scripts. Nach einer kurzen Einleitung wurden einige Scripts vorgestellt, die einem den Arbeitsalltag beim Optimieren von AdWords Kampagnen sowie Generieren verschiedener Reportings, erleichtern können. Die interessantesten Reports dabei waren:

  • Ein übersichtlicher Report für Search Queries
  • Ein Report der aktuelle Gebote anzeigt und neue Gebote vorschlägt
  • Below first Page Report

Wer sich die Scripts genauer ansehen und verwenden möchte, findet diese auf seiner Seite ppc-sripts.eu

 

 

Attribution als Steuerungsherausforderung für SEA – Datengesteuerte Prognostik zur Optimierung (Melanie Schlegel)

Die Abteilungsleiterin für SEA und PMS bei Otto, lieferte den für mich interessantesten Vortrag des Tages. Mit anschaulichen Folien gab sie uns einen tiefen Einblick die SEA Struktur des Modeversandhauses und lies uns am langen Weg der Suche eines zu Otto passenden Attributionsmodells teilhaben. Fazit der Suche war „Bidmanagement mit herkömmlichen Tools funktioniert bei Otto nicht!“ Folglich musste ein eigens ausgeklügeltes Attributionsmodell erschaffen werden. Die Lösung lautete: Vom Keyword zum Klick. Anhand unzähliger Merkmale vergangener Conversions, wird ein erwarteter Ertrag je Klick prognostiziert.

 

Advance AdWords remarketing for E-Commerce (Filippo Trocca)

In diesem Track wurden die Vor- und Nachteile von Remarketing über Analytics Listen behandelt sowie die Funktionsweise von dynamischem Remarketing erklärt. Für Remarketing Erfahrene wurde die Präsentation zum Ende hin interessanter, als Filippo Trocca auf den Einsatz eher ungewöhnlicher Remarketing Listen einging. So sammelt er sogar die User auf einer Bounce Liste, die sich über einer Minute auf der Seite aufhielten und empfiehlt zudem ergänzende Produkte 30 Tage nach dem Kauf des Hauptproduktes mittels Banneranzeigen anzubieten.

 

 

10 kreative Tipps zur AdWords Kampagnen Optimierung (Guido Pelzer)

In diesem Vortrag gab es viele Tipps für Keywords, Textanzeigen und andere Ebenen im AdWords Konto. Für echte SEA Profis waren diese eher als Gedächtnisstütze zu sehen und haben dazu angeregt, bestimmte Dinge im Konto mal wieder zu optimieren, die gerne vernachlässigt werden.

 

Panel: Dabei sein ist nicht mehr alles – So heben sich Ihre Produktanzeigen von der Masse ab

In diesem Panel konnte man einer interessanten Diskussion über Google Shopping und Facebook Produktanzeigen folgen. Auf der Bühne saßen Marcel Hollerbach von Productsup, Markus Kettner von Smartly sowie Michael Pietsch, Client Partner im Facebook eCommerce Vertical Team.

 

Perfection is the enemy of good – Attribution in der Praxis (Miriam Tappe)

Da dieser Vortrag direkt aus dem Hause Google kam, gab es interessante Insights und Ausblicke, wo die Reise innerhalb Adwords in den nächsten Monat hingehen wird. So werden ab Ende März alle Cross-Device-Conversions, die bislang in einer eigenen Spalte zu finden waren, mit den normalen Conversions addiert. Zudem empfahl Miriam Tappe, sich den Report „Geräteübergreifende Aktivitäten“ in AdWords einmal genauer anzusehen, da dieser Aufschlüsse über das Nutzerverhalten gibt.

 

Amazon Marketing: Die Pay-per-click Alternative im E-Commerce (Marc Rüsing)

In diesem Track konnte ich mich beruhigt zurücklehnen, aber nicht, weil er nicht interessant gewesen wäre, sondern weil ich täglich mit Amazon Werbeanzeigen zu tun habe. Für viele der Zuhörer schien das Thema aber noch sehr neu zu sein. So lauschte auch ich dem gut aufbereiteten Vortrag über das Amazon Vendorenprogramm und die verschiedenen Werbeformate, die sich über Amazon Marketing Service schalten lassen.

 

How to automate PPC to grow your business (Geetanjali Tyagi)

Die Mitgründerin von Optmyzr, einem AdWords-Tool, zeigte verschiedene Wege auf, wie man sich durch Automatisierungen in AdWords wertvolle Zeit sparen kann. Dabei ging sie auf drei verschiedene Automatisierungsmöglichkeiten ein: Automatische Regeln in AdWords, Scripts und die Anbindung an die API.

 

Recap der von Alex besuchten Vorträge

Optimising mobile moments: an end-to-end focus (Hannah Kimuyu)

 Hannah von greenlight in Großbritannien präsentierte die aktuellen Entwicklungen im mobilen Paid Marketing. Hierbei zeigte Sie anhand von Statistiken die Relevanz dieses Endgerätes:

– 20% der Suchen in der USA über ein Android Endgerät erfolgt bereits über Voice Search

– 30% der mobilen Suchen sind auf ein lokales Geschäft ausgerichtet

– 80% nutzen beim Onlinekauf mehrere Geräte

Diese Entwicklung erfordert den Einsatz von Spezial Anzeigentypen wie LIA (local inventory ads), call ads oder auch UAC (universal app campaigns). Diese Anzeigen können einen gewissen Vorteil im mobilen Bereich erzeugen, da hier der sichtbare Bereich, im Vergleich zu Desktop, deutlich kleiner ist und somit mehr Wettbewerb besteht.

Insgesamt kam Sie zum Schluss, dass es immer wichtiger wird die mobilen Endgeräte zu fokussieren  und entsprechend Cross-Device und Cross-Channel CPOs zu bilden.

 

Remarketing – Flirt mit dem User. Abfuhr, Affäre oder ewige Treue? (Nico Loges)

Nico zeigte, ohne auf bestimmte Tools einzugehen, welche Themen alle berücksichtigt werden sollen. Hierzu hat er den Prozess in fünf Phasen unterteilt:

  1. Sichtkontakt
  2. Ursprung
  3. Route
  4. Interaktion
  5. Zensur

Bei der Auswahl der Werbemittel verwendete er einen humoristischen Vergleich zur Paarungssituation des Vogels „Blaufußtölpel“. In diesem Fall ist der Blauton der Füße des Vogels das Auswahlkriterium einer Partnerin.

Zusätzlich hat er in den weiteren Schritten gezeigt, welche Kriterien alle berücksichtigt werden können um die Qualität von Zielgruppen anzureichern.

Mögliche Attribute:

– Produktgröße

– Farbauswahl

– Das Anklicken von weiteren Produktbildern

– Das Klicken auf die Mengenanzahl im Warenkorb

– Merkliste

– usw.

Zusätzlich wurde noch auf das Video „Micromoments“ von Google hingewiesen um sich besser in einen potentiellen Käufer hineinversetzen zu können (https://www.youtube.com/watch?v=cplXL-E1ioA)

 

Dynamic Remarketing hand made (Marco Volpe)

Unterstützt durch Filmausschnitte des Blockbusters „Gladiator“ zeigte Marco welche Möglichkeiten des Remarketings über die Kombination von Google AdWords und Google Analytics möglich sind. Hierbei wurde insbesondere auf die Custom Audiences eingegangen, welche über zusätzliche Merkmale wie demographische Daten, Aufenthaltsdauer oder auch E-Commerce Attribute angereichert werden können.

 

Rediscovering your campaigns on the GDN (Thomas McCarron)

Zum Start zeigte Thomas, welche Fehler meist noch bei Anzeigenplatzierungen im GDN zu finden sind:

  1. Es wird eine Kampagne für sowohl Display als auch Search Anzeigen genutzt werden
  2. Es wird bei Banneranzeigen nur ein Format eingesetzt
  3. „Problem Placements“ werden nicht ausgeschlossen
  4. Es wird viel Werbung in Apps geschalten, die keinen Mehrwert generieren

 

Zusätzlich hat er gezeigt, wie Gmail Ads funktionieren und wie diese eingesetzt werden können. Anhand einer Case Study zu einem Produkt, mit dem problemlos international Geld transferiert werden kann, was insbesondere für Studenten im Auslandssemester interessant ist. In diesem Fall wurden die Gmail Ads auf ausländische Zeitungen ausgerichtet. Dieses vorgehen hat die Conversionrate um 181% gesteigert.

Auch Thomas verwies noch einmal auf die Möglichkeiten des Remarketings mit Zielgruppendefinitionen über Analytics und das dynamische Remarketing.

 

Detailoptimierung im SEA trifft Makrosteuerung im eCommerce

Erik nutzte seine Erfahrungen als Consultant, also nicht als Toolanbieter oder Agentur dazu, den Blick von Außen wieder zu schärfen. Anhängig von der Unternehmensstruktur ist oftmals die digitale Transformation noch nicht vollzogen. Er zeigte an einigen Beispielen das für viele Unternehmen Prozesse gebildet werden müssten um die Anforderungen, die ein Online Marketer (PPC Marketer) voraussetzt. Beispielsweise haben viele Unternehmen zunächst eine mentale Hürde einen Datenfeed zu erstellen. Bei genauerem Hinsehen und umfassender Aufklärung zeigt, dass die meisten Daten bereits in Listenform bestehen und diese nur kombiniert werden müssten.

 

Fazit:

Wie auch im letzten Jahr, hat uns die PPC Masters 2017 sehr gut gefallen. Sie konnte mit spannenden Vorträgen, guter Organisation und leckerem Essen punkten. Besonderes Highlight dieses Jahr waren die Massagen, die man sich auf der Empore des unteren Raums geben lassen konnte. Lediglich bei der Planung des Mittagsbuffets würden wir uns für nächstes Jahr eine Verbesserung wünschen, da sich hier sehr lange Warteschlangen gebildet haben.




Mit Amazon Werbeanzeigen auf Platz 1 der Suchergebnisse

GASTARTIKEL VON FRANZ JORDAN

Amazon SEO war für viele Amazon Verkäufer eines der großen Themen in 2015. Während Amazon seinen Marktanteil in Deutschland immer weiter ausbaut – 2015 ist Amazon in Deutschland um 18% gewachsen – wird die Platzierung der Produkte bei den wichtigen Keywords in den Suchergebnissen von Amazon zum entscheidenden Erfolgskriterium im E-Commerce. Wer bei Amazon ganz oben steht kommt in den Genuss des scheinbar unendlichen Umsatzpotentials des E-Commerce Giganten, wer erst auf Seite 10 erscheint ist für den Käufer quasi unsichtbar.

Mit “Gesponserten Produkten” Top-Rankings erkaufen

Neben der Optimierung der organischen Rankings haben Händler auch die Möglichkeit, sich eine Top-Platzierung in den Suchergebnissen zu “erkaufen”. Vergleichbar zu Google Adwords bietet Amazon mit den “Gesponserten Produkten” die Möglichkeit, Werbeplätze in den Suchergebnissen zu ersteigern. Während Amazon die Werbeanzeigen früher lediglich am Ende der Suchergebnisseite unter den organischen Ergebnissen angezeigt hat, sind in jüngster Vergangenheit auch Werbeplätze in der Mitte der Suchergebnisse und sogar über den ersten Suchergebnissen hinzugekommen. Ganz oben erscheinen nun also genauso wie bei Google zunächst die Werbeanzeigen. Platz 1 auf Amazon wird somit für jeden Verkäufer erreichbar bzw. „ersteigerbar“.

Screenshot: Mit den Gesponserten Produkten können die Top 2 Platzierungen ersteigert werden

Top-2-Positionen-Amazon-Ads

Anzeigeplätze werden Keyword- und auktionsbasiert vergeben

Die gesponserten Produkte sind für Amazon das, was Adwords für Google ist und funktionieren in weiten teilen genau gleich. Händler bieten einen bestimmten Betrag um mit dem eigenen Produkt bei einem Keyword zu erscheinen. Amazon sortiert dann alle Gebote der Reihe nach und teilt basierend auf der Anordnung die Werbeplätze zu. Dabei wird allerdings nicht nur die Höhe des Gebots sondern auch die Qualität des Produkts für das jeweilige Keyword berücksichtigt. Da Amazon mit den Anzeigen nur Geld verdient, wenn ein Kunde auf die Anzeige klickt, bevorzugt Amazon Produkte, die bei dem Keyword mit einer höheren Wahrscheinlichkeit angeklickt werden („Click-through-rate“). Sehr relevante Produkte können deshalb bessere Anzeigeplätze erhalten obwohl das Gebot niedriger ist als bei weniger relevanten Produkten. Basierend auf der nach Gebot und Qualität sortierten Liste werden die Produkte anschließed den einzelnen Werbeplätzen zugeordnet und bei den Suchanfragen angezeigt. Verkäufer zahlen dann bei jedem Klick auf die eigene Anzeige maximal den Betrag, den Sie geboten haben.

Anzeigen erscheinen in den Suchergebnissen und auf den Produktseiten

Die Anzeigen werden auf Amazon an zwei Stellen platziert. Zum einen werden sie – wie bereits erläutert – in der Suchergebnissen angezeigt. In den Suchergebnissen reihen sie sich nahtlos in die Produkte der Suchergebnisliste ein. Lediglich ein kleiner Hinweis  („Gesponsert“) unterscheidet sie von den „normalen“ (d.h.organischen) Produkten.
Zum anderen erscheinen die Werbanzeigen aber auch auf den Detailseiten von anderen Produkten. Sie werden dort in einer Liste mit Gesponserten Produkten zwischen Titel und der Produktbeschreibung angezeigt. Dies ist als Verkäufer besonders interessant um Käufer kurz vor dem Kauf eines Wettbewerberproduktes noch auf das eigene Produkt umzuleiten. Allerdings kann die Anzeige bei anderen Produkten durch den Verkäufer nicht beeinflusst werden d.h. Amazon entscheidet selbst, welches Produkt bei welchem anderen Produkt als Anzeige erscheint. Auch hier gilt aber wieder, dass Amazon nur Geld verdient, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt. Demnach ist davon auszugehen, dass Amazon die Anzeigen bei ähnlichen Produkten (d.h. Wettbewerber) schalten wird um eine hohe Relevanz sicher zu stellen.

Screenshot: Werbeanzeigen in den Suchergebnissen

Werbeanzeigen-Suchergebnisse-Amazon

Screenshot: Anzeigen auf der Produktseite

Anzeigen-Produktseite-amazon

Umsatz durch gezielten Einsatz von Anzeigen steigern

Die Gesponserten Produkte sind generell dazu geeignet, um den Umsatz auf Amazon zu steigern. Das eigene Sortiment erfährt eine höhere Sichtbarkeit was zu mehr Verkäufen führt. Insbesondere, wenn ein Produkt aufgrund einer sehr schlechten organischen Positionierung nahezu keine Sichtbarkeit hat, lässt sich durch die Werbeanzeigen der Umsatz ankurbeln.
Einige Händler möchten aber nicht noch zusätzlich zu der Provision weitere Anteile ihrer Marge an Amazon abgeben. Auch für diese Verkäufer gibt es aber gewisse Situationen, in denen die Werbeanzeigen zumindest kurzfristig genutzt werden können. So sind die Anzeigen besonders zum Start neuer Produkte geeignet. Damit ein Produkt auf die ersten Seite kommt muss es Amazon zeigen, dass es sich gut verkauft. Um das aber zeigen zu können, muss es auf den ersten Seiten angezeigt werden. Ein wahrhaftiger Teufelkreislauf. Mithilfe der Gesponserten Produkte kann dieser durchbrochen werden.
Des weiteren kommen die Werbeanzeigen je nach Produkt für saisonale Kampagnen (z.B. Weihnachten, Muttertag, Schulanfang etc.) in Frage. Werden Anzeigen auf die entsprechenden Keywords geschaltet kann ein saisonal verstärktes Kaufinteresse optimal ausgenutzt werden. Ebenso kann der Abverkauf von einem Produkt zum Saisonende beschleunigt werden.
Bis zuletzt können Gesponserte Produkte auch zum Schutz der eigenen Marke bzw. der eigenen Topseller eingesetzt werden. Haben die eigenen Produkte in den Suchergebnissen bereits eine Top Position, kann es Sinn machen, die Werbeanzeigen zu nutzen um die eigene Top Position konsequent zu verteidigen und zu verhindern, dass Umsätze an Konkurrenten verloren gehen, die ebenfalls die Gesponserten Produkte nutzen.

Verkäufe aus Anzeigen wirken sich positiv auf das organische Ranking aus

Der wohl größte Unterschied der Gesponserten Produkte gegenüber Google Adwords ist allerdings, dass es eine positive Rückkopplung auf das organische Ranking gibt. Steigt der Absatz eines Produktes auf Amazon wirkt sich das üblicherweise auch positiv auf die organischen Rankings aus (vereinfacht lässt sich sgen, dass ein Produkt ums besser rankt je häufiger es sich verkauft). Wird der Absatz nun über die Werbeanzeigen erfolgreich angekurbelt, steigt auch das organische Ranking des Produkts. Dabei ist allerdings wichtig zu verstehen, dass das Ranking nicht alleine dadurch steigt, dass Anzeigen geschalten werden. Lediglich wenn es über die Anzeigen auch zu zusätzlichen Verkäufen kommt, ist eine Verbesserung des Rankings zu erwarten.

Amazon Anzeigen bis zu 20x günstiger als Google Adwords

Die Gesponserten Produkte sind im Vergleich zu anderen Werbediensten wie Google Adwords relativ günstig. Nach Angaben von Amazon liegen die durchschnittlichen erfolgreichen Gebote (d.h. die Gebote, die gewinnen und die Anzeige auf der 1. Position platzieren) je nach Kategorie zwischen 0,03 € und 0,17 €.
Google-CPCs-Amazon-CPCsBei einer Studie –  durchgeführt von Marketplace Analytics – zur Höhe der Gebote für die erste Seite bei Google und Amazon für kanpp 15.000 Keywords kam heraus, dass Google Adwords bei 90% der Keywords teurer ist als die Gesponserten Produkte von Amazon. Noch wichtiger ist allerdings der Unterschied bei den Kosten. So sind Adwords Anzeigen durchschnittlich 7.9x teuerer als die Anzeige bei dem gleichen Keyword auf Amazon. Dieses Ergebnis ist sehr überraschend  da es der Logik widerspricht, dass Nutzer auf Amazon typischerweise weiter im Kaufprozess sind und deshalb „mehr wert“ sind. Die niedrigen Kosten sind u.a. damit zu begründen, dass die Amazon Anzeigen bisher noch relativ wenig von Verkäufern genutzt werden und die Auktionen entsprechend weniger umkämpft sind. Auch wenn sich dies evtl. in Zukunft ändert stellen die Gesponserten Produkte im Moment eine sehr attraktive Alternative zu Google Adwords dar.

Erfolg kann genau gemessen und gesteuert werden

Ein weitere Vorteil gegenüber Google Adwords liegt darin, dass der Erfolg der Amazon Werbeanzeigen perfekt gemessen werden kann. Amazon ordnet die Werbekosten den Verkäufen zu wodurch man als Verkäufer genau messen kann, wie viel Werbeausgaben zu wie viel Umsatz geführt haben. Die typischen Attributionsprobleme, die man von Google Adwords kennt, fallen somit komplett weg. Mithilfe von Tools – z.B. dem erst kürzlich veröffentlichte Kampagnen Manager für Amazon Werbanzeigen von Marketplace Analytics – kann somit eine Werbekampagne auch ohne signifikantes Vorwissen optimiert werden. Sind die Umsatzkosten zu hoch werden die Gebote entsprechend reduziert. Liegen die Umsatzkosten unter dem Zielwert werden die Gebote erhöht um noch mehr Umsatz zu generieren.
Die Gesponserten Produkte von Amazon stellen für Verkäufer eine ausgesprochen interessante Gelegenheit dar, um den Umsatz auf Amazon kostengünstig zu steigern und gleichzeitig das Ranking zu optimieren. Im zweiten Teil dieser Serie werden die wichtigsten Optimierungsstrategien für erfolgreiche Werbekampagnen auf Amazon vorgestellt.
Nachdem die Funktionsweise der Gesponserten Produkte vorgestellt wurde werden im Folgenden ein paar konrete Tipps und Strategien vorgestellt um erfolgreiche Werbekampagnen auf Amazon zu schalten.

Tipp #1: Gleichzeitig automatische und manuelle Kampagne schalten
Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Kampagnen: manuelle und automatische Kampagnen.
•    Automatische Kampagnen: Bei automatischen Kampagnen werden vom Nutzer keine Keywords, sondern nur Produkte angegeben. Amazon gleicht Suchbegriffe von Kunden mit den beim Produkt hinterlegten Keywords ab und entscheidet automatisch, bei welchen Suchanfragen die Anzeigen erscheinen. Es wird dabei nur ein übergreifendes CPC-Gebot pro Anzeigengruppe festgelegt
•    Manuelle Kampagnen: Bei manuellen Kampagnen wählt der Nutzer selbst die Keywords aus, für die seine Anzeigen erscheinen sollen. Für Suchanfragen, die diese Keywords enthalten, können die Anzeigen dann erscheinen. Für einzelne Keywords kann in manuellen Kampagnen außerdem ein spezifisches CPC-Gebot abgegeben werden.
Eine sehr erfolgreiche Strategie ist es, sowohl eine automatische als auch eine manuelle Kampagne mit den gleichen Produkten zu schalten. Nach einigen Tagen / Wochen kann ausgewertet werden, über welche Suchbegriffe die automatische Kampagne besonders viel Umsatz generiert hat. Diese Suchbegriffe übertragen Sie dann in die manuelle Kampagne.
Der Vorteil dieser Strategie ist, dass Amazon durch die automatische Kampagne die Keyword Recherche übernimmt. So muss man nicht selbst mutmaßen, welche Keywords wohl gut mit den Produkten funktionieren werden sondern erhält von Amazon ein Liste präsentiert mit den besten Keywords. Anschließend können die Gebote aber pro Suchbegriff individuell festgelegt und damit der CPC optimal angepasst werden da die besten Keywords in die manuelle Kampagne übertragen werden.
Damit die automatische Kampagne der manuellen Kampagne dabei keine Impressions „klaut“, wird das Gebot der automatischen Kampagne auf ein niedriges Niveau festgelegt, während in der manuellen Kampagne höhere Gebote verwendet werden.

Tipp #2: Unerwünschte Suchanfragen ausschließen um Kosten zu senken
Legt man ein Gebot für ein bestimmtes Keyword fest so ist auf Amazon standardmäßig voreingestellt, dass die Anzeige auch auf ähnliche Keywords geschalten wird. Bietet man z.B. aufdas Keyword „iPhone Hülle“ so wird die Anzeige auch bei „iPhone Hülle Echtleder“ und „iPhone Hülle Plastik“ geschalten. Biete man als Verkäufer eine iPhone Hülle aus Echtleder an so wir das Keyword „iPhone Hülle Plastik“ voraussichtlich sehr schlecht konvertieren, schließlich sucht der Kunde explizit eine Hülle aus Plastik. Wird die Anzeige mit von der Echtleder Hülle bei diesem Keyword also angezeigt und auch geklickt, anschließend das Produkt aber nicht gekauft, dann verliert der Verkäufer mit diesem Keyword Geld.
Um das Schalten einer Anzeige bei unpassenden Keywords zu unterbinden gibt es die Möglichkeit sog. „Negative Keywords“ festzulegen. Bei negativen Keywords wird die Anzeige explizit nicht geschalten. So können Verkäufer eine treffsichere Liste mit negativen Keywords erstellen um schlecht laufende Anzeigen zu unterbinden und dadurch Kosten zu sparen.

Tipp #3: Bieten bei neuen Keywords – Mit einem hohen Gebot einsteigen
Wird ein Keyword neu angelegt, dann sollte zunächst ein höherer CPC gesetzt werden (min. €0,50). Neue Keywords haben noch keine Klickhistorie vorzuweisen die Amazon bei der Anzeigenaussteuerung berücksichtigen kann. Um das Keyword zum Laufen zu bringen und Impressionen und Klicks zu generieren muss deshalb tendenziell ein höheres Gebot abgegeben werden. Sobald eine Klickhistorie vorhanden ist kann dieses Gebot jedoch häufig gesenkt werden um sukzessive das optimale Gebot zu finden.

Tipp #4: Nach Änderungen mindestens 2 Wochen warten um valide Datenbasis zu haben
Bevor Sie den Erfolg einer Änderungen an einer Kampagne bewerten ist es wichtig, dass eine statistisch signifikante Datenbasis vorhanden ist. Nach 5 Klicks lässt sich noch nicht sagen, ob ein Keyword profitabel ist oder nicht. Typischerweise sollte man mindestens 2 Wochen, teilweise sogar 4 Wochen warten bevor auf die Ergebnisse reagiert wird.

 

So hilft Ihnen Marketplace Analytics bei Optimierung Ihrer Werbekampagnen
Alle beschriebenen Optimierungsmaßnahmen können Sie auch nur mithilfe von Amazon Seller Central umsetzen. Dies ist allerdings aus folgenden zwei Gründen sehr umständlich:
–    Die Berichte müssen aus Seller Central exportiert und anschließend in einem entsprechenden Programm (z.B. Excel) aufbereitet werden um die Suchbegriffe zu analysieren
–    Die Berichte sind immer nur für einen festen und begrenzten Zeitraum (letzte 60 Tage) verfügbar, was eine umfassende und flexible Auswertung über einen individuellen Zeitraum sehr umständlich macht.
Mit dem Kampagnen Manager von Marketplace Analytics ist die Keyword Optimierung dagegen deutlich einfacher möglich. Unser Analyse Tool vereinfacht Ihnen die Auswertung der Suchbegriffe und die Suche nach profitablen und auszuschließenden Keywords deutlich, denn:
–    Sie können die Suchbegriffe Ihrer Kampagnen direkt in einem intuitiven Interface einsehen
–    Sie können einfach nach Ihren Bedürfnissen und den relevanten Kennzahlen filtern und sortieren
–    Ihre Suchbegriff und Keyword Daten werden täglich auf den neuesten Stand gebracht
–    Sie können den Zeitraum Ihrer Analyse flexibel und individuell bestimmen und leicht Ihre gesammelte Historie einsehen
–    Wir geben Ihnen konkrete Empfehlungen bei welchen Keywords Sie die Gebote anpassen und welche Keywords Sie zu Kampagnen hinzufügen sollten
Probieren Sie Marketplace Analytics einfach ohne Risiko 14 Tage kostenlos aus und optimieren Sie Ihre Werbeanzeigen.

Screenshot: Das Marketplace Analytics PPC Dashboard – CPC Analyse

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Amazon beendet neues Werbeformat

Nur eineinhalb Jahre nach Einführung der Amazon Produktanzeigen, werden diese zum 31. Oktober 2015 eingestellt.

Diese Änderung wird vor allem Händler vor eine Herausforderung stellen, die keine direkten Amazon-Verkäufer sind. So müssen diese in Zukunft entweder auf den Traffic des Versand-Riesen verzichten, oder sich für eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen in Form eines Marketplace-Kontos entscheiden.

Zu den Beweggründen hat sich Amazon bisher nicht geäußert. Was vermutet Ihr, könnte dahinter stecken? Wir freuen uns auf Eure Meinungen in den Kommentaren.

Über weitere Neuerungen halten wir Euch auf dem Laufenden.




Werbeformate – Soziale Netzwerke feat. Suchmaschinen

Längst vorbei sind die Zeiten, als Unternehmen sich auf ihren Google AdWords Ads ausruhen konnten. In den vergangenen Jahren hat sich eine immer größere Vielfalt an neuen Shopping Portalen und sozialen Netzwerken aufgetan. Soziale Netzwerke sind längst ein wichtiger Bestandteil der Online Werbung geworden. Hier erreicht man vor allem jüngere Zielgruppen, die sich dort mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen und darüber optimal aufgefangen werden können.

Aufgrund steigender CPC’s und wachsender Konkurrenz habe ich mich mit alternativen Werbekanälen befasst. Es wurden die bekanntesten Websites von Suchmaschinen bis hin zu sozialen Netzwerken ausgewählt, um Euch einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Werbeformen auf den jeweiligen Kanälen möglich sind, wie diese funktionieren und mit welchen Kosten ihr dafür rechnen müsst:

 

  1. Google.de – Suchmaschine
  2. Bing.de – Suchmaschine
  3. Google.de/Shopping – Suchmaschine / Preisvergleich
  4. Amazon.de – Shop
  5. Facebook.de – Soziales Netzwerk
  6. Twitter.de – Soziales Netzwerk
  7. Youtube.de – Suchmaschine / Soziales Netzwerk
  8. Xing.de – Soziales Netzwerk
  9. LinkedIn -Soziales Netzwerk
  10. Google+ – Soziales Netzwerk
  11. Instagram – Soziales Netzwerk
  12. Pinterest – Soziales Netzwerk / Bildsuche
  13. WhatsApp – Soziales Netzwerk
  14. Tinder – Soziales Netzwerk / Dating

 

 

 

 

google-adwords

Kategorie: Suchmaschine
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Textanzeigen
Targeting: Keywords
Reichweite: Suchmaschinen Marktanteil in Deutschland von 94,84 %
Beispiel-Anzeige:

 

Adwords Screenshot

 

 

 

Auf dieser sehr bekannten Suchmaschine starten erfahrungsgemäß die meisten Unternehmen mit Werbeanzeigen. Hier sind natürlich weitaus mehr Anzeigenformate möglich als die klassischen Textanzeigen. Um die verschiedenen Kanäle jedoch vergleichbar zu machen, beschränken wir uns in diesem Beitrag auf Textanzeigen.

Jetzt starten:           Adwords Info & Anleitung

 

 

 

 

 

Bing-Ads2

Kategorie: Suchmaschine
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Textanzeigen
Targeting: Keywords
Besonderheit: Anzeigen erscheinen automatisch bei Bing, Yahoo, MSN
Reichweite: Bing Marktanteil in DE ca. 2,5% & Yahoo Marktanteil in DE ca. 2%
Beispiel-Anzeigen:

Yahoo Screenshot
Ansicht bei Yahoo

Bing Ad Screenshot
Ansicht bei Bing

 

 

 

 

 

 

 

 

Wem der Google AdWords Traffic nicht genügt, hat die Möglichkeit durch Bing Ads weitere Besucher auf die Website zu locken. Seit dem Zusammenschluss von Yahoo und Microsoft im Jahr 2009 erscheinen die auf Bing gebuchten Anzeigen zusätzlich auf Yahoo und MSN.

 

Jetzt starten:           Bing Ads Info & Anleitung

 

 

 

 

 

Unbenannt

Kategorie: Suchmaschine / Preisvergleich
Bezahlform: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen
Targeting: Produktdatenfeed
Beispiel-Anzeige:

Shopping Screenshot

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders Shops mit einer großen Produktpalette sollten Shopping Anzeigen in Betracht ziehen. Einen einmalig größeren Aufwand in Kauf genommen, um das Produktdatenfeed anzupassen und Shopping Kampagnen zu erstellen, können die meisten Shopbetreiber von steigenden Verkaufszahlen und mehr Sichtbarkeit auf der SERP profitieren.

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amazon produktanzeigen

 

Kategorie: Versandhandel
Bezahlart: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen auf Produktdetailseiten, in den Suchtreffern oder auch im Einkaufswagenfeld
Targeting: Produktdatenfeed
Reichweite: ca. 260 Millionen Kunden-Accounts weltweit / 27,7 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

 

amazon suchtreffer screenshot
In den Suchtreffern

 

 

 

 

 

amazon wk screenshot
Im Warenkorb

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei dieser Werbeform haben auch Shops, die ihre Produkte nicht direkt über Amazon verkaufen möchten, die Möglichkeit, auf diese aufmerksam zu machen. Kunden, die innerhalb von Amazon auf Dein Produkt klicken, werden dann auf den Shop weitergeleitet und können dort die Bestellung abschließen.

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amazon gesponserte produkte

Kategorie: Versandhandel
Bezahlart: CPC
Anzeigenart: Produktanzeigen auf der Amazon-Suchergebnisseite
Targeting: Produktdatenfeed
Reichweite: ca. 260 Millionen Kunden-Accounts weltweit / 27,7 Mio. in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

amazon gesponserte ads

 

 

 

 

 

 

Um diese Anzeigenart nutzen zu können, muss man Amazon-Verkäufer sein. Hier hast Du dann die Möglichkeit, Deine Produkte von anderen abzuheben und gut sichtbar zu machen. Die Anzeigen reihen sich mit in die Suchergebnisse ein und sind lediglich durch ein kleines „gesponsert“ erkennbar.

 

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facebook logo

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC, CPM
Anzeigenart: Bild mit Text, das in den Neuigkeiten erscheint
Targeting: Demographisch, Standort, Interessen, Verbindungen, Verhalten, Lookalike Audiences
Reichweite: ca. 28 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeigen:

facebook ad screenshot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Als eines der beliebtesten sozialen Netzwerke bietet Facebook großes Potenzial, Deine Wunschzielgruppe zu erreichen. Die zahlreichen Targeting-Möglichkeiten helfen Dir dabei, relevante Nutzer zu finden und anzusprechen. Geschickt in die Neuigkeiten eingereiht, wirken die Anzeigen nicht so aufdringlich wie manch andere Werbeformate.

 

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Twitter-logo

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC – Kosten entstehen nur für Follower & Interaktionen (Retweet, Favorit, antworten, Klick auf Beitrag)
Anzeigenart: Sponsored Tweets, sponsored Acccounts, sponsored Trends, Quick Promote
Targeting: Nutzername, Schlüsselwörter, Interessen, Standort, Gerät, Geschlecht, Sprache, Tv-Unterhaltung
Reichweite: ca. 2,3 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

twitter ad screenshot

 

 

 

 

 

 

 

Die einen nutzen Facebook, die anderen lieber Twitter und manche einfach beides. So sollte bei der Wahl passender Werbekanäle auch Twitter in Betracht gezogen werden. Ähnlich wie bei Facebook gibt es auch hier unglaublich viele Targeting Kriterien, nach denen Deine Werbung ausgespielt werden kann. Attraktiv gestaltet sich auch die Bezahlform, wonach nur dann Kosten anfallen, wenn der Nutzer mit Deiner Anzeige interagiert.

 

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YouTube Logo 2000px PNG

 

Kategorie: Soziales Netzwerk / Suchmaschine
Bezahlart: CPC / CPV / CPM
Anzeigenart: TrueView In-Stream, TrueView in Display, Display, In-Video Overlay, Videoanzeigen, Mastheads
Targeting: Kanäle, Interessen, Themen, Alter, Geschlecht, Keywords, Elternstatus, Placements, Remarketing-Listen
Reichweite: ca. 1 Mrd. unique Users weltweit jeden Monat
Beispiel-Anzeige:

 

True-View In-Stream

youtube screenshot

 

Masthead

youtube-masthead

 

 

 

 

 

 

 

Auf Youtube werben mag im ersten Augenblick sehr unübersichtlich und kompliziert wirken. Wer sich genauer damit befasst, stellt fest, dass die dort angebotenen Werbeformen vor allem kreativ sind und großes Reichweiten-Potenzial bieten. Hier findest Du jede Anzeigenart nochmal anschaulich von Google erklärt.

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2000px-Xing_logo.svg

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: TKP (7,50 € pro Targeting Kriterium)
Anzeigenart: Anzeigen im Xing-Layout, Display Anzeigen, exklusive Kooperationen (Stand Alone, Mailing, Landingpage, etc….)
Targeting: Regionen, Alter, Branchen, Geschlecht, Joblevel…
Reichweite: ca. 7,7 Mio. Nutzer in D-A-CH
Beispiel-Anzeige:

xing screenshot

 

 

 

 

 

 

 

Laut Xing erreicht man in diesem Netzwerk ein besonders hochwertiges Umfeld, da dieses von mind. 2,2 Mio. berufstätigen Nutzern besucht wird. Aufgrund dieser speziellen Sparte stehen Ihnen hier auch Targeting-Optionen wie z.B. Joblevel, Branche oder Unternehmensgröße zur Verfügung. Da Xing viele verschiedene Anzeigenarten zu unterschiedlichen Preismodellen anbietet, kannst Du dir hier die Info-Broschüre downloaden.

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linkedin

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Bezahlart: CPC (mind. 2$), CPM
Anzeigenart: Textanzeige mit Bild
Targeting: Stellenbezeichnungen, Branche, Region, Unternehmensgröße, Karrierestufe, Alter, Geschlecht…
Reichweite: Ca. 6 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Beispiel-Anzeige:

linkedin screenshot

 

 

 

LinkedIn zeichnet sich als das weltweit größte berufliche Netzwerk aus. Deshalb beschränken sich die Ausrichtungsmöglichkeiten weitestgehend auf berufliche Kriterien wie beispielsweise Tätigkeitsbereich, Karrierestufe, Branche oder Stellenbezeichnung.

 

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googleplus

 

 

Kategorie:                Soziales Netzwerk

Anzeigenart(en):

  • +Post Ads: Bereits bestehende Google+ Posts werden als Display Anzeige im Google Display Netzwerk (GDN) beworben (CPC).
  • Hangouts on air: Ebenfalls im GDN können Hangouts promotet werden. Außerdem können User damit interagieren und sich das Hangout z.B. live oder später als Aufnahme ansehen.
  • Automatic post promotion: Bei dieser Werbeform wird automatisch der neueste Post der Google+ Page beworben. Gezahlt wird hierfür nur, wenn User mit der Anzeige auch interagieren.

Reichweite:             ca. 3,1 Mio. aktive Nutzer in DeutschlandBesonderheit:

Es sind mind. 1.000  Follower auf dem Profil erforderlich um +Post Ads zu schalten.

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instagramIcon_400x400

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk
Reichweite: Ca. 4,2 Mio. aktive Nutzer in DE
Cases: Erste Case Studies bekannter Unternehmen zeigen, dass großes Potenzial hinter den Instagram Anzeigen steckt:

 

Instagram

 

Besonderheit:

Vorerst nur für exklusive Partner verfügbar. Bei der Einführung von Instagram Werbung in Deutschland sind z.B. Zalando, Samsung, Porsche, DNGRS, Ben & Jerry’s, Rewe, EDITED, Mercedes-Benz und Volkswagen von Anfang an dabei. So findet man auf Instagram bislang nur Tipps, wie Beiträge einzigartig gestalten werden können: https://business.instagram.com/advertising/

 

 

 

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Kategorie: Soziales Netzwerk / Bildsuche
Bezahlart: CPC / CPE (engagement)
Anzeigenart: Fotos mit Brand-Logo, die auf Top Positionen in den Suchergebnissen erscheinen
Reichweite: ca. 3 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Besonderheit: Promoted Pins befinden sich noch in der Beta. Bisher lassen sich diese nur mit einem Business Account in den USA testen.

Als deutsches Unternehmen kann man sich allerdings schon auf eine Warteliste setzen lassen:
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Beispiel-Anzeigen aus den USA:

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activate whatsapp calling

 

 

Kategorie: Soziales Netzwerk – Chat
Besonderheit: Whatsapp selbst bietet keine bezahlte Werbung an. Es gibt jedoch trotzdem Möglichkeiten, Interessenten / Kunden über die App anzusprechen.
Reichweite: ca. 35 Mio. aktive Nutzer in Deutschland

Marketing-Möglichkeiten:

 

  • Newsletter-Marketing
  • Support
  • Live-Ticker
  • Push-Service etc….

 

 

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Über Anbieter wie „WhatsBroadcast“ oder „WhatsService“ können individuelle Newsletter-Pakete gebucht werden. Wie Du in den Beispielen sehen kannst, gibt es allerdings noch zahlreiche weitere kreative Wege, mit den Kunden über die App zu kommunizieren. So bietet z.B. ein Radiosender an, Blitzermeldungen über Whatsapp entgegen zu nehmen und Kitzbühel Tourismus beantwortet Support Anfragen über die App.

 

 

 

 

 

 

 

Tinder

 

Kategorie: Soziales Netzwerk – Dating
Reichweite: Ca. 2 Mio. aktive Nutzer in Deutschland
Besonderheit: Ähnlich wie bei Whatsapp kann auch über tinder noch keine bezahlte Werbung geschaltet werden. Viele Unternehmen waren jedoch bereits kreativ und haben es so geschafft, Tinder-User mit ihrer Marke zu erreichen.
Beispiel-Anzeige:

 

 

domingos

 

Ein tolles Beispiel dafür lieferte der Pizzaservice „Domino’s“ am Valentinstag. Gaben die User der Pizza ein Herz und ein Match kam zustande, konnten sie Rabatte bekommen und eine Pizzabestellung aufgeben.

 

Fazit: Suchmaschinen-Anzeigen sind nach wie vor der wichtigste PPC-Werbekanal. Die weiteren Kanäle sind jedoch eine super Erweiterung, um mehr Reichweite und Markenbekanntheit zu erlangen. Die eine perfekte Werbeplattform gibt es dafür nicht. Jedoch bieten sich mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, sein Produkt bestmöglich zu platzieren. So gilt es, je nach Produkt und Zielgruppe die passende Plattform zu wählen und sich mit einem kreativen Ansatz von der Konkurrenz abzuheben.

Unser Alex hat eine dazu passende Präsentation auf unserer Veranstaltung „Digital Tomorrow“ gehalten, welche ihr hier herunterladen könnt: paid advertsining made sexy