Internationale SEA-Kampagnen erfolgreich planen und erstellen

Internationale SEA-Kampagnen bieten die Chance, vergleichsweise schnell weitere Märkte zu erschließen und zu wachsen. Bei der Umsetzung gibt es zwei verschiedene Vorgehensweisen, die im Rahmen dieses Fachartikels von unseren Gastautoren Jennifer Bölitz und Jana-Katharina Kruse genauer erläutert werden.

 

Bei der Standardisierung verwenden Werbetreibende für alle Märkte gleiche Ausrichtungen und Anzeigen. Bei der Differenzierung ist dies nicht der Fall, da Werbetreibende hier für jeden Markt neue Maßnahmen planen. Wichtig ist dabei, den richtigen Mittelweg zwischen diesen beiden Formen zu finden. Deren größter Unterschied besteht hinsichtlich Effizienz und Effektivität. Die Standardisierung ist zumeist effizienter, zulasten der Effektivität. Bei der Differenzierung ist es genau umgekehrt, sie ist meist effektiver, da Werbetreibende die Marktbedürfnisse stärker berücksichtigen. Die Schwäche der Differenzierung liegt allerdings wiederum in ihrer Effizienz.

Die Differenzierung steigert die Komplexität des Projektmanagements, wohingegen die Standardisierung bereits während des Setups bessere Skalierbarkeit und ein weniger zeitaufwendiges Kampagnenmanagement ermöglicht.

Da internationales SEA ein weites Themenfeld ist, setzen wir in diesem Artikel den Schwerpunkt auf die Varianten eines internationalen Kampagnensetups.

 

1. Schritt: Potenzial des Zielmarktes untersuchen

Im ersten Schritt geht es darum, mögliche Marktpotenziale zu prüfen, um daraufhin passende Zielmärkte und Plattformen auswählen zu können. Eine Möglichkeit, die Reichweite einzuschätzen, ist die Nutzung von Googles Keyword-Planer oder der entsprechenden Tools, beispielsweise bei Bing oder Yandex. Sie geben die monatlichen Suchvolumina aus. Tools wie Google Trends geben Aufschluss darüber, wie sich die Verwendung verschiedener Suchbegriffe in mehreren Regionen im Zeitverlauf entwickelt hat. Dieser Quick-Check ermöglicht einen schnellen Überblick über das Potenzial eines Marktes.

Um die dortigen Nutzer passend anzusprechen, sollte der Werbetreibende bei der Recherche lokale Suchmaschinen berücksichtigen. Zwar erhöht sich der Aufwand beim Kampagnenmanagement durch die Nutzung unterschiedlicher Suchmaschinen, jedoch kann sich der Mehraufwand auszahlen: zum einen hinsichtlich der Reichweite und zum anderen bezüglich der Wettbewerbsdichte. Insbesondere für Russland sollten Werbetreibende Yandex mit etwa 58 % und für China Baidu mit etwa 81 % Marktanteil berücksichtigen.

Für die erste Budgetierung sollte der Werbetreibende das Suchvolumen in den einzelnen Suchmaschinen und die durchschnittlichen Klickpreise zueinander ins Verhältnis setzen.

Tipp: Wer mit Google internationalisiert und mit wenig Aufwand das Potenzial neuer Märkte testen möchte, sollte Dynamic Search Ads (DSA) verwenden. DSA-Kampagnen ermöglichen einen Einblick in das Suchverhalten der Nutzer. Sie funktionieren ohne Einbuchen von Keywords, sodass keine Keyword-Recherche erforderlich ist. Informationen zur Funktionsweise und Erstellung von DSA-Kampagnen gibt es hier: http://sea-panda.de/dynamische-suchanzeigen-google-adwords/

 

2. Schritt: Geeignete Konto- bzw. Kampagnenstruktur finden

Je nach Bekanntheitsgrad und Traffic-Potenzial sollte der Werbetreibende die passende Struktur für seine internationalen Kampagnen wählen. Es gibt verschiedene Ansätze, die je nach Ausgangsbasis möglich sind:

  • ein Konto pro Markt
  • ein Konto pro Sprache
  • mehrere Märkte und Sprachen in einem Konto

Es gibt für und gegen alle drei Ansätze gute Argumente:

Verteilen sich die Kampagnen auf mehrere Konten, ist beispielsweise der Managementaufwand größer. Gibt es aber keine klare Trennung auf Konto-Ebene, kann der Account-Manager ab einer bestimmten Kontogröße leicht den Überblick verlieren.

Natürlich sollte der Werbetreibende den strukturellen Aufbau auch an der Struktur des Unternehmens ausrichten und sie an dessen Ziele sowie Vorgaben anpassen. Gibt es beispielsweise Budgetvorgaben für einzelne Länder oder Regionen (etwa für EMEA oder APAC), ist es sinnvoll, diese Länder in einem Account zusammenzufassen. Betreuen verschiedene Teams die unterschiedlichen Regionen, ist eine Trennung auf Konto-Ebene ebenfalls empfehlenswert.

Der Werbetreibende sollte diese Faktoren also genau unter die Lupe nehmen, um die passende Struktur für sein Unternehmen zu finden.

 

3. Schritt: Keyword-Recherche & Verfassen der Anzeigen

Es gibt verschiedene Wege, eine Keyword-Recherche für internationale Kampagnen durchzuführen:

  1. Übersetzung schon bestehender Keywords
  2. davon losgelöste, gänzlich neue Keyword-Recherche
  3. Transkreation

Übersetzung bereits bestehender Keywords

Die einfachste Möglichkeit besteht im Übersetzen eines bereits bestehenden Keyword-Sets in die Zielsprache. Dies verursacht in der Regel den geringsten Aufwand. Auf der anderen Seite birgt das Vorgehen das Risiko, dass irrelevante Begriffe eingebucht werden, da Werbetreibende die jeweiligen Marktpräferenzen, das damit korrelierende Suchverhalten und sprachliche Feinheiten unter Umständen nicht ausreichend berücksichtigen (können).

Zu Beginn sollte der Werbetreibende bei diesem Ansatz zwei wichtige Entscheidungen treffen:Welche Keywords übernehme ich und in welchem Umfang möchte ich internationalisieren? Bei der Beantwortung dieser Fragen haben sich unterschiedliche Verfahren bewährt: Entweder übernimmt der Advertiser das komplette Keyword-Set, lediglich Keywords aus bestimmten Produkt-Segmenten oder nur diejenigen Keywords, die im Kernmarkt die Top-Performer darstellen.

Neue Keyword-Recherche

Mithilfe einer neuen Keyword-Analyse – die idealerweise Muttersprachler durchführen – können Advertiser demgegenüber auch die jeweiligen kulturellen Gegebenheiten eines Landes berücksichtigen. Dank Keyword-Tools wie bspw. dem Keyword-Planer von Google recherchieren Werbetreibende Keywords und können deren Suchvolumina für die gewünschte Zielregion oder Sprache abrufen.

Insbesondere Muttersprachler oder professionelle Übersetzer sind dazu fähig, mögliche Keywords zu bestimmen. Im Französischen wie in vielen weiteren Sprachen sollte der Advertiser unbedingt auf korrekte Akzentzeichen achten.Im Gegensatz zu Groß- und Kleinschreibung oder Bindestrich-Nutzung, die für Google irrelevant sind, unterscheidet Google sehr wohl zwischen Suchbegriffen mit und ohne Akzenten. Bei einer solchen Neuerstellung des Keyword-Sets ist der zeitliche Aufwand deutlich höher.

Welche die passende Vorgehensweise ist, sollte der Werbetreibende anhand der Account-Größe und des Themenbereichs (bzw. der Art der zu bewerbenden Produkte oder Dienstleistungen) bestimmen. Werden mit einem Account bspw. überwiegend Brand-Kampagnen aufgesetzt, ist eine losgelöste Keyword-Recherche eventuell nicht notwendig.

Transkreation

Die dritte Variante, die sogenannte Transkreation, stellt den Mittelweg dar. Transkreation kann in diesem Zusammenhang bedeuten, dass der Advertiser zwar einerseits Keywords übersetzt, andererseits aber auch Synonyme oder nah verwandte Varianten dem Keyword-Set hinzufügt, die für den Zielmarkt relevant sein können. Eine andere Ausprägung stellt das Übernehmen relevanter Kategorien als Basis-Set dar, die der Advertiser mit den marktspezifischen Keywords „befüllt“.

Zwischenfazit & Empfehlungen

Alle drei Strategien können auch zur Anwendung kommen, wenn man Anzeigen verfasst: Werbetreibende können Anzeigentexte entweder übersetzen, neu erstellen oder transkreieren.

Besondere Schreibweisen können in Fremdsprachen eine Herausforderung bei der Übersetzung darstellen. Insbesondere unterschiedliche Arten der Datumsangabe oder Trennzeichenverwendungen sollte der Advertiser berücksichtigen.

Die maximal mögliche Länge der Botschaften und die begrenzte Zeichenzahl bei Anzeigen können weitere Hürden sein. Englisch gilt beispielsweise als eine Sprache mit recht kompakten Wörtern, Phrasen und Sätzen, während das Deutsche schon etwas mehr Raum einnimmt. Das Französische benötigt noch einmal deutlich mehr Zeichen, wenn man die gleiche Botschaft formulieren will.

Die Neuerstellung birgt allerdings den größten Aufwand und kann unter gewissen Umständen sogar weniger zielführend sein, etwa dann, wenn sich der Kunde eine standardisierte Kommunikation von Inhalten über die Marktgrenzen hinweg wünscht.

Die Transkreation zielt auf die notwendige Abwandlung von einzelnen Formulierungen ab, sodass die Kernbotschaft einer zu übersetzenden Anzeige zwar erhalten bleibt, der Wortlaut oder die Art der Ansprache jedoch variieren können.

In manchen Ländern, z. B. in Russland, ist der Werbetreibende bspw. gut beraten, weniger aggressive Call-to-Actions (CTAs) zu verwenden. CTAs wie ‚jetzt kaufen‘ können dort weniger zielführend sein und sogar zu einer geringeren Klickrate (CTR) führen.

Um die Werbebotschaften kontinuierlich zu optimieren sollte der Advertiser A/B-Tests durchführen und in regelmäßigen Abständen auswerten, um herauszufinden, welche Werbebotschaft auf welchem Zielmarkt am besten funktioniert. So zeigte einer unserer Tests, dass in UK die Information „No credit card info required“ im Anzeigentext sehr gut funktioniert, in den USA hingegen nicht. Der Grund liegt höchstwahrscheinlich darin, dass die Kreditkarte das dominierende Zahlungsmittel in den USA ist und diese Information entsprechend keinen Mehrwert für die US-Amerikaner hat oder gar einen Anreiz darstellt.

 

Zusammenfassung

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten für das Setup einer internationalen Kampagne. Die grundsätzliche Frage lautet: In welchem Verhältnis sollen Standardisierung und Differenzierung stehen? Beide Ausrichtungen haben ihre Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab und beide Varianten können, je nach gegebenen Umständen, zielführend sein.

Je nach Umfang der Kampagne, der inhaltlichen Ausrichtung, dem Management und der Länderwahl eignen sich unterschiedliche Herangehensweisen besser oder schlechter. Hat der Advertiser es mit der Ausrichtung auf ein Land zu tun, das sich kulturell und sprachlich kaum vom Kernmarkt unterscheidet, kann eine reine Übersetzung am zielführendsten sein, da sie in dem Falle Effektivität mit Effizienz verbindet.

Feine sprachliche Unterschiede können allerdings bereits bei ansonsten sehr ähnlichen kulturellen Gegebenheiten zweier Länder auftreten. So sollte der Werbetreibende etwa beim Internationalisieren für die Schweiz darauf achten, die deutschen Keywords und Anzeigentexte in Schweizerdeutsch zu recherchieren bzw. zu verfassen.

Grundsätzlich gilt: Egal, ob man sich für das Übersetzen, die völlig neue Recherche oder die Transkreation entscheidet – Muttersprachler oder professionelle Übersetzer sollten die Kampagnen realisieren, damit ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet wird.

 

Informationen zu unseren Gastautoren:

 

Jennifer Bölitz

Jennifer Bölitz ist Senior SEA Consultant und leitet das PPC Team von Performics in Berlin. Ihr Fokus liegt auf der strategischen Beratung von bekannten Marken für den deutschen und internationalen Markt.

Xing: https://www.xing.com/profile/Jennifer_Boelitz

LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/jennifer-boelitz-08920996/en

 

 

Jana-Katharina Kruse

Jana- Katharina Kruse ist als Online Marketing Managerin mit fachlicher Spezialisierung im SEA bei Performics am Standort Berlin tätig.

Xing: https://www.xing.com/profile/JanaKatharina_Kruse




4 Top Tipps zur Keyword Recherche für Amazon PPC (Gesponserte Produkte)

Keywords sind nicht nur bei der Rankingoptimierung sondern auch bei Amazon PPC Werbekampagnen (Gesponserte Produkte) die Basis des Erfolgs. Wer seine Produkte nicht mit allen relevanten Keywords bewirbt, der erreicht auch nicht alle potentiellen Kunden und verpasst so Umsätze. Wer stattdessen mit einem großen Keyword Set wirbt, das aber auch viele wenig relevante Keywords enthält, dem können hohe unnötige Kosten entstehen, die die Leistung von Kampagnen verwässern oder sogar unprofitabel machen können.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für profitable Amazon Werbekampagnen ist deshalb eine gründliche Recherche aller relevanten Keywords. Dieser Beitrag zeigt Ihnen 4 wirkungsvolle Ansätze, um Keywords für Ihre Amazon PPC Werbekampagnen zu recherchieren.

Amazon die Keyword Recherche machen lassen: Automatische Kampagnen

Wer keine Zeit hat, selbst eine Keyword Recherche durchzuführen, kann diese Arbeit stattdessen einer automatischen Amazon PPC Kampagne überlassen. In automatischen Kampagnen entscheidet Amazon selbst auf Basis der Produktinformationen (z.B. Titel, Bullet Points, Schlüsselwörter und Kategorie) bei welchen Suchanfragen die Anzeigen ausgespielt werden. Vom Nutzer müssen hier keine Keywords sondern nur zu bewerbende Produkte, Tagesbudget und das CPC Gebot festgelegt werden. Für welche Suchanfragen Amazon die Anzeigen geschaltet hat, können Händler über den Suchbegriffbericht in Seller Central einsehen.

Der Nachteil einer automatischen Kampagne ist aber u.a., dass die Werbeanzeigen auch bei vielen irrelevanten Suchanfragen ausgespielt werden können, die unnötige Kosten verursachen. Eine erfolgreiche Strategie ist deshalb, für dieselben ASINs parallel mit einer manuellen Kampagne zu arbeiten. In einer manuellen Kampagne können im Gegensatz zur automatischen Kampagne die Keywords und Übereinstimmungstypen für die Anzeigenstreuung genau festgelegt werden. Außerdem können die CPC Gebote individuell für jedes Keyword optimiert werden, um die beste Profitabilität zu erzielen. Wenn parallel mit einer manuellen Kampagne gearbeitet wird, können so in regelmäßigen Abständen die performantesten Suchanfragen aus der automatischen Kampagne als Keywords in die manuelle Kampagne übertragen werden, um sie gezielt zu optimieren. Das CPC Gebot der automatischen Kampagne kann währenddessen relativ niedrig angesetzt werden damit weniger Kosten für irrelevante Klicks anfallen. Die automatische Kampagne übernimmt in diesem Setup also die Keyword Recherche während in der manuellen Kampagne durch eine Optimierung die besten Umsätze bzw. Profite mit den Keywords herausgeholt werden können.

Die effektivsten Ansätze für eine eigene Amazon PPC Keyword Recherche

Automatische Kampagnen nehmen Sellern einiges an Aufwand ab, sind aber nicht die schnellste Methode um zu einem guten Keyword Set zu kommen. Wer stattdessen lieber eine eigene PPC Keyword Recherche durchführen möchte um seine Kampagnen sofort mit einem gut funktionieren, umfassenden Set von Keywords zu starten (oder eine bestehende Kampagne zu verbessern), hat verschiedene Ansätze zur Verfügung. In diesem Beitrag werden die 3 besten Möglichkeiten vorgestellt:

Amazon Keyword Recherche Tool Sonar (kostenlos)

Am einfachsten ist die Keyword Recherche mit speziell dafür konzipierten Tools. Marketplace Analytics hat mit Sonar ein kostenloses Keyword Recherche Tool speziell für Amazon Händler entwickelt. Es spart Händlern bei der Recherche nicht nur viel Zeit sondern liefert auch sehr gute, genau auf Amazon zugeschnittene Ergebnisse. Sonar verfügt über eine Datenbank mit über 23 Millionen tatsächlichen Suchanfragen von deutschen Amazon Kunden, die Sie für Ihre Keyword Recherche durchsuchen können. Außerdem schätzt Sonar die Amazon Suchvolumen für diese Keywords, so dass Sie sehen können, welche Keywords das größte Umsatzpotential besitzen.

Sonar bietet 3 Suchoptionen für die Keyword Recherche:

  1. Keyword Suche: In diesem Suchmodus können Sie ein Ausgangskeyword eingeben und bekommen alle Amazon Suchanfragen angezeigt, die dieses Keyword enthalten. Wenn Sie z.B. „Gymnastikball“ in die Suche eingeben, erhalten Sie 711 Keywords, die den Bestandteil „Gymnastikball“ beinhalten. Sie bekommen also ähnliche Ergebnisse wie in der Amazon Autovervollständigung – nur mit 711 statt 10 sehr viel mehr Ergebnisse mit einem einzigen Suchvorgang.
  2. Erweiterte Suche: Mit der erweiterten Suche können nicht nur Keywords mit dem gleichen Wortstamm sondern auch sinnverwandte Keywords für ein Ausgangskeyword gefunden werden. Für das Ausgangskeyword „Gymnastikball“ findet man z.B. 1464 Ergebnisse inklusive Keywords wie „Sitzball“, „Pezziball“, „Ballstuhl“, „Yogaball“ oder „Therapieball“. Dadurch findet man häufig Begriffe, die Kunden verwenden, aber auf die man selbst nicht gekommen wäre.
  3. ASIN Rückwärtssuche: Mit der ASIN Rückwärtssuche brauchen Sie sogar nur noch die ASIN eines ähnlichen Produkts um die Keyword Recherche zu starten. Geben Sie eine ASIN ein, um die Keywords zu sehen, für die ein bestimmtes Produkt rankt. Auf diese Weise können Sie herausfinden, welche Keywords Ihre Wettbewerber

Die drei Suchoptionen von Sonar können für eine gründliche Keyword Recherche auch sehr gut miteinander kombiniert werden. So kann man z.B. mit einem Wettbewerber Produkt in der ASIN Rückwärtssuche starten, und danach eine einfache oder erweiterte Suche mit den gefundenen Keywords durchführen um weitere Keywords zu finden.

Die Suchergebnisse von Sonar können per CSV Datei exportiert werden um Sie in Excel auszuwerten. Der Export enthält dabei in einer Spalte alle Keyword Ergebnisse und in einer weiteren Spalte das dazugehörige Suchvolumen. Aus den Ergebnissen können alle relevanten PPC Keywords ausgewählt und einer Amazon PPC Kampagne bzw. Anzeigengruppe per Kopieren + Einfügen hinzugefügt werden.

Wer die Keyword Recherche komplett selbst in die Hand nehmen möchte, kann auch direkt eine Analyse seiner Wettbewerber machen bzw. die Amazon Autovervollständigung nutzen um Keywords zu finden:

Wettbewerbsanalyse

Um schnell Wettbewerber Keywords zu recherchieren kann auf Amazon eine Suche mit zentralen Keywords für das Produkt, das beworben werden soll, durchgeführt werden. Bei einer Analyse der Suchergebnisse und Produktseiten (Produkttitel, Bullet Points, Beschreibung) der Wettbewerber können alle Keywords gesammelt werden, die zum eigenen Produkt passen.

Möchte man z.B. wieder einen Gymnastikball bewerben, startet man einfach eine Amazon Suche mit diesem Keyword. Allein schon bei einer Auswertung der Produkttitel im Suchergebnis findet man weitere Keywords, die das Produkt beschreiben.

Amazon Autovervollständigung

Die Amazon Autoverstollständigung bietet die Möglichkeit, Amazons Suchdaten für die eigene Recherche zu nutzen. Um die Keyword Recherche zu starten gibt man auch hier einfach ein Ausgangskeyword in die Amazon Suche ein (ohne die Suche zu starten). Amazon schlägt daraufhin bis zu 10 passende Suchanfragen von Amazon Kunden vor, die dieses Keyword enthalten. Als Ausgangskeywords können z.B. die Keywords dienen, die man vorher bei Wettbewerbern gefunden hat. Ein Vorteil der Autovervollständigung ist, dass man Keywords erhält, die tatsächlich dem Suchverhalten der Amazon Kunden entsprechen. Um noch mehr Vorschläge für dasselbe Keyword zu erhalten, kann man außerdem die Buchstaben A bis Z an das Keyword anhängen (siehe folgender Screenshot).

 

Eine gründliche PPC Keyword Recherche lohnt sich und muss nicht viel Aufwand bedeuten

Eine gründliche PPC Keyword Recherche führt zu höheren Umsätzen und niedrigeren Kosten bedeutet aber auch Mehraufwand. Mit den in diesem Beitrag vorgestellten Keyword Recherche Methoden können Amazon Händler jedoch relativ einfach alle relevanten Keywords für ihre PPC Kampagnen ermitteln und dabei gleichzeitig Zeit und Aufwand einsparen.

 

Dieser Gastartikel wurde verfasst von Franz Jordan, Marketplace Analytics

Über Franz Jordan:

Franz Jordan ist Gründer und Geschäftsführer von Marketplace Analytics. Er ist federführend an der Entstehung der Marketingdisziplin „Amazon SEO“ beteiligt und liebt es, sich mit dem Thema Amazon zu beschäftigen und über erfolgreiche Amazon-Strategien nachzudenken.

 

 

Über Marketplace Analytics:

Marketplace Analytics ist die führende Analyse- und Optimierungs-plattform um den Erfolg auf Amazon zu steigern. Sie wird von Amazon Händlern ebenso wie von internationalen Marken genutzt um Rankings und Werbekampagnen zu optimieren, Produktrezensionen zu managen, Wettbewerber zu beobachten und mehr.




Pimp your AdWords Account Webinar

Am Freitag, den 09.12.2016, hält unser Chefredakteur, Alexander Ficker, ein kostenloses Webinar mit dem Thema „Pimp your AdWords Account -13 Profi Tipps“.
Hierbei erhält er Unterstützung von dem „Online Marketing Tag“-Team rund um den Geschäftsführer Mario Jung aus Wiesbaden. An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Hier gelant ihr zur kostenlosen Anmeldung: Online Marketing Tag Webinare

Zentrale Themen in diesem Webinar sind:
– Echtzeit Updates bei Google Shopping und Textanzeigen
– Der Einsatz des Google Tagmanagers zur Umsetzung komplexer Trackinganforderungen
– Die Erstellung eines kleinen eigenen dynamischen Attributions-modelles, speziell für die Bewertung von Google AdWords Kampagnen
– Denkanstöße, wie man die eigenen Kampagnen noch weiter verfeinern kann
– uvm.

 

Jeder der teilnehmen möchte ist herzlich eingeladen! 🙂




xpose360 GmbH ist jetzt Google Premium Partner

logo_xpose360_a1-kopieDie Augsburger Digital Marketing Agentur xpose360 GmbH, mit den Leistungsbereichen SEO, SEA/PPC und Affiliate Marketing ist nun von Google mit der Google Premium Partnerschaft ausgezeichnet worden.

Für eine „normale“ Google Partnerschaft waren bisher die Anforderungen nicht besonders hoch. Eine Person musste die Google AdWords Basis-Zertifizierung erhalten und zusätzlich den Nachweis über eine Spezialisierung, bezogen auf die von Google angebotenen Produkte, erbringen. Weitere Kriterien waren noch eine im Vergleich durchschnittliche Leistung und mindestens 10.000 $ Mediaspendings in den letzten 90 Tagen.

Mit der Google Premium Partnerschaft wurde eine deutlichere Unterteilung der Google Partner vorgenommen, was eine bessere Bewertbarkeit für potentielle Kunden geschaffen hat.

Voraussetzungen für die Google Premium Partnerschaft:

1. Mindestens zwei Mitarbeiter aus der SEA/PPC Abteilung müssen in mehreren Bereichen der CPC/CPM basierten Werbemöglichkeiten von Google zertifiziert sein.
2. Eine positive Performance-Entwicklung ist ebenso Grundlage für die Auszeichnung als Premium Partner.
3. Die Mediaspendings müssen „über dem Standard“ liegen – diese Aussage ist leider etwas ungenau.

Das neue Logo für die Google Premium Partnerschaft zeigt nun auch, in welchen Kanälen die Agentur für ihre Kunden aktiv werden kann.

premier-google-partner-cmyk-search-mobile-disp-shop

Search Ads: Dieser Bereich beinhaltet alles, was mit Textanzeigen innerhalb einer Google Suchergebnisseite zu tun hat. Hierzu gehören sowohl Keyword-targetierte Textanzeigen, als auch bspw. die Bereiche RLSA/RDSA

Mobile Ads: Der Anteil der Suchanfragen bei Google über mobile Endgeräte liegt bereits über 50% – hier die Kunden korrekt anzusprechen und während des Kaufprozesses zu begleiten, erhält also immer mehr Relevanz im Online Marketing.

Display Ads: Die Zertifizierung in diesem Bereich zeigt, dass die betreuende Agentur über die notwendige Expertise verfügt um Kunden auch in der sinnvollen Nutzung des Google Display Netzwerkes zu unterstützen. Hierzu zählen sowohl bspw. Inhaltlich oder Keyword-targetierte Themenseiten als auch alles rund um Remarketing/Retargeting.

Shopping Ads: Seit der Umstellung am 22.02.2016, dass auf der rechten Seite einer Suchergebnisseite keine Anzeigen mehr geschaltet werden, befinden sich nun Google Shopping Anzeigen meist oberhalb der Textanzeigen bei Produktbezogenen Suchanfragen. Diese stechen besonders durch das Produktbild hervor. Eine in Shopping zertifizierte Agentur kann Sie dabei unterstützen den hierzu benötigten Datenfeed zu erstellen und die Inhalte aus Performance-Sicht zu optimieren.

YouTube Ads: Die Zertifizierung für YouTube-Advertising wird hier leider nicht aufgeführt, welche bei der xpose360 GmbH auch besteht. YouTube konnte inzwischen den Status der „zweitgrößten Suchmaschine“ erlangen und ist daher für Werbezwecke aufgrund der sehr hohen Reichweite äußerst relevant. Google Partner mit diesem Zertifikat können dabei unterstützen die passende Strategie mit den entsprechenden Anzeigenformaten zu planen und umzusetzen.

Zitat von Alexander Ficker, Teamleiter im Bereich SEA/PPC bei der xpose360 GmbH

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Das Team hat sich diese Auszeichnung durch sehr gute Leistung verdient. Außerdem ermöglicht uns die neue Einteilung der Google Partnerschaften, unsere Expertise und Leistung noch besser hervorzuheben.“

Zur Übersichtsseite der der Google Premium Partnerschaft der xpose360 GmbH:
https://www.google.de/partners/#a_profile;idtf=3671621892;qury=xpose360